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Customer Lifetime Value (CLV).

Der Customer Lifetime Value (CLV) ist der gesamte Wert, den ein Kunde über die ganze Dauer der Geschäftsbeziehung für ein Unternehmen erwirtschaftet. Er beantwortet die Frage, wie viel ein neuer Kunde wirklich wert ist — und damit, wie viel seine Gewinnung kosten darf.

Illustration zu «Customer Lifetime Value (CLV)»: Auswertung «Kundenwert über 5 Jahre» mit Verlaufskurve Kundenwert über 5 JahreLetzte 90 TageCHF 6’400Ø AuftragCHF 800Aufträge/Jahr1,6Jahre5

Customer Lifetime Value (CLV) — ausführlich erklärt

Viele Werbeentscheidungen schauen nur auf den ersten Auftrag. Ein Treuhandkunde, der seine Buchhaltung über zehn Jahre bei derselben Firma lässt, ist aber ein Vielfaches seines ersten Mandats wert; ein Restaurantgast, der einmal im Monat wiederkommt, ebenso. Der CLV macht diesen Wert sichtbar. Eine einfache Formel lautet: durchschnittlicher Deckungsbeitrag pro Kauf mal Anzahl Käufe pro Jahr mal durchschnittliche Dauer der Kundenbeziehung in Jahren.

Der CLV steht in direktem Zusammenhang mit den Kundenakquisitionskosten (CAC, Customer Acquisition Cost): Was kostet es im Schnitt, einen neuen Kunden zu gewinnen? Ist der CLV deutlich höher als der CAC, kann ein Unternehmen mehr in Werbung investieren, als der erste Auftrag rechtfertigen würde. Ist er tiefer, verliert es mit jedem neuen Kunden Geld — egal wie gut die Kampagnen aussehen.

Im Abo-Geschäft, etwa bei Software als Dienstleistung, ist der CLV die zentrale Kennzahl. Dort wird er über den monatlichen Umsatz pro Kunde und die Kündigungsrate (Churn) berechnet. Schon kleine Verbesserungen bei der Kundenbindung verändern den CLV stark, weil sie die durchschnittliche Laufzeit verlängern. Deshalb lohnt sich Investition in Service und Bestandskunden oft mehr als in zusätzliche Neukundenwerbung.

Der CLV ist eine Schätzung. Er beruht auf Annahmen über die Zukunft, und für junge Unternehmen fehlen oft die Daten. Ein vorsichtiger Umgang heisst: mit Deckungsbeitrag statt Umsatz rechnen, eine eher kurze Laufzeit annehmen und die Werte regelmässig mit den echten Zahlen aus dem CRM abgleichen.

Beispiel: CLV für einen Reinigungsbetrieb

Angenommen, ein Reinigungsunternehmen betreut Büros mit einer wöchentlichen Unterhaltsreinigung. Ein Kunde bringt im Schnitt CHF 400 Deckungsbeitrag pro Monat und bleibt durchschnittlich drei Jahre. Sein CLV liegt damit bei rund CHF 14'400. Eine Offertanfrage, aus der mit einer Quote von 25 Prozent ein solcher Vertrag wird, ist also rund CHF 3'600 wert.

Mit diesem Wert sieht ein Preis von CHF 150 pro Anfrage in Google Ads plötzlich anders aus, als wenn man ihn nur mit einer einzelnen Monatsrechnung vergleicht. Die Rechnung ist ein konstruiertes Beispiel; die eigenen Werte stammen aus Buchhaltung und CRM. Wie man daraus Werbeziele ableitet, besprechen wir in der Digital-Marketing-Beratung und setzen es mit Google Ads um.

Weiterführende Seite

ROI (Return on Investment)

Häufige Fragen zu Customer Lifetime Value (CLV)

Eine einfache Näherung: durchschnittlicher Deckungsbeitrag pro Kauf × Käufe pro Jahr × durchschnittliche Dauer der Kundenbeziehung in Jahren. Bei Abo-Modellen: monatlicher Deckungsbeitrag pro Kunde ÷ monatliche Kündigungsrate.

Es zeigt, wie viel ein Kunde im Verhältnis zu den Kosten seiner Gewinnung einbringt. Liegt der CLV deutlich über dem CAC, ist Wachstum über Werbung tragbar. Liegt er darunter, muss entweder die Gewinnung günstiger oder die Kundenbeziehung wertvoller werden.

Ja, gerade dort. Schon eine grobe Rechnung mit Zahlen aus der Buchhaltung zeigt, ob ein Kunde eher ein Einmalgeschäft oder eine langfristige Beziehung ist — und verändert damit, wie viel eine Anfrage kosten darf.

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