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Was interessiert Sie?
E-Commerce Agentur Schweiz.
Wir planen, bauen und betreuen Online-Shops für Schweizer Unternehmen — auf einem Mietsystem oder individuell entwickelt. Und wir sagen vorher, ob sich ein eigener Shop für Ihr Sortiment überhaupt rechnet. Studio in Zollikon ZH, Umsetzung ab CHF 3'000.
Shop-Vorhaben besprechenEine E-Commerce-Agentur plant, baut und betreut Online-Shops: Sie wählt mit Ihnen das Shopsystem, richtet Produktdaten, Zahlungsarten, Versandregeln und Steuersätze ein, gestaltet den Kaufprozess und sorgt danach dafür, dass der Shop gefunden wird und tatsächlich verkauft. Bei DLM Digital liegt die Umsetzung in derselben Spanne wie eine Website, also CHF 3'000 bis 25'000 — ein Shop allerdings selten am unteren Ende, weil zum Seitenaufbau die gesamte Verkaufsmechanik dazukommt.
Diese Seite beschreibt, was in einem Shop-Projekt konkret passiert, wie sich Mietsysteme und individuelle Entwicklungen unterscheiden, welche laufenden Kosten in Offerten regelmässig fehlen und woran Schweizer Shop-Projekte in der Praxis scheitern. Und sie rechnet vor, ab wann sich ein eigener Shop gegenüber einem Marktplatz überhaupt lohnt. Wenn diese Frage bei Ihnen noch offen ist, ist unsere E-Commerce-Beratung der richtige Einstieg — sie verkauft bewusst keine Umsetzung.
Was macht eine E-Commerce-Agentur konkret?
Eine E-Commerce-Agentur übernimmt vier Arbeitsblöcke: die Systemwahl, den Aufbau des Shops, die Einrichtung der kaufmännischen Logik dahinter und die laufende Arbeit an Sichtbarkeit und Conversion nach dem Start. Der letzte Block ist der grösste — und derjenige, den die meisten Offerten am dünnsten behandeln.
- Systemwahl und Konzept: Sortimentsstruktur, Kategorien, Varianten, Filter, Suchlogik. Wie findet jemand ein Produkt, dessen Namen er nicht kennt? Diese Frage entscheidet mehr über den Umsatz als jede Designentscheidung.
- Aufbau: Gestaltung von Start-, Kategorie-, Produkt- und Kassenseite, Aufsetzen des Systems, Import der Produktdaten, mobile Darstellung, Ladezeit.
- Kaufmännische Einrichtung: Zahlungsarten und deren Verträge, Versandzonen und Tarife, Mehrwertsteuersätze pro Produktgruppe, Lagerbestände, Bestell- und Versandbestätigungen, Retourenablauf, Anbindung an Buchhaltung oder Warenwirtschaft.
- Nach dem Start: Produktseiten für die Suche aufbereiten, Messung sauber aufsetzen, Warenkorbabbrüche analysieren, Sortiment pflegen, Kampagnen fahren. Ein Shop ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein Betrieb.
Der Unterschied zu einer reinen Webdesign-Agentur liegt in Block drei. Eine schöne Produktseite ist handwerklich anspruchsvoll, aber vergleichsweise unkritisch. Eine falsch gesetzte Versandregel, ein Steuersatz am falschen Produkt oder ein Zahlungsanbieter, der Ihren Warenkorb nicht abbildet, kosten ab der ersten Bestellung echtes Geld. Wie wir Websites generell aufbauen, beschreibt unsere Seite zu Webdesign; die Preisbänder dazu stehen auf Webdesign-Preise.
Welches Shopsystem passt zu welchem Vorhaben?
Die Systemfrage entscheidet sich nicht an Funktionslisten, sondern an einer einzigen Grösse: wie stark Ihre Abläufe vom Standard abweichen. Je näher Sie am Normalfall liegen — Produkt in den Warenkorb, bezahlen, verschicken —, desto klarer gewinnt ein Mietsystem. Je mehr Sonderlogik im Spiel ist, desto eher lohnt sich eine eigene Entwicklung.
- Mietsysteme (Shopify und vergleichbare Anbieter): Sie mieten Software, Hosting, Sicherheit und Zahlungsabwicklung. Der Shop steht schnell, der Kaufprozess ist millionenfach erprobt, Erweiterungen kommen aus einem App-Verzeichnis. Der Preis dafür sind laufende Gebühren, Grenzen bei der Anpassung des Kassenprozesses und eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter. Details dazu stehen auf unserer Seite Shopify Agentur Schweiz.
- WooCommerce: ein Shop-Aufsatz für WordPress. Sinnvoll, wenn schon eine gepflegte WordPress-Website existiert und der Shop ein Teil davon ist. Sie behalten volle Kontrolle über Daten und Erweiterungen — und tragen dafür die Verantwortung für Updates, Sicherheit und Ladezeit selbst. Unterschätzt wird regelmässig, wie schnell ein Stapel aus zwanzig Plugins zum Wartungsfall wird.
- Individuelle Entwicklung, auch als Headless-Architektur: Die Verkaufslogik wird gebaut statt konfiguriert. Richtig bei Konfiguratoren, kundenspezifischen Preislisten, komplexer Verfügbarkeitslogik oder enger Kopplung an eine bestehende Produktion. Falsch, wenn der eigentliche Grund «wir wollen etwas Eigenes» lautet. Den Vergleich der Systemwelten führt unser Artikel zu Headless CMS und WordPress aus.
Ein pragmatischer Test aus der Praxis: Schreiben Sie die zehn Abläufe auf, die Ihr Shop können muss. Sind acht davon in einem Mietsystem eingebaut und zwei über Apps abgedeckt, nehmen Sie das Mietsystem. Brauchen vier davon Sonderlösungen, wird das Mietsystem zur Dauerbaustelle — und die eigene Entwicklung ist auf fünf Jahre gerechnet die günstigere Variante. Dieselbe Rechnung führen wir bei Software generell, nachzulesen unter CRM kaufen oder entwickeln.
Was kostet ein Online-Shop in der Schweiz — und was kostet er danach?
Die Umsetzung fällt bei uns in die Website-Spanne von CHF 3'000 bis 25'000; ein Shop liegt dabei in aller Regel im oberen Teil dieser Spanne. Der Grund ist nicht der Gestaltungsaufwand, sondern die Menge an Regeln, die eingerichtet und getestet werden müssen, bevor die erste echte Bestellung sauber durchläuft.
Fünf Faktoren treiben den Preis: die Anzahl Produkte und vor allem Varianten, jede zusätzliche Sprache, die Anbindung an ein bestehendes Warenwirtschafts-, Kassen- oder Buchhaltungssystem, individuelle Logik im Kaufprozess und der Umfang der Produktdatenarbeit. Der letzte Punkt wird fast immer unterschätzt: 400 Produkte mit gepflegten Texten, Fotos, Massen und Steuersätzen sind ein eigenes Projekt neben dem Shopbau. Wer diese Arbeit intern leistet, spart real Geld; wer sie stillschweigend der Agentur überlässt, findet sie in der Schlussrechnung wieder.
Wichtiger als der einmalige Betrag sind die laufenden Kosten, weil sie in Offerten regelmässig fehlen. Dazu gehören die Plattform- oder Hostinggebühr, die Gebühren des Zahlungsanbieters auf jede Transaktion, allfällige App-Abonnemente, Wartung und Sicherheitsupdates sowie die Kosten für Sichtbarkeit. Rechnen Sie für den Betrieb mit einem dreistelligen Frankenbetrag pro Monat, bevor eine einzige Stunde eigener Arbeitszeit für Sortiment und Bestellungen eingerechnet ist. Eine erste Grössenordnung für Ihr Vorhaben liefert unser Projekt-Rechner, die verbindlichen Bänder stehen auf Webdesign-Preise.
Woran Shop-Projekte in der Schweiz tatsächlich scheitern
Gescheiterte Shops scheitern fast nie an der Technik, sondern an fünf Stellen, die im Projektplan zu klein wirken. Wir benennen sie vor Vertragsbeginn, weil jede einzelne ein Projekt kippen kann.
- Sortimentspflege. Wer pflegt neue Produkte ein, wer aktualisiert Preise, wer nimmt Ausverkauftes vom Netz? Ohne benannte Person und feste Routine veraltet ein Shop innerhalb weniger Monate. Das ist der häufigste Grund, warum ein technisch einwandfreier Shop nach einem Jahr niemanden mehr erreicht.
- Versandlogik. Zonen, Gewichts- und Grössenklassen, Sperrgut, Abholung vor Ort, Gratisversand ab einem Schwellenwert, Lieferung in die EU samt Zoll und Einfuhrsteuer. Diese Regeln müssen kaufmännisch entschieden sein, bevor jemand sie einbaut. Werden sie während des Baus improvisiert, entstehen genau die Fälle, in denen der Versand mehr kostet, als die Marge hergibt.
- Zahlungsarten. Fehlt TWINT oder der Kauf auf Rechnung, bricht ein messbarer Teil der Bestellungen im letzten Schritt ab. Jede zusätzliche Zahlungsart kostet aber Gebühr und Pflege — die Auswahl gehört an Warenkorbgrösse und Zielgruppe, nicht an eine Vollständigkeitsliste.
- Mehrwertsteuer. Normalsatz 8.1 Prozent, reduzierter Satz 2.6 Prozent für bestimmte Güter. Bei gemischtem Sortiment gehört der Satz an das einzelne Produkt. Wer das erst in der Buchhaltung merkt, korrigiert rückwirkend.
- Retouren. Erhebungen zum Onlinehandel weisen für Mode Retourenquoten im mittleren zweistelligen Prozentbereich aus, über alle Kategorien hinweg deutlich weniger; die Bearbeitungskosten pro Rücksendung werden für die Schweiz mit rund CHF 20 beziffert. Wer diese Kosten nicht in den Deckungsbeitrag einrechnet, verkauft in bestimmten Kategorien mit Verlust, ohne es zu merken.
Die Gegenmassnahme ist unspektakulär: Diese fünf Punkte werden vor dem Bau schriftlich entschieden, nicht während des Baus diskutiert. Wie sich die Auswirkungen danach messen lassen, beschreibt unsere Seite zu Conversion Tracking.
Welche Schweizer Besonderheiten ein Shop abdecken muss
Ein Shop, der aus einer deutschen Vorlage übernommen wird, ist in der Schweiz in mindestens vier Punkten falsch eingestellt. Die folgende Liste ersetzt keine Rechtsberatung — sie zeigt, was vor dem Livegang geklärt sein muss.
- Preisangabe. Konsumentinnen und Konsumenten müssen den tatsächlich zu bezahlenden Endpreis in Franken sehen, inklusive Mehrwertsteuer und aller nicht wahlfreien Zuschläge. Eine Netto-Preisdarstellung ist im B2C-Shop keine Option.
- Mehrwertsteuer und Grenzverkehr. 8.1 und 2.6 Prozent im Inland. Wer aus dem Ausland liefert, fällt ab CHF 100'000 Jahresumsatz aus Kleinsendungen unter die Versandhandelsregelung und muss sich in der Schweiz registrieren. Seit dem 1. Januar 2025 gilt zusätzlich die Plattformbesteuerung: Elektronische Plattformen gelten für die über sie abgewickelten Verkäufe steuerlich selbst als Verkäuferin.
- Rückgabe. Das Schweizer Recht kennt kein allgemeines Widerrufsrecht im Fernabsatz. Was Sie freiwillig gewähren, muss in den AGB stehen. Richten Sie sich gezielt an EU-Kundschaft, gilt dort das EU-Recht — inklusive des elektronischen Widerrufsbuttons, der ab dem 19. Juni 2026 verlangt wird.
- Datenschutz. Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz verlangt eine zutreffende Datenschutzerklärung, ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten und Klarheit darüber, welche Dienste im Shop Daten in welches Land senden. Analyse- und Werbewerkzeuge im Kassenprozess sind dabei der heikelste Teil.
Für Shops, die im Schweizer Markt gefunden werden sollen, kommt eine fünfte Ebene dazu: Produktseiten sind Suchseiten. Sie tragen die Begriffe, nach denen Menschen tatsächlich suchen, und sie brauchen strukturierte Daten, damit Preis und Verfügbarkeit in den Suchergebnissen erscheinen können. Was das im Detail heisst, steht im Glossareintrag zu Schema-Markup; die laufende Arbeit daran betreuen wir als SEO-Mandat für KMU ab CHF 800 pro Monat.
Wann ein eigener Shop die falsche Wahl ist
Unterhalb von etwa 30 Bestellungen pro Monat ist ein eigener Shop kostenseitig fast immer die schlechtere Lösung als ein Marktplatz oder eine einfache Bestellseite. Die Rechnung dahinter ist einfach genug, um sie selbst zu prüfen.
Ein eigener Shop erzeugt Fixkosten, unabhängig davon, ob bestellt wird: Plattform, Zahlungsanbieter, Wartung, Hosting. Setzen Sie dafür CHF 300 pro Monat an. Ein Marktplatz erzeugt keine Fixkosten, sondern eine Verkaufsprovision — Galaxus weist für seinen deutschen Marktplatz je nach Kategorie 7 bis 18 Prozent aus, in der Schweiz wird die Gebühr ebenfalls pro Kategorie vereinbart. Bei 12 Prozent Provision und einem Warenkorb von CHF 80 kostet jede Bestellung über den Marktplatz CHF 9.60. Der Gleichstand liegt damit bei CHF 300 geteilt durch CHF 9.60, also rund 31 Bestellungen pro Monat.
Diese Rechnung lässt den Aufbau bewusst weg. Nimmt man ihn dazu — CHF 12'000 auf drei Jahre verteilt sind rund CHF 333 pro Monat —, steigt die Schwelle auf ungefähr 66 Bestellungen. Wer also mit fünf oder zehn Bestellungen im Monat rechnet, kauft sich mit einem eigenen Shop vor allem Fixkosten und Pflegeaufwand. Für diesen Fall sind drei Wege besser: der Verkauf über einen etablierten Marktplatz, eine einzelne, gut gemachte Bestell- oder Vorbestellseite mit Zahlungsanbindung, oder ein bewusst kleiner Test, wie ihn unsere Seite zur Prototyp-Validierung beschreibt.
Es gibt gute Gründe, sich trotzdem für den eigenen Shop zu entscheiden: Sie besitzen die Kundendaten, Sie bestimmen den Preis, Sie bauen eine Marke statt eines Listeneintrags, und bei Wiederkaufsprodukten dreht sich die Rechnung ab dem zweiten Kauf. Nur sollten das die Gründe sein — und nicht die Annahme, ein eigener Shop sei die günstigere Variante. Welcher Kanal zu welchem Sortiment passt, arbeiten wir in der E-Commerce-Beratung durch, bevor irgendetwas gebaut wird.
Wie DLM Digital E-Commerce-Projekte umsetzt
Wir sind eine kleine Digitalagentur mit eigenem Entwicklungsteam in Zollikon bei Zürich und setzen Shops selbst um, statt Konzepte weiterzureichen. Das ist bei E-Commerce der entscheidende Punkt, weil die kritischen Stellen — Zahlungsanbindung, Versandregeln, Steuersätze, Schnittstellen — Entwicklungsarbeit sind und keine Präsentationsfolie.
Belegbar ist diese Arbeit an zwei Projekten. Für JUCAN Massanzüge haben wir Website, Branding und einen Shopify Store im gleichen Look and Feel umgesetzt, inklusive der SEO-Arbeit dazu. Für Don Leone Delivery haben wir ein Liefersystem mit zonenbasierter Lieferlogik entwickelt und den Online-Shop dazu aufgebaut — ein Fall, in dem die Lieferregeln das eigentliche Produkt waren. Beide Projekte stehen mit Ausgangslage und Ergebnis in unseren Referenzen.
Der Ablauf ist in allen Projekten derselbe: eine kurze Vorabklärung mit Sortiment, Zielgruppe und Kanalfrage; danach die Systementscheidung mit schriftlicher Begründung; dann Aufbau, Einrichtung der kaufmännischen Regeln und ein Testlauf mit echten Bestellungen, bevor der Shop öffentlich geht. Nach dem Start arbeiten wir an Sichtbarkeit und Conversion weiter — oder Sie übernehmen selbst, mit Zugang zu allen Systemen. Der Shop und seine Daten gehören in jedem Fall Ihnen.
Mietsystem oder individuell entwickelter Shop?
| Mietsystem (Shopify & Co.) | Individuell entwickelter Shop | |
|---|---|---|
| Zeit bis live | Sechs bis zehn Wochen bei sauberen Produktdaten | Deutlich länger, abhängig von Schnittstellen |
| Laufende Kosten | Monatliche Gebühr, Transaktionskosten, App-Abos | Hosting und Wartung, keine Plattformgebühr |
| Kaufprozess anpassen | Nur im vorgesehenen Rahmen, tiefere Eingriffe meist erst im Oberklassetarif | Frei gestaltbar |
| Sonderlogik (Konfigurator, Preislisten) | Über Apps, mit Grenzen und Folgekosten | Direkt umsetzbar, dafür Entwicklungsaufwand |
| Sicherheit und Updates | Beim Anbieter | Bei Ihnen oder Ihrer Agentur |
| Abhängigkeit | Bindung an den Anbieter und dessen Preisrunden | Volle Kontrolle, dafür volle Verantwortung |
| Passt zu | Standardabläufen, überschaubarem Sortiment | Geschäftslogik, die selbst das Produkt ist |
Was bei uns was kostet
Alle Beträge exklusive Mehrwertsteuer. Der einmalige Shop-Aufbau fällt in unsere Website-Spanne, laufende Betreuung rechnen wir monatlich ab. Den verbindlichen Preis nennen wir nach der Vorabklärung, nicht davor — und wenn die Rechnung gegen einen eigenen Shop spricht, sagen wir das dort.
- Sortiment und Zielgruppe geklärt
- Kanalfrage: Shop, Marktplatz oder Bestellseite
- Deckungsbeitrag pro Bestellung gerechnet
- Systemempfehlung mit Begründung
- Ergebnis darf «nicht bauen» lauten
- Systemaufbau und Gestaltung
- Produktdaten, Varianten, Kategorien
- Zahlungsarten inkl. TWINT und Rechnung
- Versandzonen und Mehrwertsteuersätze
- Testlauf mit echten Bestellungen
- Produktseiten für die Suche aufbereitet
- Strukturierte Daten für Preis und Verfügbarkeit
- Technisches SEO und Ladezeit
- Messung und Warenkorbanalyse
- Monatliches Reporting
Häufige Fragen zur E-Commerce-Agentur
Ein Shop fällt bei uns in dieselbe Spanne wie eine Website, also CHF 3'000 bis 25'000 — nur selten an deren unterem Ende, weil zum Seitenaufbau die gesamte Verkaufsmechanik dazukommt. Den Preis treiben vor allem vier Dinge: die Anzahl Produkte und Varianten, die Zahl der Sprachen, die Anbindung an ein bestehendes Warenwirtschafts- oder Kassensystem und die Frage, wie individuell der Kaufprozess sein soll. Dazu kommen laufende Kosten, die viele Offerten verschweigen: Plattform- oder Hostinggebühr, die Gebühren des Zahlungsanbieters pro Transaktion, App-Abonnemente, Wartung und Updates. Rechnen Sie für den Betrieb mit einem dreistelligen Frankenbetrag pro Monat, bevor Sie eine Stunde eigener Arbeitszeit einrechnen. Die Bänder für die Umsetzung stehen auf unserer Preisseite.
Für die meisten Schweizer KMU mit überschaubarem Sortiment und Standardabläufen ist ein Mietsystem wie Shopify die wirtschaftlich vernünftige Wahl: Hosting, Sicherheit, Zahlungsabwicklung und Updates sind enthalten, dafür zahlen Sie eine monatliche Gebühr plus Transaktionskosten. WooCommerce lohnt sich, wenn bereits eine gepflegte WordPress-Website besteht und der Shop ein Teil davon ist — die Verantwortung für Updates, Sicherheit und Ladezeit bleibt dann aber bei Ihnen oder bei Ihrer Agentur. Eine eigene Entwicklung ist erst dann richtig, wenn Ihre Geschäftslogik selbst das Produkt ist: Konfiguratoren, kundenspezifische Preislisten, enge Kopplung an eine bestehende Produktion. Entschieden wird das nicht anhand von Funktionslisten, sondern anhand der Frage, wie viele Ihrer Abläufe vom Standard abweichen.
Rein kostenseitig gerechnet: Ein eigener Shop mit laufenden Fixkosten von rund CHF 300 pro Monat ist gegenüber einem Marktplatz mit 12 Prozent Verkaufsprovision und einem Warenkorb von CHF 80 erst ab etwa 31 Bestellungen pro Monat im Vorteil. Rechnet man den einmaligen Aufbau mit ein — CHF 12'000 auf drei Jahre verteilt sind rund CHF 333 pro Monat —, verschiebt sich der Gleichstand auf ungefähr 66 Bestellungen. Wer dauerhaft deutlich darunter bleibt, fährt mit einem Marktplatz oder einer einfachen Bestellseite günstiger. Es gibt gute Gründe, sich trotzdem für den eigenen Shop zu entscheiden: Kundendaten, Preishoheit, Markenaufbau, Wiederkauf. Nur sollten das die Gründe sein und nicht die Annahme, ein eigener Shop sei billiger.
Kreditkarte, TWINT und Kauf auf Rechnung decken den Schweizer Markt weitgehend ab. TWINT ist dabei nicht optional: Die App hat in der Schweiz die Sechs-Millionen-Nutzer-Marke überschritten, und Erhebungen weisen aus, dass rund 84 Prozent der Schweizer Online-Shops sie anbieten. Der Kauf auf Rechnung ist der zweite Schweizer Sonderfall — er ist hier deutlich beliebter als in vielen Nachbarländern und wird üblicherweise über einen Dienstleister abgewickelt, der das Ausfallrisiko übernimmt und dafür eine höhere Gebühr verlangt. Für Verkäufe in die EU kommen PayPal und die dort üblichen Verfahren dazu. Jede zusätzliche Zahlungsart kostet Gebühr und Pflegeaufwand, deshalb wählen wir sie nach Warenkorbgrösse und Zielgruppe aus statt nach Vollständigkeit.
Bei einem Mietsystem, sauber vorbereiteten Produktdaten und einem klaren Sortiment sind sechs bis zehn Wochen realistisch. Der Bau ist dabei selten der Engpass. Verzögert wird fast immer an denselben drei Stellen: Produktfotos und Beschreibungstexte liegen nicht vollständig vor, die Versandregeln sind intern nicht entschieden, und die Verträge mit dem Zahlungsanbieter brauchen länger als geplant, weil eine Bonitäts- und Identitätsprüfung dazugehört. Eine individuelle Entwicklung mit Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem liegt deutlich darüber. Wir planen den Termin deshalb rückwärts ab dem Tag, an dem Ihre Produktdaten vollständig sind — nicht ab Vertragsunterschrift.
Nein. Anders als in der EU kennt das Schweizer Recht kein allgemeines gesetzliches Widerrufsrecht für Bestellungen im Fernabsatz. Ein 14-tägiges Widerrufsrecht gilt nur für Haustür- und Telefongeschäfte ab CHF 100 sowie in einzelnen Sonderbereichen. Wer als Schweizer Shop freiwillig Rückgaben zulässt, muss das in den AGB regeln — sonst gilt es nicht. Unabhängig davon bestehen die gesetzlichen Gewährleistungsrechte bei mangelhafter Ware. Sobald Sie sich gezielt an Kundschaft in der EU richten, gilt dort das EU-Recht mit seinem 14-Tage-Widerrufsrecht; ab dem 19. Juni 2026 verlangt die EU zusätzlich einen elektronischen Widerrufsbutton. Das ist keine Rechtsberatung — lassen Sie Ihre AGB prüfen, bevor der Shop live geht.
Der Normalsatz liegt bei 8.1 Prozent, der reduzierte Satz für Lebensmittel, Bücher und weitere Güter bei 2.6 Prozent. Konsumentinnen und Konsumenten müssen den tatsächlich zu bezahlenden Endpreis in Franken sehen, also inklusive Mehrwertsteuer — das ist in der Schweiz Pflicht und keine Gestaltungsfrage. Verkaufen Sie aus dem Ausland in die Schweiz, greift die Versandhandelsregelung: Ab CHF 100'000 Jahresumsatz aus Kleinsendungen gelten Ihre Lieferungen als Inlandlieferungen und Sie müssen sich in der Schweiz registrieren. Seit dem 1. Januar 2025 kommt die Plattformbesteuerung dazu — elektronische Plattformen gelten für die über sie abgewickelten Verkäufe steuerlich selbst als Verkäuferin. Für einen Shop mit gemischtem Sortiment heisst das praktisch: Der Steuersatz gehört an das Produkt und nicht an die Kasse.
Rechnet sich ein eigener Shop für Ihr Sortiment?
Schildern Sie uns Sortiment, Warenkorb und erwartete Bestellmenge. Wir rechnen die Schwelle mit Ihnen durch und sagen Ihnen offen, ob ein eigener Shop, ein Marktplatz oder eine einfache Bestellseite die wirtschaftlichere Antwort ist.
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