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Individualsoftware · Schweiz

CRM entwickeln lassen.

Massgeschneiderte CRM-Software für den Fall, dass Ihr Kundenprozess selbst der Wettbewerbsvorteil ist: Umfang sauber geschnitten, Daten migriert, Rollen und Rechte durchdacht, Hosting in der Schweiz.

Umfang durchrechnen

Ein CRM entwickeln zu lassen ist die richtige Entscheidung, wenn Ihr Kundenprozess selbst die Leistung ist und im Standard nachweislich nicht abbildbar bleibt — typischerweise bei eigenen Fachobjekten statt blossen Kontakten, bei mehreren Rollen mit unterschiedlichem Blick auf denselben Vorgang, bei Kundenzugängen ins System oder bei sehr vielen leichten Nutzern, für die Lizenzen pro Kopf unwirtschaftlich werden.

In allen anderen Fällen ist ein Standardprodukt schneller, günstiger und weniger riskant. Lesen Sie deshalb zuerst CRM kaufen oder selbst entwickeln: sieben Entscheidungskriterien, eine Fünf-Jahres-Rechnung und die Fälle, in denen wir aktiv abraten. Diese Seite hier setzt voraus, dass Sie diese Vorfrage bereits mit «entwickeln» beantwortet haben.

Sie beschreibt, was ein massgeschneidertes CRM mindestens enthalten muss, wie man den Umfang schneidet, wie die Datenmigration abläuft, wie Rollen und Rechte modelliert werden, was revDSG und Hosting in der Schweiz bedeuten und womit Sie im Betrieb rechnen müssen.

Was muss ein massgeschneidertes CRM mindestens enthalten?

Ein CRM, das im Alltag hält, braucht acht Bausteine — unabhängig von Branche und Umfang. Fehlt einer davon, entstehen genau die Nebenlisten und Tabellen, wegen derer Sie das System überhaupt bauen lassen.

  • Ein Datenmodell, das Ihre Sprache spricht. Nicht nur Kontakt und Firma, sondern Ihr Fachobjekt: Mandat, Police, Objekt, Dossier, Fahrzeug, Charge — mit eigenen Zuständen, Beziehungen und Pflichtfeldern.
  • Vorgänge mit Zuständen und Verantwortlichkeit. Jeder Vorgang hat einen aktuellen Zustand, eine zuständige Person und ein Datum, an dem etwas passieren muss. Ohne diese drei Angaben ist ein CRM ein Adressbuch.
  • Aktivitäten und lückenlose Historie. Wer hat wann was getan, mit Bezug zum Vorgang. Diese Historie ist der eigentliche Wert des Systems — sie überlebt Personalwechsel.
  • Rollen und Rechte. Wer sieht welche Datensätze, wer darf ändern, wer darf löschen, wer sieht Beträge.
  • Dokumente am Vorgang. Upload, Versionierung, klare Zuordnung. Dokumente in E-Mail-Postfächern sind der häufigste Grund, warum ein System nicht genutzt wird.
  • Suche und Listen. Volltextsuche und gespeicherte, filterbare Listen. Wer seine Arbeitsliste nicht in drei Klicks sieht, arbeitet daneben weiter.
  • Import, Export und Protokoll. Daten müssen jederzeit vollständig herauskommen, und Änderungen an sensiblen Feldern müssen nachvollziehbar sein.
  • Auswertungen, die eine Entscheidung stützen. Wenige, klar definierte Kennzahlen statt eines Diagramm-Teppichs. Was eine Kennzahl im Alltag wirklich taugt, entscheidet sich daran, ob jemand danach handelt.

Erst danach kommen die Punkte, über die im Verkaufsgespräch meistens zuerst geredet wird: E-Mail-Anbindung, Kalender, mobile Nutzung, Vorlagen, Automatisierungen, Serienbriefe. Sie sind nützlich, aber sie tragen kein System, dessen Grundlage nicht stimmt.

Wie schneidet man den Umfang eines CRM-Projekts richtig?

Schneiden Sie nach Prozess, nicht nach Funktion — ein vollständiger Ablauf für eine Nutzergruppe schlägt zehn halbfertige Funktionen für alle. Das ist die einzige Entscheidung im Projekt, die über Erfolg und Misserfolg mehr bestimmt als alles andere.

Praktisch heisst das: Wählen Sie den Prozess mit dem grössten täglichen Schmerz, meistens die Bearbeitung eines eingehenden Vorgangs von der Erfassung bis zum Abschluss. Bauen Sie diesen einen Weg vollständig, inklusive Rechten, Dokumenten und Historie, und bringen Sie ihn mit echten Daten in echten Betrieb. Alles andere — Auswertungen, Automatisierungen, zweite Nutzergruppe, Schnittstellen zu weiteren Systemen — kommt in eine sichtbare, priorisierte Liste für später.

Zwei Regeln bewähren sich dabei. Erstens: Was heute in einer Tabelle steht, gehört ins System; was heute niemand ausfüllt, gehört nicht ins System, nur weil es früher einmal im Formular stand. Zweitens: Jede Anforderung bekommt einen Satz dazu, welche Entscheidung sie ermöglicht. Anforderungen ohne Entscheidung dahinter sind fast immer Gewohnheiten.

Wenn die Ausgangslage noch offen ist, beginnen wir mit einem Prototyp zur Ideenvalidierung ab CHF 10'000: ein echtes Datenmodell, eine bedienbare Oberfläche und ein durchgespielter Prozess. Das kostet einen Bruchteil des Gesamtprojekts und beantwortet die teuerste Frage zuerst — ob die eigene Lösung im Alltag wirklich besser ist. Technisch fällt ein solches System in dieselbe Kategorie wie unsere komplexen Weblösungen; eine erste Grössenordnung für den Gesamtumfang liefert der Projekt-Rechner.

Wie läuft die Datenmigration aus dem bestehenden System ab?

Die Datenmigration läuft in vier Schritten ab — Export, Bereinigung, Testmigration, produktive Migration — und der Aufwand liegt fast vollständig im zweiten. Das ist die Erwartung, die Projekte am häufigsten verfehlen: Nicht das Einlesen ist schwierig, sondern der Zustand der Daten.

  • Export. Vollständiger Export aus dem Altsystem inklusive Aktivitäten, Anhängen und Historie. Prüfen Sie früh, ob das Altsystem das überhaupt hergibt — bei manchen Produkten ist der Export der teuerste Teil des Abschieds.
  • Bereinigung. Dubletten zusammenführen, Firmennamen vereinheitlichen, Adressen aus Notizfeldern herauslösen, verwaiste Kontakte zuordnen, Pflichtfelder nachziehen. Diese Arbeit kann Ihnen niemand vollständig abnehmen, weil nur Ihr Team weiss, welcher von zwei Datensätzen der richtige ist.
  • Testmigration. Vollständiger Durchlauf in eine Testumgebung, danach arbeitet Ihr Team dort ein bis zwei Wochen mit echten Daten. Jeder gefundene Fehler wird im Migrationsskript korrigiert, nicht von Hand in den Daten — sonst ist er beim nächsten Durchlauf wieder da.
  • Produktive Migration. Fester Stichtag, definiertes Zeitfenster, dokumentierter Rückweg. Das Altsystem bleibt danach für eine vereinbarte Zeit lesend verfügbar.

Nicht alles gehört mitgenommen. Vorgänge ohne Aktivität seit mehreren Jahren wandern in ein Archiv, nicht ins neue System. Das ist keine Sparmassnahme, sondern Datenschutz-Sorgfalt: Personendaten sind zu löschen oder zu anonymisieren, sobald der Zweck entfallen ist. Die Migration ist der günstigste Moment, diese Regel zum ersten Mal durchzusetzen.

Wie werden Rollen und Rechte in einem eigenen CRM modelliert?

Rollen und Rechte werden entlang der Zuständigkeit modelliert, nicht entlang des Organigramms. Die praktikable Grundfrage lautet für jeden Datensatz: Wer muss ihn sehen, um seine Arbeit zu tun — und wer nicht?

Ein tragfähiges Modell besteht aus vier Ebenen. Erstens der Rolle (Sachbearbeitung, Teamleitung, Buchhaltung, Geschäftsleitung, Kundenzugang), die grundsätzliche Rechte bündelt. Zweitens dem Geltungsbereich: eigene Datensätze, Team, alle. Drittens der Feldebene: Beträge, Margen, Personaldaten oder Notizen können ausgeblendet sein, obwohl der Datensatz selbst sichtbar ist. Viertens der Handlung: sehen, erfassen, ändern, exportieren, löschen — Export und Löschung gehören bewusst enger gefasst als der Rest.

Drei Empfehlungen aus der Praxis. Beginnen Sie eng und öffnen Sie nach Bedarf; der umgekehrte Weg wird nie gegangen. Protokollieren Sie Zugriffe auf besonders schützenswerte Daten, damit Sie eine Auskunftsanfrage beantworten können. Und behandeln Sie Kundenzugänge als eigene Rolle mit eigener Oberfläche, nicht als eingeschränkte Mitarbeitendenansicht — sonst ist die nächste Erweiterung der interne Sicherheitsvorfall.

Technisch ist das Standardarbeit: Authentifizierung mit Zwei-Faktor-Option, rollenbasierte Prüfung auf dem Server statt nur in der Oberfläche, und Prüfung bei jedem Datenzugriff statt nur beim Seitenaufruf. Der Aufwand steckt nicht in der Umsetzung, sondern darin, das Modell vorher zu entscheiden. Wir klären das im Konzept, zusammen mit dem Datenmodell — beides gehört in dieselbe Sitzung.

Was verlangt das revDSG, und wo sollten die Daten liegen?

Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt bei einem eigenen CRM vor allem drei Dinge: Sie müssen wissen, welche Personendaten Sie zu welchem Zweck bearbeiten, Sie müssen sie angemessen schützen, und Sie müssen betroffenen Personen fristgerecht Auskunft geben können. Ein Serverstandort allein erfüllt keine dieser Pflichten.

Bei einer Eigenentwicklung ist der Speicherort dafür frei wählbar — Hosting in einem Schweizer Rechenzentrum ist eine Konfigurationsentscheidung und kein Anbieterentscheid. Das ist der handfeste Vorteil gegenüber einem internationalen Standardprodukt, insbesondere wenn Ihre Kunden vertraglich Schweizer Datenhaltung verlangen oder Sie mit Gesundheits-, Personal- oder Finanzdaten arbeiten.

Was zusätzlich ins Konzept gehört, damit der Standort mehr ist als ein Verkaufsargument: ein Berechtigungskonzept mit dokumentierten Rollen; verschlüsselte Übertragung und verschlüsselte Backups; Protokollierung der Zugriffe auf besonders schützenswerte Daten; definierte Aufbewahrungs- und Löschfristen mit einem Mechanismus, der sie auch durchsetzt; ein Bearbeitungsverzeichnis; und ein geübter Ablauf für Auskunfts- und Löschbegehren. Wenn externe Dienste beteiligt sind — E-Mail-Versand, Dokumentenerkennung, Sprachmodelle —, gehört jeder davon mit Zweck und Speicherort ins Verzeichnis.

Besondere Vorsicht bei KI-Funktionen: Sobald Kundendaten an ein externes Sprachmodell gehen, verlassen sie Ihre Infrastruktur, auch wenn die Anwendung in der Schweiz läuft. Das ist lösbar, aber es ist eine bewusste Entscheidung mit vertraglicher Grundlage — wir gehen das in der KI-Beratung als eigenen Punkt durch, statt es im Projekt nebenbei zu klären. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung; für die verbindliche Beurteilung Ihrer Bearbeitungen ziehen Sie eine Fachperson bei.

Wie läuft ein CRM-Projekt bei uns ab?

In fünf Schritten, mit einem produktiv nutzbaren Ausschnitt möglichst früh statt einer grossen Übergabe am Ende.

  • 1. Scoping. Zwei bis drei Arbeitssitzungen: Prozesse aufnehmen, Datenmodell skizzieren, Rollen festlegen, Schnittstellen und Datenschutzanforderungen klären. Ergebnis ist ein schriftlicher Umfang mit Priorisierung — und die ehrliche Rückmeldung, falls ein Standardprodukt doch die bessere Antwort ist.
  • 2. Prototyp. Ein bedienbares Modell des Kernprozesses mit echtem Datenmodell, ab CHF 10'000. Ihr Team probiert es aus, bevor die teuren Teile entstehen. Erfahrungsgemäss ändert sich hier ein Drittel der Anforderungen — genau dafür ist dieser Schritt da.
  • 3. Erster produktiver Ausschnitt. Ein vollständiger Prozess inklusive Rechten, Dokumenten und Historie geht in den echten Betrieb, parallel zum Altsystem. Ab diesem Moment liefert das Projekt Nutzen statt Statusberichte.
  • 4. Migration und Ausbau. Datenmigration nach dem oben beschriebenen Vorgehen, danach Ausbau in Zwei-Wochen-Schritten entlang der priorisierten Liste, mit sichtbarem Zwischenstand nach jedem Schritt.
  • 5. Betrieb. Hosting, Backups, Monitoring, Sicherheitsupdates und ein vereinbartes Kontingent für Weiterentwicklung. Wir übergeben Repository, Dokumentation und Zugänge auf Ihren Namen — auch wenn Sie den Betrieb bei uns lassen.

Technisch arbeiten wir mit verbreiteten Werkzeugen statt mit einer Hausplattform: Next.js im Frontend, eine relationale Datenbank im Kern, serverseitige Rechteprüfung, automatisierte Tests für die kritischen Abläufe. Der Grund ist nicht Mode, sondern Übergabefähigkeit — Sie sollen den Partner wechseln können, ohne neu zu beginnen. Was wir tatsächlich umgesetzt haben, steht in den Referenzen.

Was kosten Betrieb und Weiterentwicklung nach dem Launch?

Ein eigenes CRM kostet dauerhaft Geld, auch in einem Jahr ohne neue Funktionen — und wer diesen Posten nicht budgetiert, hat kein günstigeres System, sondern ein alterndes. Das ist der Punkt, an dem Eigenentwicklungen scheitern, fast nie die Entwicklung selbst.

Laufend anfallen: Hosting und Backups; Monitoring und Störungsbehebung; Aktualisierung von Framework und Abhängigkeiten inklusive Sicherheitslücken, die unabhängig von Ihren Wünschen auftreten; Anpassungen, wenn ein angebundenes System seine Schnittstelle ändert; und die Weiterentwicklung für neue Anforderungen. Dazu kommt intern die Person, die Anforderungen priorisiert und Ergebnisse abnimmt — ohne sie versandet auch ein gutes System.

Als Planungsgrösse: Rechnen Sie pro Jahr mit einem spürbaren Anteil der ursprünglichen Erstellungskosten allein für Betrieb und Pflege, bevor eine einzige neue Funktion entstanden ist. Diese Zahl gehört in die Fünf-Jahres-Rechnung auf der Seite CRM kaufen oder selbst entwickeln, und zwar bevor Sie entscheiden, nicht nachdem Sie gebaut haben.

Der Ausgleich dafür ist real: Die Kosten steigen nicht mit jedem zusätzlichen Konto. Wenn hundert Personen gelegentlich einen Status setzen oder Kunden selbst im System arbeiten, ist genau das der wirtschaftliche Grund für die Eigenentwicklung — und der einzige, der über fünf Jahre zuverlässig trägt.

Wann ist eine CRM-Eigenentwicklung bei uns die falsche Wahl?

Wir sagen ab oder raten zum Standardprodukt, wenn einer dieser Punkte zutrifft — auch dann, wenn die Anfrage bereits konkret ist:

  • Es gibt noch kein CRM im Einsatz. Ohne mindestens ein Jahr Erfahrung mit einem Standardsystem fehlt die Grundlage für belastbare Anforderungen.
  • Der Prozess ist im Umbau. Software friert einen Ablauf ein. Wer noch sucht, sollte in einem konfigurierbaren Standardprodukt suchen und nicht in einer Codebasis.
  • Niemand ist intern verantwortlich. Ohne eine Person mit Entscheidungsbefugnis für Anforderungen und Abnahmen entsteht ein System, das niemandem gehört.
  • Es fehlt das Betriebsbudget. Wir bauen kein System, dessen Pflege ab dem zweiten Jahr nicht finanziert ist.
  • Sie brauchen belegbare CRM-Referenzen. Wir haben Web-Applikationen mit Login, Rollen, Dokumenten und Vorgangsprozessen gebaut — ein vollständiges CRM von Grund auf bisher nicht. Wenn Ihre Beschaffung mehrere vergleichbare Projekte verlangt, ist das ein sachliches Kriterium gegen uns, und wir sagen es Ihnen im Erstgespräch statt danach.
  • Der Zeitdruck ist hoch. Wenn in sechs Wochen Ordnung im Vertrieb herrschen muss, hält das nur ein Standardprodukt.

Was uns dagegen liegt: eng geschnittene Fachanwendungen neben einem bestehenden CRM, Kundenportale, Vorgangs- und Freigabeabläufe mit mehreren Rollen sowie Rechner und Konfiguratoren, die Anfragen strukturiert ins System bringen. Wenn Sie noch in der Klärungsphase sind, ist die Strategieberatung der bessere Einstieg als eine Offerte.

Was in den ersten Ausschnitt gehört und was in den Ausbau

Erster produktiver AusschnittAusbau danach
DatenmodellKernobjekt, Kontakte, Firmen, ZuständeNebenobjekte, Verknüpfungen, Historisierung
ProzessEin vollständiger Ablauf von Erfassung bis AbschlussWeitere Abläufe und Sonderfälle
RollenZwei bis drei interne RollenKundenzugang, feingranulare Feldrechte
DokumenteUpload und Zuordnung zum VorgangVersionierung, Vorlagen, automatische Erzeugung
AuswertungArbeitslisten und FilterKennzahlen-Dashboard, Export, Berichte
SchnittstellenHöchstens eine, wenn zwingendERP, Buchhaltung, Kalender, Telefonie
DatenAktive Vorgänge migriertArchiv, Altdaten, Bereinigungsläufe
ZielEchter Betrieb in wenigen WochenZwei-Wochen-Schritte entlang der Priorität

Häufige Fragen zur CRM-Entwicklung

Der Preis hängt fast vollständig vom Umfang ab, nicht von der Technologie. Ein Prototyp zur Ideenvalidierung — ein Datenmodell, eine Ansicht, ein durchgespielter Prozess — startet bei uns ab CHF 10'000 und beantwortet die Frage, ob die eigene Lösung trägt. Ein produktiv nutzbares System mit Migration, Rollen, Schnittstellen und Betrieb liegt deutlich darüber und wird nach Umfang offeriert. Wir nennen den Preis erst nach einem Scoping, weil eine Zahl ohne Umfang eine Fantasiezahl ist.

Bis zum ersten produktiv nutzbaren Ausschnitt planen wir wenige Wochen, nicht Monate. Der Grund ist methodisch: Wir schneiden zuerst einen einzigen vollständigen Prozess und bringen ihn in echten Betrieb, statt ein ganzes System zu bauen und am Ende zu testen. Danach wächst das System in Zwei-Wochen-Schritten mit sichtbaren Zwischenständen. Ein vollständiger Ersatz eines bestehenden Systems inklusive Migration und Schulung braucht je nach Datenlage und Anzahl Schnittstellen mehrere Monate.

In vier Schritten: Export, Bereinigung, Testmigration, produktive Migration. Der Aufwand steckt fast immer in der Bereinigung — Dubletten, uneinheitliche Firmennamen, Adressen in Notizfeldern, Kontakte ohne Zuordnung. Wir migrieren zuerst in eine Testumgebung und lassen Ihr Team dort mit echten Daten arbeiten, bevor etwas produktiv geht. Nicht alles gehört mitgenommen: Vorgänge ohne Aktivität seit Jahren wandern in ein Archiv, nicht ins neue System.

Ja, wenn Sie es so festlegen — bei einer Eigenentwicklung ist der Speicherort eine reine Konfigurationsentscheidung und kein Anbieterentscheid. Wir hosten auf Wunsch in einem Schweizer Rechenzentrum, mit dokumentierten Backups und getrennten Umgebungen für Test und Produktion. Zur Sorgfalt nach revDSG gehören zusätzlich ein Berechtigungskonzept, Protokollierung der Zugriffe, definierte Aufbewahrungs- und Löschfristen sowie ein Weg, Auskunftsbegehren fristgerecht zu beantworten. Diese Punkte gehören ins Konzept, nicht ins Nachhinein.

Der Code gehört Ihnen, und das gehört schriftlich in den Vertrag, bevor die erste Zeile entsteht. Praktisch entscheidend ist aber nicht die Eigentumsklausel, sondern die Übergabefähigkeit: eigenes Code-Repository auf Ihren Namen, dokumentierte Einrichtung, nachvollziehbares Datenmodell, automatisierte Tests für die kritischen Abläufe und Zugangsdaten in Ihrem Besitz. Wir setzen auf verbreitete Technologien statt auf eine Hausplattform, damit ein Wechsel eine Frage der Einarbeitung bleibt und keine Neuentwicklung erzwingt.

Ein eigenes CRM verursacht dauerhaft Kosten, auch wenn sich fachlich nichts ändert: Hosting und Backups, Monitoring, Sicherheits- und Abhängigkeits-Updates, Fehlerbehebung und die Weiterentwicklung für neue Anforderungen. Planen Sie dafür ein jährliches Budget ein, das einen spürbaren Anteil der ursprünglichen Erstellungskosten ausmacht. Wer diesen Posten weglässt, hat kein günstigeres System, sondern ein alterndes — und die Mitarbeitenden weichen nach zwei Jahren wieder auf Tabellen aus.

Ein vollständiges CRM von Grund auf: nein, und das schreiben wir hin, statt es zu umschreiben. Was wir gebaut haben, sind die Bausteine, aus denen ein CRM besteht — etwa für Steuererklärung Zürich eine Web-Applikation mit Login, Paketauswahl, Dokumenten-Upload und Terminbuchung, also Datenmodell, Rollen, Dateiverwaltung und ein durchgängiger Vorgangsprozess. Wenn Sie einen Anbieter mit mehreren belegbaren CRM-Projekten brauchen, ist das ein legitimes Auswahlkriterium und wir sagen es Ihnen im Erstgespräch.

Umfang klären, bevor Sie bauen lassen

Schildern Sie uns den Prozess, der im Standard nicht funktioniert. Wenn ein Standardprodukt reicht, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch.

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