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Total Cost of Ownership (TCO).

Total Cost of Ownership (TCO) sind die gesamten Kosten einer Lösung über ihre Lebensdauer: Anschaffung oder Entwicklung plus Betrieb, Lizenzen, Schulung, Anpassungen, Sicherheit, Migration und Ablösung. Der Anschaffungspreis ist dabei oft der kleinere Teil — die Entscheidung dreht sich meist an den laufenden Posten.

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Total Cost of Ownership (TCO) — ausführlich erklärt

Eine vollständige TCO-Rechnung führt vier Blöcke. Einführung: Auswahl, Lizenzen oder Entwicklung, Datenübernahme, Schulung, Parallelbetrieb. Betrieb: Abonnements, Hosting, Sicherung, Überwachung, Support. Weiterentwicklung: Anpassungen an neue Anforderungen, Schnittstellen, gesetzliche Änderungen, Aktualisierung von Abhängigkeiten. Ausstieg: Datenexport, Migration, Doppelbetrieb während der Umstellung, Nachlauf für Archiv und Aufbewahrungspflichten. Der vierte Block fehlt in fast jedem Vergleich, obwohl er häufig darüber entscheidet, ob eine Lösung nach Jahren überhaupt noch wechselbar ist. Wer ihn von Anfang an mitführt, verhandelt Verträge anders und prüft Exportmöglichkeiten früher.

Die grösste Fehlerquelle sind interne Stunden. Wer den Vergleich nur mit Rechnungen Dritter führt, macht die Eigenentwicklung systematisch zu billig und den Kauf zu teuer — oder umgekehrt, je nachdem, wo die Eigenleistung anfällt. Zu erfassen sind Zeiten für Auswahl, Test, Datenpflege, Schulung, interne Ansprechpersonen und Fehlerbehebung. Ebenfalls dazu gehören Ausfallrisiken und die Abhängigkeit von einzelnen Wissensträgern. Diese Posten lassen sich schätzen, aber nicht ignorieren; eine schriftlich festgehaltene Schätzung ist besser als eine stillschweigende Null.

Ein Beispiel für die Struktur einer solchen Rechnung: Ein Betrieb vergleicht über fünf Jahre eine Standardlösung mit einer Eigenentwicklung. Auf der Kaufseite werden Lizenzen für die tatsächliche Nutzerzahl, Einführung, Schulung und eine spätere Migration angesetzt. Auf der Bauseite die Entwicklung — bei uns beginnt ein Prototyp oder MVP zur Validierung ab CHF 10'000, ein produktives System liegt darüber — plus Hosting, Pflege, Sicherheitsaktualisierungen und Weiterentwicklung für jedes Jahr. Erst diese Gegenüberstellung mit gleicher Laufzeit und gleicher Nutzerzahl erlaubt eine Aussage.

Damit die Rechnung überzeugt, braucht sie drei Eigenschaften. Erstens gleiche Randbedingungen auf beiden Seiten: gleiche Laufzeit, gleiche Nutzerzahl, gleicher Funktionsumfang. Zweitens sichtbare Annahmen, damit man sie diskutieren kann statt das Ergebnis. Drittens eine Sensitivitätsbetrachtung: Was passiert bei doppelter Nutzerzahl, bei einer Preiserhöhung des Anbieters, bei einem Ausfall des Dienstleisters? Häufig kippt eine Entscheidung nicht am Mittelwert, sondern an einem dieser Szenarien — und genau dort liegt der eigentliche Wert der Rechnung.

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Häufige Fragen zu Total Cost of Ownership (TCO)

Üblich sind drei bis fünf Jahre, weil das der realistischen Nutzungsdauer betrieblicher Software entspricht. Kürzere Zeiträume bevorzugen systematisch die Lösung mit tiefen Anschaffungskosten, längere überschätzen die Planbarkeit. Wichtig ist vor allem, für beide verglichenen Optionen denselben Zeitraum und dieselben Mengengerüste anzusetzen.

Interne Arbeitszeit, Datenmigration bei Einführung und Ablösung, Schulung neuer Mitarbeitender über die Jahre, Sicherheitsaktualisierungen sowie der Parallelbetrieb während einer Umstellung. Bei Eigenentwicklungen fehlt zusätzlich fast immer die Weiterentwicklung: Ein System, das drei Jahre unverändert bleibt, gibt es in der Praxis nicht.

Nein, aber vergleichbar. TCO ersetzt keine Abwägung von Passgenauigkeit, Risiko und strategischer Bedeutung, sondern liefert die finanzielle Grundlage dafür. Liegen zwei Optionen nahe beieinander, entscheiden ohnehin andere Kriterien: Ausstiegsmöglichkeiten, Abhängigkeit vom Anbieter und die Frage, welche Variante der Betrieb tatsächlich betreiben kann.

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