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Content-Audit.

Ein Content-Audit ist die systematische Bestandsaufnahme aller Inhalte einer Website mit dem Ziel, für jede Seite zu entscheiden: behalten, aktualisieren, zusammenlegen oder entfernen. Grundlage sind Daten zu Sichtbarkeit, Besuchen, Conversions und inhaltlicher Qualität.

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Content-Audit — ausführlich erklärt

Websites wachsen über Jahre: Blogartikel, die niemand mehr liest, Leistungsseiten für Angebote, die es nicht mehr gibt, Aktionen von 2021, doppelte Seiten aus verschiedenen Kampagnen. Ein Content-Audit räumt auf. Jede indexierbare Seite wird mit ihren Daten erfasst und bekommt eine Entscheidung.

Die wichtigsten Datenquellen sind die Google Search Console (Impressionen, Klicks, Suchanfragen), die Webanalyse (Besuche, Verweildauer, Conversions) und ein Crawl (Wortzahl, Titel, interne Links, Statuscodes). Dazu kommt die inhaltliche Bewertung: Ist die Seite noch korrekt? Beantwortet sie die Frage besser als die Konkurrenz? Passt sie zum heutigen Angebot?

Ein Beispiel: Ein Treuhandbüro hat 120 Blogartikel. Der Audit zeigt: 15 bringen regelmässig Besuche und Anfragen, 30 behandeln Steuerthemen mit veralteten Zahlen, 40 sind kurze Meldungen ohne Suchnutzen, 35 überschneiden sich in fünf Themen. Ergebnis: 15 bleiben, 30 werden aktualisiert, 40 werden entfernt oder auf noindex gesetzt, 35 werden zu fünf starken Ratgebern zusammengelegt und weitergeleitet. Aus 120 Seiten werden 50, und jede davon hat eine Aufgabe.

Ablauf eines Content-Audits

Erstens: Inventar aller indexierbaren URLs aus Sitemap und Crawl erstellen. Zweitens: Daten der letzten zwölf Monate anhängen, damit saisonale Seiten nicht falsch beurteilt werden. Drittens: jede Seite einem Thema und einer Suchabsicht zuordnen (Keyword-Mapping); Überschneidungen werden so sichtbar. Viertens: Entscheidung pro Seite treffen und begründen. Fünftens: Weiterleitungen sauber einrichten und interne Links anpassen.

Wichtig ist, nicht nur nach Besucherzahlen zu entscheiden. Eine Seite mit wenigen Besuchen kann für Anfragen entscheidend sein, etwa eine Seite zu einer seltenen, aber gut bezahlten Leistung.

Content-Audit und KI-Sichtbarkeit

Veraltete Inhalte sind in der KI-Suche ein besonderes Risiko: Sprachmodelle zitieren alte Preise, frühere Angebote oder überholte Rechtslagen, wenn diese noch auf der Website stehen. Ein Content-Audit verringert dieses Risiko und schafft klare, aktuelle Quellen. Mehr dazu unter Thin Content und Evergreen Content.

Content-Audits führen wir als Teil der SEO-Analyse oder vor einem Relaunch durch; siehe Website-Redesign. Auf unserer eigenen Website haben wir rund 110 Magazinartikel in einem Durchgang aktualisiert und Tool-Preise nur noch mit geprüfter Quelle und Stand-Datum belassen.

Weiterführende Seite

SEO-Analyse

Häufige Fragen zu Content-Audit

Eine systematische Prüfung aller Inhalte einer Website, bei der für jede Seite entschieden wird, ob sie bleibt, aktualisiert, mit einer anderen zusammengelegt oder entfernt wird. Grundlage sind Daten zu Sichtbarkeit, Nutzung und inhaltlicher Qualität.

Bei aktiven Websites mit vielen Inhalten einmal im Jahr, sonst vor einem Relaunch oder nach einem deutlichen Sichtbarkeitsverlust. Einzelne wichtige Seiten sollten unabhängig davon regelmässig auf Aktualität geprüft werden.

Ja, wenn sie keinen Nutzen mehr haben. Hat ein Artikel Backlinks oder Besuche, ist eine Weiterleitung auf einen passenden aktuellen Inhalt besser als ein Löschen ohne Ziel. Artikel mit Potenzial werden besser aktualisiert als gelöscht.

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