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Thin Content.

Thin Content sind Seiten mit wenig eigenständigem Nutzen: kaum Inhalt, kopierte oder automatisch erzeugte Texte, Seiten, die sich nur durch einen ausgetauschten Orts- oder Produktnamen unterscheiden, oder Affiliate-Seiten ohne eigene Bewertung. Google wertet solche Seiten ab und kann damit die Wahrnehmung der ganzen Website schwächen.

Illustration zu «Thin Content»: Vergleich: Dünne Seite gegen Hilfreiche Seite Dünne Seite80 WörterKein BeispielOrtsname getauschtkein MehrwertHilfreiche SeiteKonkrete PreiseEigene FotosAntworten auf FragenranktGewinnervs

Thin Content — ausführlich erklärt

Der Begriff beschreibt nicht in erster Linie kurze Seiten, sondern Seiten ohne eigenen Mehrwert. Eine Öffnungszeiten-Seite mit drei Zeilen ist nicht dünn, wenn sie genau das liefert, was gesucht wird. Dünn ist dagegen eine Seite «Webdesign Bülach», die bis auf den Ortsnamen identisch ist mit «Webdesign Kloten» und «Webdesign Opfikon». Google nennt solche Seiten Doorway Pages und behandelt sie in den Spam-Richtlinien.

Weitere typische Formen: automatisch erzeugte Texte ohne Prüfung, in grosser Menge veröffentlicht (von Google seit 2024 als «Missbrauch skalierter Inhalte» bezeichnet), kopierte Herstellerbeschreibungen in Shops, Tag- und Archivseiten ohne eigenen Text, Affiliate-Seiten, die nur Produktdaten anderer wiedergeben. Googles Systeme zur Bewertung hilfreicher Inhalte sind seit 2024 Teil der Core-Updates und betrachten auch die Website als Ganzes.

Ein Beispiel: Ein Reinigungsunternehmen hat 40 Ortsseiten mit identischem Text. Nach einem Core Update verliert nicht nur der Ortsseitenbereich, sondern auch die Hauptseite an Sichtbarkeit. Die Lösung ist, die Ortsseiten auf jene Orte zu reduzieren, für die es echte, eigenständige Inhalte gibt (Einsätze, Anfahrt, Besonderheiten), und den Rest auf einer Übersichtsseite zusammenzufassen.

Thin Content finden

Hinweise liefern die Google Search Console (viele Seiten «Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert»), ein Crawl mit Wortzahl und Ähnlichkeitsprüfung sowie ein Blick auf Seiten ohne Impressionen über mehrere Monate. Auf unserer eigenen Website verhindert ein automatischer Duplikat-Check vor jedem Release, dass Seiten entstehen, die sich nur durch Eigennamen unterscheiden.

Hilfreich ist die Frage, ob eine Seite auch ohne Suchmaschinen eine Daseinsberechtigung hätte. Würde man sie einem Kunden direkt schicken? Wenn nicht, ist sie ein Kandidat für einen Content-Audit.

Ausbauen, zusammenlegen oder entfernen

Für jede dünne Seite gibt es drei Optionen: ausbauen, wenn es echte Nachfrage und eigenständigen Stoff gibt; mit einer stärkeren Seite zusammenlegen und per 301-Weiterleitung umleiten, wenn das Thema bereits behandelt wird; entfernen oder auf noindex setzen, wenn die Seite keinen Suchnutzen hat. Mehr Seiten sind nicht automatisch mehr Sichtbarkeit.

Bei Orts- und Branchenseiten gilt für uns ein strenger Massstab, wie er auf Local SEO Agentur beschrieben ist: eigene Seiten nur dort, wo eigenständige Inhalte und belegte Nachfrage zusammenkommen. Die Bereinigung bestehender Websites ist Teil der SEO-Analyse.

Weiterführende Seite

SEO-Analyse

Häufige Fragen zu Thin Content

Seiten mit wenig eigenständigem Nutzen für Besucher, etwa kopierte, automatisch erzeugte oder fast identische Texte, Ortsseiten mit ausgetauschtem Namen oder Affiliate-Seiten ohne eigene Einschätzung. Es geht um fehlenden Mehrwert, nicht um eine bestimmte Wortzahl.

Es gibt keine Mindestzahl. Eine Seite braucht so viel Text, wie nötig ist, um die Frage dahinter vollständig zu beantworten. Eine kurze, präzise Seite kann besser ranken als ein langer Text ohne Substanz.

Es kann. Google bewertet Qualität auch auf Ebene der Website. Ein grosser Anteil dünner Seiten kann die Wahrnehmung der gesamten Domain schwächen, besonders nach Core-Updates. Deshalb lohnt es sich, dünne Seiten zusammenzulegen oder zu entfernen.

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