Skip to main content

Kontakt

Was interessiert Sie?

Zurück zum Glossar (S)
Glossar · S

SPF, DKIM und DMARC.

SPF, DKIM und DMARC sind drei Einträge im DNS einer Domain, mit denen empfangende Mailserver prüfen, ob eine E-Mail wirklich vom angegebenen Absender stammt. Sie schützen vor gefälschten Absendern (Spoofing) und entscheiden mit darüber, ob Mails im Posteingang oder im Spam landen.

Illustration zu «SPF, DKIM und DMARC»: E-Mail mit bestandenen Prüfungen SPF, DKIM und DMARC Offerte von info@ihre-firma.chAbsender-Prüfung beim EmpfängerSPFServer darf sendenPASSDKIMSignatur gültigPASSDMARCRichtlinie: rejectPASS

SPF, DKIM und DMARC — ausführlich erklärt

E-Mail wurde ohne eingebaute Absenderprüfung erfunden. Jeder Server kann eine Mail mit beliebigem Absender verschicken — auch mit info@ihre-firma.ch. Die drei Verfahren schliessen diese Lücke. SPF (Sender Policy Framework) ist eine Liste der Server, die für eine Domain Mails versenden dürfen. DKIM (DomainKeys Identified Mail) versieht jede Mail mit einer digitalen Signatur, die der Empfänger mit einem öffentlichen Schlüssel im DNS überprüft. DMARC legt fest, was mit Mails passieren soll, die beide Prüfungen nicht bestehen, und sorgt für Berichte darüber.

Für KMU wird das Thema meist sichtbar, wenn Mails nicht ankommen. Typische Fälle: Das Kontaktformular der Website verschickt Bestätigungen über einen Dienst, der nicht im SPF-Eintrag steht. Der Newsletter-Anbieter signiert nicht mit der eigenen Domain. Nach einem Wechsel des Mailanbieters wurde der alte SPF-Eintrag nicht angepasst. Die Folge sind Mails im Spam oder Rückläufer, die niemand bemerkt.

Grosse Postfachanbieter haben die Regeln verschärft: Google und Yahoo verlangen seit 2024 von Absendern grosser Mailmengen gültige SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge. Auch wer wenig versendet, profitiert davon, weil korrekt authentifizierte Mails zuverlässiger zugestellt werden. Dazu kommt der Schutz der eigenen Marke: Mit einer strengen DMARC-Richtlinie lehnen Empfänger gefälschte Mails im Namen der Firma ab, etwa gefälschte Rechnungen an Kunden.

Die Einführung erfolgt schrittweise. Zuerst werden SPF und DKIM für alle legitimen Versender eingerichtet — Mailanbieter, Website, Newsletter, CRM, Buchhaltung. Dann startet DMARC im Beobachtungsmodus (p=none) und liefert Berichte, welche Server im Namen der Domain senden. Erst wenn alle legitimen Quellen sauber authentifiziert sind, wird die Richtlinie auf quarantine oder reject verschärft. Wer die Wartung einer Website auslagert, sollte klären, wer die DNS-Einträge für SPF, DKIM und DMARC pflegt; bei bestehenden Domains ist das ein Prüfpunkt für ein Website-Audit.

Beispiel: Anfragebestätigungen im Spam

Ein Architekturbüro stellt fest, dass Kunden die automatische Bestätigung des Kontaktformulars nie erhalten. Die Website versendet über einen Transaktionsmail-Dienst, der im SPF-Eintrag fehlt und nicht mit der Firmendomain signiert. Nach dem Ergänzen von SPF, dem Einrichten von DKIM für den Dienst und einem DMARC-Eintrag im Beobachtungsmodus kommen die Bestätigungen im Posteingang an. Die DMARC-Berichte zeigen zudem einen alten Newsletter-Dienst, der noch im Namen der Domain sendet.

Bei einer neuen Website richten wir den Mailversand von Formularen mit korrekter Authentifizierung ein. Die technischen Grundlagen dazu stehen im Eintrag DNS.

Weiterführende Seite

DNS (Domain Name System)

Häufige Fragen zu SPF, DKIM und DMARC

Ja. Die Einträge sind mit wenig Aufwand eingerichtet, verbessern die Zustellbarkeit und schützen die Domain vor gefälschten Absendern. Gerade kleine Firmen werden für gefälschte Rechnungsmails missbraucht, weil sie selten geschützt sind.

Das sind die DMARC-Richtlinien. Mit none werden Mails nur beobachtet und gemeldet, mit quarantine landen nicht bestandene Mails im Spam, mit reject werden sie abgelehnt. Man beginnt mit none und verschärft schrittweise.

Häufig, weil der Dienst, über den die Website Mails verschickt, nicht im SPF-Eintrag steht oder nicht mit der eigenen Domain per DKIM signiert. Eine Prüfung der DNS-Einträge zeigt das schnell.

Bereit für Ihr Projekt?

Wenden Sie dieses Wissen auf Ihre Website an — DLM Digital hilft Ihnen dabei.