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DNS (Domain Name System).
Das DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt einen Domainnamen wie beispiel.ch in die IP-Adresse des Servers, auf dem die Website liegt, und legt fest, welcher Server die E-Mails einer Domain empfängt.
DNS (Domain Name System) — ausführlich erklärt
Computer finden sich im Internet über IP-Adressen, Menschen über Namen. Das DNS verbindet beides. Tippt jemand eine Adresse in den Browser, fragt das Gerät einen DNS-Resolver, meist beim Internetanbieter oder bei Diensten wie Cloudflare oder Google. Der Resolver fragt sich durch die Hierarchie: von den Root-Servern über die Server der Top-Level-Domain (bei .ch die Registry SWITCH) bis zu den Nameservern, die für die konkrete Domain zuständig sind. Dort stehen die Einträge, die sagen, wohin die Anfrage gehen soll.
Für eine normale KMU-Website sind wenige Eintragstypen wichtig. Der A-Eintrag zeigt auf eine IPv4-Adresse, der AAAA-Eintrag auf eine IPv6-Adresse. Ein CNAME-Eintrag verweist einen Namen auf einen anderen, etwa www.beispiel.ch auf den Hosting-Anbieter. MX-Einträge bestimmen den Mailserver. TXT-Einträge enthalten Text, der für Prüfungen genutzt wird — etwa für SPF, DKIM und DMARC oder für die Bestätigung der Domain in der Google Search Console.
Jeder Eintrag trägt eine TTL (Time to Live), die festlegt, wie lange Resolver die Antwort zwischenspeichern dürfen. Eine TTL von 3600 Sekunden bedeutet: Nach einer Änderung kann es bis zu einer Stunde dauern, bis alle Besucher die neue Adresse sehen. Vor einem geplanten Umzug senkt man die TTL deshalb einige Tage vorher auf wenige Minuten — dann geht die Umstellung später fast sofort durch.
Viele Probleme rund um Websites und E-Mail sind DNS-Probleme: eine Website, die nach dem Relaunch nur mit www erreichbar ist, Mails, die nach einem Hosting-Wechsel nicht mehr ankommen, oder Newsletter, die im Spam landen. Fast immer liegt die Ursache in einem fehlenden, doppelten oder falschen Eintrag. Wer den Zugang zur DNS-Verwaltung hat, kontrolliert damit praktisch die gesamte Online-Präsenz — deshalb gehört er ins Unternehmen, nicht nur zur Agentur.
DNS beim Website-Umzug: der sichere Ablauf
Erstens: Alle bestehenden Einträge exportieren oder abfotografieren, besonders MX und TXT. Zweitens: Die TTL einige Tage vorher auf 300 Sekunden senken. Drittens: Die neue Website vollständig auf dem neuen Server testen, bevor DNS umgestellt wird. Viertens: Nur die Einträge für die Website ändern (A, AAAA, CNAME), E-Mail-Einträge unverändert lassen, sofern das Mailhosting nicht mitwechselt. Fünftens: Nach der Umstellung Website, E-Mail-Empfang und Formulare prüfen und die TTL wieder erhöhen.
Beispiel: Website neu, E-Mails weg
Ein Treuhandbüro lässt eine neue Website bauen. Am Tag der Umstellung werden die Nameserver zum neuen Hosting-Anbieter verschoben. Die Website läuft, aber seit dem Mittag kommen keine E-Mails mehr an: Beim neuen Anbieter fehlen die MX-Einträge für das bestehende Microsoft-365-Postfach. Mit vorher dokumentierten Einträgen wäre das ein Fünf-Minuten-Fix gewesen.
Bei einer neuen Website übernehmen wir die Umstellung mit genau dieser Checkliste. Wie man eine .ch-Domain kauft und sauber verwaltet, steht im Eintrag Domain.
Weiterführende Seite
DomainIm Blog vertieft
Domain kaufen in der Schweiz: .ch richtig sichernHäufige Fragen zu DNS (Domain Name System)
Das hängt von der TTL des alten Eintrags ab. Bei einer TTL von einer Stunde sind die meisten Besucher nach einer Stunde umgestellt, einzelne Resolver halten Einträge länger. Die oft genannten «bis zu 48 Stunden» betreffen vor allem den Wechsel der Nameserver selbst.
Die Nameserver bestimmen, wo die DNS-Einträge einer Domain verwaltet werden. Die DNS-Einträge selbst (A, CNAME, MX, TXT) legen fest, wohin Website- und Mail-Anfragen gehen. Wer die Nameserver wechselt, muss alle Einträge beim neuen Anbieter neu anlegen.
Leicht. Die DNS-Abfrage ist der erste Schritt jedes Seitenaufrufs. Schnelle, weltweit verteilte Nameserver sparen einige Millisekunden, der grosse Hebel für die Ladezeit liegt aber bei Server, Caching und Seitengrösse.
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