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Customer Journey.

Die Customer Journey ist der gesamte Weg, den ein Kunde vom ersten Kontakt mit einem Problem bis zum Kauf und darüber hinaus zurücklegt — mit allen Berührungspunkten (Touchpoints) wie Suche, Website, Bewertungen, Gespräche und Nachbetreuung.

Illustration zu «Customer Journey»: Ablauf in 5 Schritten: Problem → Google → Website → Anruf → Auftrag ProblemBoiler kaputt01Google02WebsitePreise, Bewertung…03Anruf04Auftrag05

Customer Journey — ausführlich erklärt

Kaum ein Kunde entscheidet beim ersten Kontakt. Zwischen dem Moment, in dem ein Bedürfnis entsteht, und dem Kauf liegen mehrere Schritte: Man bemerkt das Problem, sucht nach Lösungen, vergleicht Anbieter, liest Bewertungen, fragt im Bekanntenkreis, stellt eine Anfrage, entscheidet. Die Customer Journey beschreibt diese Reise und alle Stellen, an denen ein Unternehmen sichtbar ist oder sein könnte. Nach dem Kauf geht sie weiter: Nutzung, Service, Wiederkauf, Empfehlung.

Gängige Modelle teilen die Reise in Phasen, etwa Aufmerksamkeit, Interesse, Abwägung, Kauf und Bindung. Jede Phase braucht andere Inhalte. In der frühen Phase helfen Ratgeber und Glossare, die eine Frage beantworten. In der Abwägung zählen Referenzen, Preise und Vergleiche. Kurz vor der Entscheidung zählen eine einfache Kontaktmöglichkeit und schnelle Antworten. Der Marketing-Funnel ist eine vereinfachte, trichterförmige Sicht auf dieselbe Idee.

Ein neuer Berührungspunkt verändert die Reise derzeit stark: KI-Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google. Viele Menschen stellen ihre Frage heute einem Assistenten und erhalten eine Zusammenfassung mit wenigen Empfehlungen. Wer dort nicht erwähnt wird, fällt aus der Abwägungsphase heraus, bevor der Kunde überhaupt eine Website besucht. Das ist der Kern von GEO.

Messbar ist nur ein Teil der Reise. Webanalyse und Werbekonten erfassen Klicks und Besuche, aber kaum das Gespräch am Familientisch, die Empfehlung eines Nachbarn oder den Blick auf das Firmenfahrzeug. Eine Customer-Journey-Analyse kombiniert deshalb Daten mit Gesprächen: Wer Neukunden fragt, wie sie auf das Unternehmen gestossen sind, erfährt oft mehr als aus jedem Bericht.

Beispiel: die Reise zu einer neuen Küche

Angenommen, ein Paar in Uster plant eine neue Küche. Die Reise beginnt mit Bildern auf Instagram und Pinterest, geht weiter mit der Google-Suche «Küche planen Kosten», einem Besuch auf zwei Herstellerseiten und einer Frage an ChatGPT nach Küchenstudios in der Region. Danach folgen das Lesen von Google-Bewertungen, eine Anfrage über ein Formular und ein Termin in der Ausstellung. Erst nach dem zweiten Gespräch fällt die Entscheidung.

Für das Küchenstudio bedeutet das: Ein Online-Konfigurator kann die frühe Phase bedienen, eine Ortsseite mit Bewertungen die Abwägung, ein schnelles Anfrageformular die Entscheidung. Wie solche Werkzeuge aussehen, zeigt Konfigurator; welche Berührungspunkte zuerst verbessert werden sollten, klären wir in der Digital-Marketing-Beratung.

Weiterführende Seite

Marketing-Funnel

Häufige Fragen zu Customer Journey

Ein Touchpoint ist jeder Berührungspunkt zwischen Kunde und Unternehmen: eine Anzeige, ein Suchergebnis, die Website, eine Bewertung, ein Telefonat, eine Rechnung. Touchpoints können online oder offline sein und vom Unternehmen direkt oder nur indirekt beeinflusst werden.

Das hängt stark vom Angebot ab. Bei einem Notfall-Handwerker dauert sie Minuten, bei einer Küche oder einer Unternehmenssoftware Wochen bis Monate. Je höher Preis und Risiko, desto länger und verzweigter ist die Reise.

Mit einer Kombination aus Daten und Gesprächen: Webanalyse und Werbekonten zeigen die digitalen Schritte, ein kurzes Gespräch oder eine Frage im Anfrageformular («Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?») zeigt den Rest. Aus beidem entsteht eine Liste der wichtigsten Berührungspunkte.

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