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Webdesign · Architektur & Planung · Schweiz

Webdesign für Architekten.

Ein Architektur-Auftritt ist ein Bildportfolio — und genau daran scheitert er meistens. Diese Seite beschreibt, wie volle Bildqualität und kurze Ladezeit zusammengehen, wie Wettbewerbe, Referenzen und Team sinnvoll getrennt werden und wem die Rechte an Fotos und Visualisierungen gehören.

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Eine Website für ein Architekturbüro steht und fällt mit ihren Bildern — und daraus entsteht ein Zielkonflikt, den kaum ein anderes Gewerbe in dieser Schärfe hat. Die Bildqualität ist das Verkaufsargument, und gleichzeitig ist sie der Grund, weshalb die Seite langsam lädt. Wer den Konflikt nicht technisch löst, löst ihn unbewusst zulasten einer Seite: entweder gibt es weichgerechnete Bilder, die die Arbeit schlechter aussehen lassen als sie ist, oder eine Seite, die auf dem Telefon so lange braucht, dass niemand das zweite Projekt ansieht.

Lösbar ist das, aber nicht durch Gestaltung. Es ist eine Frage der Bildverarbeitung und der Ladereihenfolge — welches Format ausgeliefert wird, in welcher Breite, in welcher Reihenfolge und was überhaupt erst beim Scrollen kommt. Der grösste Teil dieser Seite handelt deshalb von genau dieser Mechanik. Danach folgen die zwei Themen, die im Projektalltag am meisten Zeit kosten: die Struktur des Portfolios und die Rechte an den Bildern.

Warum scheitern Architektur-Websites ausgerechnet an ihren Bildern?

Weil das Material aus einem Arbeitsablauf stammt, der für Druck und Präsentation gedacht ist, nicht für den Browser. Renderings werden in Auflösungen erzeugt, die für ein Plakat taugen. Fotografinnen und Fotografen liefern Dateien, die für ein Printmagazin bemessen sind. Beides wandert dann unverändert in ein Portfolio-Theme, das die Bilder zwar auf Bildschirmgrösse anzeigt, aber die Originaldateien überträgt. Der Browser skaliert herunter — herunterskaliert wird jedoch erst, nachdem alles heruntergeladen ist.

Dazu kommt die Bauweise vieler Portfolio-Vorlagen: eine bildschirmfüllende Startanimation, ein Slider mit acht Projekten, die alle sofort geladen werden, und eine Galerie, die sämtliche Aufnahmen bereits im Quelltext hält. Auf einer schnellen Büroleitung fällt das nicht auf. Auf dem Telefon eines Bauherrn im Zug fällt es sofort auf.

Messbar wird der Effekt an drei Grössen: an der Zeit bis zum grössten sichtbaren Element (LCP), an den Layoutsprüngen während des Ladens und an der Reaktionszeit auf Eingaben. Zusammen bilden sie die Core Web Vitals, die Google als Teil der Seitenqualität auswertet. Bei Architekturbüros ist fast immer der erste Wert das Problem — und fast immer ist ein einziges Bild dafür verantwortlich.

Was unnötiges Gewicht kostet: eine Messung an der eigenen Website

Das Prinzip lässt sich am eigenen Auftritt zeigen, ohne dass Bilder im Spiel sind. Am 19.08.2026 haben wir eine Einstellung entfernt, die das komplette Stylesheet zweimal pro Dokument ausgeliefert hat. Es handelt sich um eine eigene Messung an dlm-digital.ch, nicht um eine Studie und nicht um einen Branchenwert; gemessen wurden die Rohbytes des ausgelieferten HTML bei einem sauberen Build.

SeitevorhernachherTextanteil
/seo-agentur-zuerich517.1 KB159.1 KB2.45 % → 9.53 %
/geo-agentur-zuerich510.7 KB150.2 KB2.43 % → 9.99 %
/webdesign-zuerich518.5 KB145.1 KB2.24 % → 8.01 %
/ (Startseite)558.8 KB195.9 KB1.37 % → 3.96 %

Eigene Messung vom 19.08.2026. Die Nachher-Werte sind eine Momentaufnahme: Bei einer Kontrollmessung am 22.08.2026 lag /seo-agentur-zuerich bei 176.0 KB, weil seither Inhalt dazugekommen ist. Der belastbare Kern ist nicht die exakte Nachher-Zahl, sondern der Sprung des Textanteils von 2.45 auf rund 9 Prozent.

Der Punkt für ein Architekturbüro: Hier ging es um Stylesheets, also um wenige hundert Kilobyte. Bei Bildern liegen die Grössenordnungen um ein Vielfaches höher — ein einzelnes unoptimiertes Rendering kann schwerer wiegen als das gesamte HTML aller vier Seiten oben zusammen. Dieselbe Disziplin, angewandt auf Bilder, ist entsprechend wirksamer. Und sie ist nachprüfbar: Der Messweg steht in unserer Belegdatei, und wir wenden ihn auf Kundenprojekte genauso an wie auf den eigenen Auftritt.

Wie bringt man volle Bildqualität und kurze Ladezeit zusammen?

Über eine Bildpipeline in sieben Schritten, die zwischen dem Archiv des Büros und dem Browser des Besuchers liegt. Keiner der Schritte greift in die Gestaltung ein; zusammen entscheiden sie darüber, ob ein Portfolio auf dem Mobilfunknetz benutzbar ist. Ausgangspunkt sind immer die Originaldateien — die Pipeline erzeugt daraus, was der jeweilige Browser tatsächlich braucht.

  1. 01

    Ausgangsdatei in voller Grösse behalten

    Was Fotograf oder Renderstudio liefert, wird archiviert und nie überschrieben. Alle Web-Varianten werden daraus abgeleitet — sonst ist beim nächsten Relaunch die Qualität weg.

  2. 02

    Moderne Formate ausliefern

    AVIF und WebP erreichen bei gleicher wahrgenommener Qualität deutlich kleinere Dateien als JPEG. Ausgeliefert wird das beste Format, das der jeweilige Browser meldet, mit JPEG als Rückfallebene.

  3. 03

    Mehrere Breiten erzeugen

    Pro Bild entstehen Varianten für Telefon, Tablet und grosse Bildschirme. Über srcset und sizes wählt der Browser die Datei, die zur tatsächlichen Anzeigebreite und Pixeldichte passt.

  4. 04

    Das Titelbild bevorzugt laden

    Das grosse Bild oben auf der Projektseite ist meist das LCP-Element. Es wird mit hoher Priorität angefordert und niemals verzögert geladen — der häufigste Fehler in Portfolio-Themes.

  5. 05

    Alles darunter verzögert laden

    Bilder ausserhalb des sichtbaren Bereichs werden erst beim Heranscrollen geholt. Eine Projektseite mit dreissig Aufnahmen überträgt beim Aufruf dann nur das, was zu sehen ist.

  6. 06

    Platz vorab reservieren

    Jedes Bild bekommt Breite und Höhe mitgegeben, damit das Layout beim Nachladen nicht springt. Das ist der direkte Hebel gegen Layoutverschiebungen während des Ladens.

  7. 07

    Ein Bildbudget je Seitentyp führen

    Für Startseite, Projektübersicht und Projektdetail wird festgelegt, wie viel beim ersten Aufruf übertragen werden darf. Was das Budget sprengt, wird nachgeladen oder fliegt raus — messbar statt nach Gefühl.

Zwei Punkte werden dabei am häufigsten falsch gemacht. Erstens wird das Titelbild verzögert geladen, weil die Vorlage pauschal alle Bilder so behandelt — damit wartet der Besucher auf genau das Bild, das den ersten Eindruck macht. Zweitens fehlen die Grössenangaben, worauf das Layout beim Nachladen springt und der Text unter dem Bild wegrutscht. Beides sind Zeilen im Quelltext, keine Budgetfragen. Hintergrund zu den Formaten steht im Glossareintrag zu WebP.

Wie trennt man Wettbewerbe, Referenzen und Team sinnvoll?

Über eine Projektdatenbank mit klaren Statusfeldern statt über getrennte Seitenbäume. Ein Architekturbüro pflegt in der Praxis drei unterschiedliche Bestände: realisierte Bauten, Wettbewerbsbeiträge und laufende Projekte. Sie unterscheiden sich nicht in der Darstellung, sondern im Bildmaterial und in der Freigabe — realisierte Bauten haben Fotos, Wettbewerbe haben Visualisierungen und Pläne, laufende Projekte haben oft beides nicht öffentlich.

Deshalb ist ein Projekt bei uns ein Datensatz mit Feldern: Nutzung (Wohnen, Bildung, Gewerbe, öffentlich), Phase (Wettbewerb, Studie, Ausführung, realisiert), Jahr, Ort, Rolle des Büros, Bauherrschaft (falls freigegeben) und Bildnachweis je Bild. Aus diesen Feldern entstehen die Filter der Projektübersicht, die Verwandt-Projekte am Ende einer Detailseite und, bei mehrsprachigen Auftritten, die Übersetzungspflicht nur für die Textfelder statt für ganze Seiten.

Der Teamteil folgt einer eigenen Logik. Er ist bei Architekturbüros nicht Beiwerk, sondern der Teil, der bei Bewerbungen und bei Präqualifikationen am meisten gelesen wird: Namen, Ausbildung, Rolle, ein vernünftiges Porträt. Ein häufiger Fehler ist, ihn als Bildergalerie ohne Text zu bauen — dann steht dort genau die Information nicht, wegen der die Seite aufgerufen wurde.

Ob Sie das als Portfolio-System brauchen oder eine schlanke Bürodarstellung genügt, hängt vom Bestand ab. Die Frage klären wir vor dem Angebot, nicht während des Projekts — dasselbe Vorgehen wie in unserem allgemeinen Webdesign-Leistungsbild.

Wem gehören Fotos, Pläne und Visualisierungen?

In aller Regel der Person, die sie geschaffen hat — nicht dem Büro, das sie bezahlt hat. Nach Schweizer Urheberrecht entsteht das Recht bei der Urheberin oder dem Urheber. Wer eine Fotografin oder ein Visualisierungsstudio beauftragt, erwirbt Nutzungsrechte, und zwar in dem Umfang, der vereinbart wurde. Fehlt die Vereinbarung, ist der Umfang im Streitfall offen. Das fällt fast nie bei der Lieferung auf, sondern beim Relaunch Jahre später, wenn ältere Projekte wieder online sollen.

Erschwerend kommt hinzu, dass an einem einzigen Projektbild mehrere Rechte übereinanderliegen können: am Bauwerk selbst (Werke der Baukunst sind urheberrechtlich geschützt), an der Aufnahme oder Visualisierung, und je nach Motiv an abgebildeten Personen. Das Recht am Bau und das Recht am Bild sind zwei verschiedene Dinge — ein Büro darf sein eigenes Gebäude nicht automatisch mit fremden Fotos bewerben.

Praktisch führen wir deshalb den Bildnachweis als Pflichtfeld im System: Ohne Angabe von Urheber und Lizenzumfang lässt sich ein Bild nicht veröffentlichen. Das ist unbequem beim Erfassen und spart beim nächsten Relaunch Wochen. Beim Bestand aus vielen Jahren gehört das Sichten und Zuordnen als eigener Arbeitsblock in die Planung — es ist bei Architekturprojekten regelmässig der Posten, der unterschätzt wird.

Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Altbeständen ohne schriftliche Vereinbarung ist die Rückfrage bei der Urheberin oder beim Urheber der schnellste Weg — in den meisten Fällen ist die Zustimmung eine Formsache, wenn der Bildnachweis stimmt.

Was vor dem Fotoshooting mit dem Fotografen geklärt sein sollte

Vor allem die Frage, welche Bildausschnitte die Website überhaupt braucht. Architekturfotografie entsteht traditionell für Print und für Einreichungen; die daraus resultierenden Hochformate und quadratischen Ausschnitte funktionieren auf einer Titelfläche im Browser schlecht. Fast jedes Projekt, das wir übernehmen, hat zu wenige breite Querformate — und Querformat lässt sich aus einem Hochformat nicht nachträglich erzeugen.

  • Formatliste vorab: Je Projekt mindestens ein breites Titelmotiv, zwei bis drei Detailaufnahmen und, wenn möglich, eine Aufnahme mit Umgebungsbezug.
  • Ausgangsdateien, nicht Web-Fassungen: Wir brauchen die grösste verfügbare Datei. Eine bereits fürs Web verkleinerte Lieferung ist für die Pipeline wertlos.
  • Bearbeitungserlaubnis: Zuschnitt und Formatanpassung müssen erlaubt sein, sonst lassen sich responsive Varianten nicht sauber erzeugen.
  • Freigabe der Bauherrschaft: Besonders bei privaten Wohnbauten und Innenaufnahmen; sie gehört schriftlich in die Projektakte, nicht in eine Erinnerung.

Diese Abstimmung ist unspektakulär und dauert eine halbe Stunde. Sie ist trotzdem der Punkt mit dem grössten Einfluss darauf, wie das Portfolio in zwei Jahren aussieht.

Was wir belegen können — und was nicht

Wir haben kein Architekturbüro als Referenz und behaupten keine Branchenerfahrung. Das steht hier, weil an dieser Stelle üblicherweise das Gegenteil steht. Belegen können wir den technischen Kern dieser Seite: Die Messung oben stammt aus unserem eigenen Auftritt, sie ist datiert, der Messweg ist dokumentiert, und die Zahlen lassen sich mit einem Clean Build nachrechnen. Ob eine Agentur Ladezeit ernst nimmt, sieht man ohnehin am schnellsten an ihrer eigenen Website — messen Sie unsere, bevor Sie uns fragen.

Die thematische Einordnung des Marktes führen wir unter Immobilien und Architektur. Wenn Ihnen eine benannte Architektur-Referenz wichtig ist, sagen Sie es früh — dann ist eine andere Agentur der ehrlichere Weg, und wir sagen Ihnen das lieber vor der Offerte als danach.

Wann braucht ein Büro kein Portfolio-System?

Wenn Aufträge über Wettbewerbe, Direktvergaben und das persönliche Netzwerk kommen, ist eine Visitenkarte die richtige Lösung — kein Kompromiss. Ein Büro, das seine Arbeit über Verfahren und Empfehlungen erhält, gewinnt über die Website keine Aufträge, sondern belegt nur, dass es existiert und wer dahintersteht. Dafür genügen fünf Seiten: Profil, Team, eine kuratierte Auswahl von acht bis zwölf Projekten, Kontakt, Impressum. Das ist im Bau günstiger und im Unterhalt fast aufwandsfrei.

Ein System mit Projektdatenbank und Filtern rechnet sich erst, wenn der Bestand gross genug ist, regelmässig wächst und die Website tatsächlich Anfragen oder Bewerbungen bringen soll. Wer unsicher ist, sollte nicht neu bauen, sondern messen: Ein Website-Audit ab CHF 1'500 zeigt, ob die vorhandene Seite ein Technik-, ein Inhalts- oder gar kein Problem hat. In etlichen Fällen ist die Antwort: Bilder richtig ausliefern, Texte ergänzen, fertig.

Was kostet eine Website für ein Architekturbüro?

Zwischen CHF 3'000 und CHF 25'000, wobei die Bildmenge den Ausschlag gibt und nicht die Gestaltung. Eine Bürodarstellung mit kuratierter Projektstrecke liegt üblicherweise bei CHF 3'000 bis 8'000. Ein Portfolio-System mit Datenbank, Filtern, Bildpipeline und Redaktionsoberfläche bewegt sich meist zwischen CHF 8'000 und 18'000. Darüber liegen mehrsprachige Auftritte, Wettbewerbsarchive mit Zugriffsschutz und Anbindungen an eine bestehende Projektverwaltung.

Den grössten Streuungsfaktor bildet der Altbestand: Bilder sichten, benennen, Rechte klären, Formate ergänzen. Wir schätzen diesen Block getrennt, damit er nicht mitten im Projekt als Mehraufwand auftaucht. Die allgemeine Aufschlüsselung nach Kostenblöcken steht auf Webdesign Preise, und wer laufende Sichtbarkeit dazu braucht, findet den Rahmen unter SEO ab CHF 800 pro Monat.

Häufige Fragen zu Architektur-Websites

Nicht die Anzahl entscheidet, sondern das ausgelieferte Gewicht pro Seitenaufruf. Eine Projektseite mit zwanzig Aufnahmen ist unproblematisch, wenn nur das erste Bild sofort geladen wird und die übrigen erst beim Scrollen nachkommen. Umgekehrt reicht ein einziges falsch ausgeliefertes Rendering, um die Seite auf dem Mobilfunknetz unbrauchbar zu machen: Eine 8-Megapixel-JPEG-Datei aus dem Renderstudio wiegt schnell mehrere Megabyte, während dieselbe Ansicht im richtigen Format und in der tatsächlich angezeigten Breite bei einem Bruchteil davon liegt. Wir arbeiten deshalb mit einem Bildbudget je Seitentyp statt mit einer Obergrenze für die Bildanzahl. Auf einer Projektübersicht zählt das erste sichtbare Bild, auf einer Projektdetailseite das grosse Titelbild — alles andere ist eine Frage der Ladereihenfolge.

Nein — verloren geht in der Regel nur, was auf dem Bildschirm ohnehin nicht sichtbar wäre. Der Qualitätsverlust entsteht nicht durch moderne Formate, sondern durch das gegenteilige Vorgehen: eine überdimensionierte Datei, die der Browser herunterskaliert, sieht auf hochauflösenden Displays oft schlechter aus als eine korrekt für diese Breite erzeugte Variante. Praktisch heisst das: Aus jeder Ausgangsdatei entstehen mehrere Grössen, der Browser wählt anhand von Viewport und Pixeldichte die passende, und für Detailansichten hinterlegen wir eine hochauflösende Variante, die erst beim Öffnen der Lightbox geladen wird. Wer Bilder im Bewerbungsverfahren in voller Auflösung braucht, bekommt dafür einen separaten Downloadbereich — das ist ein anderer Anwendungsfall als die Portfolio-Ansicht.

In der Regel nicht dem Büro, das sie in Auftrag gegeben hat, sondern der Person, die sie erstellt hat. Nach Schweizer Urheberrecht entsteht das Recht bei der Urheberin oder dem Urheber; das Büro erwirbt mit dem Honorar Nutzungsrechte in dem Umfang, der vereinbart wurde. Ist nichts vereinbart, ist der Umfang strittig — und genau das fällt oft erst beim Relaunch auf, wenn Bilder aus einem zehn Jahre alten Wettbewerb wieder online sollen. Zu klären sind mindestens vier Punkte: Welche Medien sind abgedeckt (Print, Website, Social Media, Presse)? Gilt die Lizenz zeitlich und räumlich unbegrenzt? Dürfen Bilder zugeschnitten und farblich angepasst werden? Und wie wird der Bildnachweis gesetzt? Das Gebäude selbst kann als Werk der Baukunst zusätzlich geschützt sein — die Rechte an Bau und Abbildung sind zwei verschiedene Dinge. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.

Vier Punkte, und alle vor dem Termin, nicht nach der Bildlieferung. Erstens die Nutzungsrechte: Medien, Dauer, Gebiet, Bearbeitungserlaubnis, Weitergabe an Presse und an die Bauherrschaft. Zweitens die Lieferform: Anzahl Motive, Auflösung, Farbraum und ob unbearbeitete Dateien Teil der Lieferung sind — für die Web-Verarbeitung brauchen wir die grösstmögliche Ausgangsdatei, nicht die bereits fürs Web verkleinerte Fassung. Drittens die Zustimmung der Bauherrschaft zur Veröffentlichung, besonders bei privaten Wohnbauten und bei Innenaufnahmen. Viertens der Bildnachweis: Wie genau lautet die Nennung, und wo steht sie. Wir liefern Architekturbüros dafür vor dem Shooting eine Liste der Formate und Bildausschnitte, die die Website tatsächlich braucht — das erspart die häufigste Nachbestellung, nämlich fehlende Querformate für Titelbilder.

Wenn Aufträge über Wettbewerbe, Direktvergaben und das persönliche Netzwerk kommen und keine Akquise über die Website stattfindet, reicht eine Visitenkartenseite: Büroprofil, Team, Kontakt, eine Handvoll Projekte als Bildstrecke. Das ist kein Notbehelf, sondern die passende Lösung — und deutlich günstiger im Bau und im Unterhalt. Ein Portfolio-System mit Projektdatenbank, Filtern nach Nutzung, Phase und Jahr sowie eigener Pflegeoberfläche rechnet sich erst, wenn drei Dinge zusammenkommen: mehr als etwa fünfundzwanzig Projekte, regelmässiger Nachschub, und die Absicht, über die Website Bewerbungen oder Anfragen zu gewinnen. Wer den Aufbau nicht mit Inhalten füllt, hat ein leeres System bezahlt.

Der Rahmen liegt bei uns zwischen CHF 3'000 und CHF 25'000. Eine Büro-Visitenkarte mit Team, Kontakt und einer kuratierten Projektstrecke liegt meist bei CHF 3'000 bis 8'000. Ein Portfolio-System mit Projektdatenbank, Filtern, Bildpipeline und Redaktionsoberfläche bewegt sich üblicherweise zwischen CHF 8'000 und 18'000; darüber liegen mehrsprachige Auftritte, Wettbewerbsarchive mit Zugriffsschutz und Anbindungen an eine bestehende Projektverwaltung. Den grössten Einfluss auf den Preis hat nicht die Gestaltung, sondern die Menge und der Zustand des Bildmaterials: Ein Altbestand aus fünfzehn Jahren, der gesichtet, benannt und rechtlich geklärt werden muss, ist ein eigener Arbeitsblock. Wir schätzen ihn vor der Offerte separat, damit er nicht als Überraschung im Projekt auftaucht.

Wie schwer ist Ihr Portfolio heute?

Nennen Sie uns die Adresse Ihrer Projektseite. Wir messen, wie viel beim ersten Aufruf übertragen wird, welches Bild die Ladezeit bestimmt und was sich ohne Qualitätsverlust einsparen lässt.

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