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Webflow.

Webflow ist ein gemieteter, visueller Website-Builder mit integriertem CMS und Hosting. Gestaltet wird in einer Oberfläche, die sich an HTML und CSS orientiert, statt Code zu schreiben. Webflow liegt damit zwischen einem einfachen Baukasten und einer programmierten Website.

Illustration zu «Webflow»: Visueller Editor mit Bausteinen und Live-Vorschau https://ihre-firma.webflow.ioWebflow DesignerTextBildButtonRasterFormular

Webflow — ausführlich erklärt

Webflow ist ein Dienst eines US-Unternehmens, bei dem Gestaltung, Inhaltsverwaltung und Hosting aus einer Hand kommen. Anders als ein klassischer Website-Baukasten arbeitet Webflow nah am Web-Standard: Wer gestaltet, setzt Container, Abstände, Flexbox- und Grid-Layouts und Klassen, die später als sauberes HTML und CSS ausgeliefert werden. Dazu kommen Animationen und Interaktionen ohne eigenes JavaScript. Das CMS arbeitet mit sogenannten Collections, etwa für Blogartikel, Referenzen oder Teammitglieder, deren Felder frei definiert werden.

Die Stärke von Webflow liegt bei Marketing-Websites, die gestalterisch anspruchsvoll sind und von einem Team ohne Entwickler gepflegt werden sollen. Designerinnen und Designer können Seiten direkt umsetzen, Redaktionen pflegen Inhalte im Editor, und das Hosting inklusive SSL und CDN ist im Tarif enthalten. Die Grenzen zeigen sich bei Logik: Mitgliederbereiche, komplexe Formulare, eigene Datenbanken, Buchungen oder Anbindungen an Branchensoftware lassen sich nur über externe Dienste und Skripte ergänzen. Ausserdem gibt es Obergrenzen für Collection-Einträge und Seiten je nach Tarif.

Ein Anwendungsfall: Ein Beratungsunternehmen möchte eine gestalterisch eigenständige Website mit Blog und Fallstudien, die das Marketingteam selbst ausbaut. Webflow ist dafür eine vernünftige Wahl. Anders sieht es aus, wenn dieselbe Firma ein Kundenportal mit Login, Dokumenten und Terminbuchung braucht: Dann wird Webflow zur Fassade vor mehreren Drittdiensten, die einzeln abgerechnet und gewartet werden. In diesem Fall ist eine programmierte Lösung, etwa eine Web-App, über einige Jahre meist einfacher.

Die ehrliche Abgrenzung: Webflow ist ein Mietsystem. Die Website läuft nur, solange der Tarif bezahlt wird, und lässt sich nicht vollständig mitnehmen — ein Export liefert statischen Code, aber kein funktionierendes CMS. Wem es wichtig ist, dass Code und Daten dauerhaft im eigenen Besitz bleiben, sollte das vor dem Start klären; der Artikel Wem gehört die Website? beschreibt die Unterschiede. Wie wir Websites mit eigenem Code und Übergabe aller Zugänge bauen, steht unter Website erstellen lassen.

Weiterführende Seite

Website-Baukasten

Häufige Fragen zu Webflow

Im weiteren Sinn ja, aber ein anspruchsvoller. Webflow arbeitet näher am HTML- und CSS-Standard als Wix oder Jimdo und verlangt deshalb mehr Fachwissen. Dafür entsteht sauberer Code und mehr gestalterische Freiheit. Für Laien ohne Grundkenntnisse in Webgestaltung ist ein klassischer Baukasten einfacher.

Teilweise. Webflow kann den Code als statische Dateien exportieren, abhängig vom Tarif. CMS-Inhalte lassen sich als CSV exportieren. Was nicht mitkommt, ist die Funktion: Formulare, CMS-Logik und Hosting bleiben bei Webflow. Ein Wechsel ist deshalb ein Neubau mit übernommenen Inhalten.

Die technischen Grundlagen stimmen: sauberes HTML, eigene Titles und Descriptions, Weiterleitungen, Sitemap. Ob eine Webflow-Website gefunden wird, entscheiden wie überall Inhalt, Struktur und Verlinkung. Grenzen zeigen sich bei sehr vielen Seiten, bei Mehrsprachigkeit und bei individuell erzeugten strukturierten Daten.

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