Skip to main content

Kontakt

Was interessiert Sie?

Zurück zum Glossar (S)
Glossar · S

Sichtbarkeitsindex.

Ein Sichtbarkeitsindex ist eine Kennzahl von SEO-Tools, die abschätzt, wie präsent eine Domain in den organischen Suchergebnissen ist. Er wird aus den Positionen der Domain für eine feste Auswahl von Keywords berechnet, gewichtet nach Suchvolumen und Klickwahrscheinlichkeit. Bekannt ist vor allem der Sichtbarkeitsindex von Sistrix.

Illustration zu «Sichtbarkeitsindex»: Auswertung «Sichtbarkeitsindex» mit Verlaufskurve SichtbarkeitsindexLetzte 90 Tage0,842▲ 0,21

Sichtbarkeitsindex — ausführlich erklärt

Der Sichtbarkeitsindex beantwortet eine Frage, die Search-Console-Daten nicht beantworten können: Wie sichtbar ist eine fremde Domain, etwa ein Konkurrent? Dazu fragen Tool-Anbieter regelmässig die Rankings für eine grosse, feste Menge von Keywords ab. Jede Position wird mit dem geschätzten Suchvolumen des Keywords und einer angenommenen Klickrate der Position gewichtet; die Summe ergibt den Indexwert.

Der bekannteste deutschsprachige Wert ist der Sistrix-Sichtbarkeitsindex, der für verschiedene Länder, darunter die Schweiz, wöchentlich und teils täglich berechnet wird. Andere Tools wie SEMrush oder Ahrefs bieten ähnliche Kennzahlen unter anderen Namen an, etwa geschätzten organischen Traffic. Die Werte verschiedener Tools sind nicht vergleichbar, weil jedes Tool andere Keywords, Volumen und Klickannahmen verwendet.

Die Stärke des Index liegt im Vergleich über die Zeit und gegenüber Konkurrenten. Ein plötzlicher Absturz nach einem Core Update oder ein stetiger Anstieg nach einem Relaunch werden sichtbar. Auch lässt sich abschätzen, wie sich die Sichtbarkeit zwischen Mitbewerbern verteilt. Für grosse Websites mit vielen Keywords ist das ein brauchbarer Trendindikator.

Für kleine KMU-Websites ist der Index oft wenig aussagekräftig. Die festen Keyword-Sets enthalten die spezifischen, lokalen Anfragen kleiner Betriebe häufig gar nicht. Ein Malergeschäft, das für «Maler Dübendorf» auf Platz 1 steht, kann einen Sichtbarkeitsindex nahe null haben. Zudem beruhen die Werte auf geschätzten Suchvolumen, die für die Schweiz teils deutlich zu hoch liegen. Für die eigene Website sind die Messwerte der Google Search Console deshalb immer vorzuziehen.

Sichtbarkeitsindex richtig lesen

Der absolute Wert ist kaum interpretierbar; aussagekräftig ist die Entwicklung. Eine Verdoppelung bedeutet nicht doppelt so viele Besucher, sondern dass die Domain für die gemessenen Keywords insgesamt deutlich besser rankt. Ausschläge sollten immer mit den konkreten Keywords dahinter geprüft werden: Oft verändert ein einzelnes Keyword mit hohem Volumen den Index stark, ohne dass sich am Geschäft etwas ändert.

In einem ehrlichen SEO-Reporting steht der Sichtbarkeitsindex deshalb höchstens als ergänzende Schätzung neben den Messwerten aus der Search Console, nie an ihrer Stelle.

Beispiel: Konkurrenzvergleich für ein Treuhandbüro

Ein Treuhandbüro in Zürich will wissen, welche Mitbewerber in der Suche stark sind. Der Sichtbarkeitsindex zeigt, dass zwei grosse Treuhandketten mit vielen Ratgeberseiten deutlich vorne liegen, während das eigene Büro kaum messbar ist. Die Search Console zeigt aber, dass das Büro für seine lokalen Kernbegriffe bereits auf der ersten Seite steht.

Die Schlussfolgerung: Der Rückstand liegt bei breiten Informationsthemen, nicht bei den Anfragen mit Kaufabsicht. Ob sich der Ausbau lohnt, entscheidet eine Konkurrenzanalyse mit realistischen Volumen. Wie wir solche Vergleiche aufbauen, zeigt unsere Datenstudie zu Agenturen in Zürich; die Umsetzung übernimmt die SEO Agentur Zürich.

Weiterführende Seite

Organic Traffic

Häufige Fragen zu Sichtbarkeitsindex

Ein Tool fragt die Rankings einer Domain für eine feste Menge von Keywords ab und gewichtet jede Position mit dem geschätzten Suchvolumen und einer angenommenen Klickrate. Die Summe ergibt den Index. Details und Keyword-Sets unterscheiden sich je nach Anbieter.

Nein. Der Index misst Präsenz für ein festes Keyword-Set, nicht Besucher oder Anfragen. Eine Website kann für wenige, sehr kaufstarke lokale Begriffe hervorragend ranken und trotzdem einen niedrigen Index haben.

Für die eigene Website reicht in der Regel die kostenlose Google Search Console. Ein Tool mit Sichtbarkeitsindex lohnt sich vor allem für Konkurrenzvergleiche, grössere Websites oder wenn man Entwicklungen über viele Domains beobachten will.

Bereit für Ihr Projekt?

Wenden Sie dieses Wissen auf Ihre Website an — DLM Digital hilft Ihnen dabei.