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Page Builder.

Ein Page Builder ist eine Erweiterung für ein Content-Management-System, mit der Seiten per Drag-and-drop aus Bausteinen zusammengestellt werden. Bekannte Beispiele für WordPress sind Elementor, Divi und WPBakery. Sie machen Gestaltung ohne Code möglich und erzeugen dafür oft mehr Code als nötig.

Illustration zu «Page Builder»: Page Builder: Bausteine werden per Drag-and-drop auf die Seite gezogen https://ihre-firma.chBausteineTextBildButtonRasterFormular

Page Builder — ausführlich erklärt

Ein Page Builder ersetzt den einfachen Texteditor eines CMS durch eine visuelle Oberfläche. Seiten werden aus Abschnitten, Spalten und Widgets aufgebaut — Überschrift, Bild, Button, Galerie, Formular, Slider — und direkt in der Vorschau angepasst. In WordPress sind Elementor, Divi und WPBakery am verbreitetsten; der eingebaute Block-Editor «Gutenberg» verfolgt eine ähnliche Idee, aber mit schlankerer Ausgabe. Für Agenturen und Selbstständige ist der Vorteil offensichtlich: Gestaltungsideen lassen sich ohne Entwicklerin umsetzen, und Kundinnen können später selbst Seiten anlegen.

Der Preis dafür liegt in der Ausgabe. Page Builder verschachteln Bausteine in mehrere Ebenen von Containern und laden ihre Stile und Skripte häufig auf jeder Seite, auch wenn ein bestimmtes Widget dort gar nicht vorkommt. Das erhöht die Datenmenge, die der Browser verarbeiten muss, und wirkt sich auf die Core Web Vitals aus, besonders auf den LCP und die Reaktionszeit. Neuere Versionen der grossen Builder haben hier nachgebessert, aber die Grundstruktur bleibt schwerer als handgeschriebenes HTML. Wie weit sich eine solche Seite optimieren lässt, beschreibt der Artikel Core Web Vitals mit WordPress.

Ein Beispiel aus einem früheren Projekt: Die Website von Leo Ristorante in Zürich läuft auf WordPress mit Elementor. Speise-, Dessert-, Wein- und Barkarte liegen als PDF-Dateien auf der Menü-Seite und lassen sich in WordPress austauschen, ohne die Seite umzubauen. Das funktioniert gut, solange Inhalte in festen Bausteinen bleiben. Schwierig wird es, wenn über die Jahre jede Seite individuell zusammengeklickt wurde: Dann gibt es keine zwei gleichen Seiten mehr, und ein späteres Redesign heisst, jede Seite einzeln nachzubauen.

Die ehrliche Abgrenzung: Ein Page Builder ist kein Fehler, sondern eine Abwägung. Er lohnt sich, wenn ein kleines Team ohne Entwickler häufig neue Seiten gestaltet und die Ladezeit nicht der Engpass ist. Er lohnt sich nicht, wenn die Website vor allem schnell, schlank und langfristig wartbar sein soll. Ein Wechsel des Page Builders ist praktisch ein Neubau, weil jeder Builder seine eigene Datenstruktur hat — das sogenannte Builder-Lock-in, eine Form von Vendor Lock-in. Neue Websites baut DLM Digital weder mit Page-Buildern noch auf WordPress, sondern nach dem DLM-Digital-Standard mit Next.js; wie das abläuft, steht unter Website erstellen lassen.

Weiterführende Seite

WordPress

Häufige Fragen zu Page Builder

Sie machen sie schwerer, nicht zwangsläufig langsam. Page Builder liefern mehr verschachteltes HTML, CSS und JavaScript aus als handgeschriebener Code. Mit sauberer Konfiguration, wenigen Widgets, gutem Hosting und Caching lassen sich ordentliche Werte erreichen. Die Spitzenwerte schlanker Websites erreichen sie selten.

Nur mit Aufwand. Jeder Builder speichert Seiten in seinem eigenen Format. Wird er deaktiviert, bleiben oft unbrauchbare Kurzcodes oder ungestaltete Inhalte zurück. Ein Wechsel bedeutet deshalb, die Seiten neu aufzubauen und die Inhalte zu übernehmen — vergleichbar mit einem Redesign.

Gutenberg ist in WordPress eingebaut und erzeugt schlankeren Code, bietet aber weniger Gestaltungsfreiheit ohne Zusatzblöcke. Elementor ist mächtiger in der Gestaltung und dafür schwerer. Für Websites, die vor allem Text und wiederkehrende Seitentypen enthalten, reicht Gutenberg mit einem guten Theme meist aus.

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