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Moodboard.

Ein Moodboard ist eine Collage aus Bildern, Farben, Schriften, Materialien und Beispielen, die die gewünschte Stimmung und Bildsprache eines Designprojekts festhält. Es dient als gemeinsame Grundlage zwischen Auftraggeber und Gestalter, bevor konkrete Entwürfe entstehen.

Illustration zu «Moodboard»: Moodboard mit Farben, Schrift, Bildern und Texturen #ccff00Aa Bb#27272a

Moodboard — ausführlich erklärt

Worte wie «modern», «hochwertig» oder «freundlich» bedeuten für jeden etwas anderes. Für die eine Person ist modern ein dunkles, minimalistisches Design mit viel Weissraum, für die andere eine farbige Seite mit Illustrationen. Ein Moodboard übersetzt solche Adjektive in Bilder, bevor jemand Stunden in einen Entwurf investiert, der an der Vorstellung vorbeigeht.

Typische Inhalte sind Fotos mit der gewünschten Lichtstimmung und Bildsprache, eine erste Farbpalette, Schriftbeispiele, Texturen und Materialien, Ausschnitte von Websites, Verpackungen oder Räumen, die gefallen, und ebenso wichtig: Beispiele, die bewusst nicht passen. Je nach Projekt entsteht ein Moodboard in einem Design-Werkzeug wie Figma, auf einer digitalen Pinnwand oder ganz analog auf Papier.

Ein Moodboard ist kein Design und keine Vorlage zum Kopieren. Es hält eine Richtung fest, aus der danach eigenständige Entwürfe entstehen. Aus diesem Grund sollte es nicht zu früh zu konkret werden: Ein Board mit zwanzig Screenshots einer einzigen Konkurrenz-Website führt fast zwangsläufig zu einem Abklatsch. Besser funktionieren Bilder aus anderen Branchen, die eine Stimmung tragen — eine Architekturfotografie, eine Weinetikette, ein Hotelinterieur.

Besonders hilfreich ist das Moodboard bei Projekten mit mehreren Entscheidungsträgern. Wenn Geschäftsleitung, Marketing und Verkauf zum ersten Mal über Bilder statt Begriffe sprechen, zeigen sich Widersprüche früh — und lassen sich klären, bevor das Corporate Design oder die Website gestaltet wird.

Beispiel: Moodboard für eine Massschneiderei

Eine Massschneiderei wünscht sich einen Auftritt, der «elegant, aber nicht abgehoben» wirkt. Das Moodboard zeigt warme Tageslichtfotos von Stoffballen und Händen bei der Arbeit, eine gedeckte Palette aus Marine, Sand und Cognac, eine klassische Serifenschrift für Überschriften und eine schlichte serifenlose Schrift für Fliesstext. Als Gegenbeispiele: Hochglanz-Modestrecken mit Studio-Licht und stark kontrastreiche Luxus-Websites in Schwarz-Gold. Nach einer Besprechung ist klar, wohin es geht — und welche Bilder für die Website noch fotografiert werden müssen.

Moodboards stehen bei uns am Anfang von Branding- und Designprojekten, siehe Corporate Design Agentur und UX-Agentur Zürich.

So arbeiten Sie als Auftraggeber mit einem Moodboard

Sammeln Sie vorab zehn bis zwanzig Bilder, die Ihnen gefallen, und schreiben Sie zu jedem einen Satz, warum. Ergänzen Sie fünf Beispiele, die Sie ablehnen. Die Begründungen sind wertvoller als die Bilder selbst, weil sie zeigen, worauf es Ihnen ankommt: Licht, Farbe, Ruhe, Detail oder Tempo.

Weiterführende Seite

Corporate Design Agentur

Häufige Fragen zu Moodboard

Um die gewünschte Stimmung eines Projekts sichtbar zu machen, bevor Entwürfe entstehen. Es verhindert Missverständnisse über Begriffe wie «modern» oder «hochwertig» und spart dadurch Korrekturschlaufen.

Bilder mit passender Stimmung, eine erste Farbpalette, Schriftbeispiele, Texturen und Materialien sowie bewusst gewählte Gegenbeispiele. Zu jedem Element eine kurze Begründung, warum es passt oder nicht.

Nein. Das Moodboard steht am Anfang und zeigt eine Richtung. Der Styleguide steht am Ende und hält verbindliche Regeln fest — Farbwerte, Schriftgrössen, Logo-Anwendungen.

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