Skip to main content

Kontakt

Was interessiert Sie?

Zurück zum Glossar (C)
Glossar · C

Corporate Design.

Corporate Design ist das verbindlich geregelte visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens: Logo, Farbpalette, Schriften, Bildsprache, Layoutraster und die Regeln zu ihrer Anwendung, festgehalten in einem Styleguide. Es ist der sichtbare Teil der Corporate Identity und sorgt dafür, dass eine Marke auf der Website, auf der Offerte und auf dem Lieferwagen als dieselbe Absenderin erkennbar bleibt.

COGLOSSARDLM Digital

Corporate Design — ausführlich erklärt

Ein Corporate Design besteht aus deutlich mehr als einem Logo. Zum Kern gehören die Wort-Bild-Marke samt Schutzraum und Mindestgrösse, eine Farbpalette mit definierten Werten für Bildschirm und Druck, ein Schriftsystem mit Hierarchie und Zeilenabständen, eine Bildsprache, ein Layoutraster und wiederkehrende Gestaltungselemente wie Formen, Icons oder Rahmen. Entscheidend sind aber die Regeln für den Ernstfall: Wie sieht das Logo auf dunklem Grund aus? Was gilt bei einer Fahrzeugbeschriftung über zwei Meter Breite? Welche Farbe trägt eine Fehlermeldung? Ein Corporate Design ohne diese Randfälle ist eine Sammlung schöner Entwürfe, aber kein System, mit dem jemand arbeiten kann.

Der Nutzen liegt weniger in der Schönheit als in der Wiederholung. Wiedererkennung entsteht dadurch, dass wenige Signale konsequent gleich bleiben — nicht dadurch, dass möglichst viele gute Ideen nebeneinanderstehen. Im Alltag spart ein Corporate Design vor allem Zeit: Wer eine Offertvorlage, ein Social-Media-Format oder eine neue Landingpage baut, entscheidet nicht erneut über Farbe, Schriftgrad und Abstand, sondern greift auf festgelegte Werte zurück. Genau dort zahlt sich die Investition zurück. In einem Betrieb, in dem jede Abteilung ihre eigene Vorlage pflegt, entsteht nicht nur ein uneinheitliches Bild, sondern jedes Mal auch dieselbe Diskussion von vorne.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit: Für JUCAN Massanzüge entstanden Website, Shopify-Store und Branding im selben Projekt. Der Punkt war nicht der Shop an sich, sondern dass beide Auftritte im gleichen Look and Feel laufen — dieselbe Typografie, dieselbe Farbführung, dieselbe Bildsprache. Wer von der Website in den Shop wechselt, bemerkt den Plattformwechsel nicht. Das ist der eigentliche Test eines Corporate Designs: Es muss über technische Systeme hinweg funktionieren, die nichts voneinander wissen. Ein Design, das nur in der Präsentation des Gestalters stimmt und im Shop-Template auseinanderfällt, hat seine Aufgabe verfehlt.

Die ehrliche Abgrenzung: Nicht jeder Betrieb braucht ein dickes Handbuch. Ein Zweipersonenunternehmen, das in zwei Kanälen auftritt, kommt mit vier belastbaren Regeln weiter als mit vierzig Seiten Theorie — Logo in zwei Varianten, zwei Farben mit exakten Werten, eine Schrift, ein Abstandsraster. Ein umfassendes Regelwerk lohnt sich, sobald mehrere Personen unabhängig voneinander Material erstellen, ein Wiederverkauf oder eine Finanzierungsrunde ansteht oder mehrere Standorte auftreten. Wie wir Markenarbeit aufsetzen und abrechnen, steht auf der Seite Corporate Design Agentur; was der digitale Auftritt selbst kostet, zeigen die Webdesign Preise.

Weiterführende Seite

Corporate Identity

Häufige Fragen zu Corporate Design

Corporate Identity ist das Ganze: wofür ein Unternehmen steht, wie es sich verhält, wie es kommuniziert und wie es aussieht. Corporate Design ist ausschliesslich der sichtbare Teil davon — Logo, Farben, Schrift, Bildsprache, Layout. Ein neues Corporate Design ändert das Erscheinungsbild, nicht die Identität. Wer beides verwechselt, erwartet von einer Gestaltungsarbeit Wirkungen, die nur Verhalten und Kommunikation erzeugen können.

Als tragfähiges Minimum: das Logo in allen freigegebenen Varianten mit Schutzraum und Mindestgrösse, die Farbwerte in HEX, RGB und CMYK samt erlaubten Kombinationen, die Schriften mit Grössen- und Abstandsstufen, das Layoutraster und mindestens drei angewandte Beispiele. Wichtiger als der Umfang ist die Verbindlichkeit: Was nicht erlaubt ist, muss ebenso dokumentiert sein wie das, was erlaubt ist.

In der Praxis fünf bis zehn Jahre, wobei die Grundelemente länger halten als ihre Anwendung. Typisch ist die behutsame Auffrischung: Logo bleibt, Farbpalette wird für Bildschirmkontraste ergänzt, Typografie wird auf Webfonts umgestellt, Bildsprache wird nachgeschärft. Ein vollständiger Bruch ist selten gestalterisch begründet, sondern folgt einer echten Veränderung — Fusion, neue Zielgruppe, neues Geschäftsmodell.

Bereit für Ihr Projekt?

Wenden Sie dieses Wissen auf Ihre Website an — DLM Digital hilft Ihnen dabei.