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Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist ein Anmeldeverfahren, bei dem neben dem Passwort ein zweiter, unabhängiger Nachweis verlangt wird — etwa ein Code aus einer Authenticator-App, eine Bestätigung auf dem Smartphone oder ein Sicherheitsschlüssel. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr für den Zugang.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) — ausführlich erklärt
Authentifizierung beruht auf drei Arten von Faktoren: etwas, das man weiss (Passwort, PIN), etwas, das man besitzt (Smartphone, Sicherheitsschlüssel), und etwas, das man ist (Fingerabdruck, Gesicht). Bei 2FA werden zwei verschiedene Arten kombiniert. Ein Angreifer, der ein Passwort aus einem Datenleck oder einer Phishing-Mail kennt, scheitert am zweiten Faktor, solange er nicht auch das Gerät des Opfers hat.
Die Verfahren unterscheiden sich in Sicherheit und Komfort. SMS-Codes sind verbreitet, aber am schwächsten, weil SMS umgeleitet oder per SIM-Tausch abgefangen werden können. Codes aus Authenticator-Apps (TOTP, etwa Microsoft oder Google Authenticator) sind deutlich sicherer. Push-Bestätigungen sind bequem, verleiten aber zum gedankenlosen Bestätigen, wenn Angreifer viele Anfragen schicken. Sicherheitsschlüssel und Passkeys bieten den stärksten Schutz, weil sie zusätzlich an die echte Domain gebunden sind.
Für KMU ist 2FA eine der wirksamsten und günstigsten Schutzmassnahmen überhaupt. Sie sollte mindestens bei allen Konten aktiv sein, über die sich viel Schaden anrichten lässt: E-Mail (Microsoft 365, Google Workspace), Domain-Registrar und DNS, Hosting, Website-Administration, Onlineshop, Buchhaltung, Banking, Werbekonten bei Google und Meta sowie Passwortmanager. Ein übernommenes E-Mail-Konto ist besonders gefährlich, weil sich darüber die Passwörter aller anderen Dienste zurücksetzen lassen.
Damit 2FA im Alltag funktioniert, braucht es etwas Organisation: Wiederherstellungscodes sicher ablegen, für wichtige Konten mindestens zwei berechtigte Personen, und beim Austritt einer Mitarbeiterin die Faktoren umstellen. Ohne diese Vorbereitung sperrt man sich bei einem verlorenen Handy schnell selbst aus.
Beispiel: Übernommenes Werbekonto
Eine Mitarbeiterin eines Möbelgeschäfts gibt ihr Passwort auf einer gefälschten Login-Seite ein, die wie Meta aussieht. Ohne 2FA übernehmen die Angreifer das Werbekonto und schalten mit der hinterlegten Kreditkarte Anzeigen für fremde Produkte. Mit aktivierter 2FA per Authenticator-App wäre das Passwort allein wertlos gewesen.
Bei Websites und Portalen, die wir bauen, sind abgesicherte Admin-Zugänge Standard, siehe Webentwicklung. Bei bestehenden Websites prüfen wir Zugänge im Website-Audit.
Weiterführende Seite
PasskeyIm Blog vertieft
Backups und AusfallsicherheitHäufige Fragen zu Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Besser als gar keine 2FA, aber das schwächste Verfahren. SMS können umgeleitet oder per SIM-Tausch abgefangen werden. Authenticator-Apps, Sicherheitsschlüssel oder Passkeys sind deutlich sicherer.
MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung) ist der Oberbegriff für Verfahren mit mindestens zwei Faktoren. 2FA ist der häufigste Fall mit genau zwei Faktoren.
Mit den beim Einrichten gespeicherten Wiederherstellungscodes anmelden und 2FA auf dem neuen Gerät neu einrichten. Deshalb gehören diese Codes an einen sicheren Ort, etwa in einen Passwortmanager oder ausgedruckt in einen Tresor.
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