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WooCommerce.

WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin, das eine WordPress-Website um Shop-Funktionen erweitert: Produkte, Warenkorb, Kasse, Zahlungsarten und Bestellverwaltung. Die Lizenz kostet nichts, der Betrieb schon — Hosting, Wartung, Erweiterungen und Zahlungsanbieter bezahlt der Shopbetreiber selbst.

Illustration zu «WooCommerce»: Verwaltungsoberfläche https://ihre-firma.ch/adminDashboardProdukteBestellungenPluginsWooCommerce · ProduktBürostuhl ProCHF 349.–SMLIn den Warenkorb

WooCommerce — ausführlich erklärt

WooCommerce wird wie jedes andere Plugin in einer bestehenden WordPress-Installation aktiviert. Danach stehen Produkttypen (einfache Produkte, Varianten, digitale Güter), Lagerbestand, Steuerregeln, Versandzonen und ein Kassenprozess zur Verfügung. Die Software wird von Automattic weiterentwickelt, dem Unternehmen hinter WordPress.com. Weil WooCommerce Teil von WordPress ist, laufen Shop und redaktionelle Inhalte im selben System: Blogartikel, Ratgeber und Produktseiten teilen sich Benutzer, Navigation und Design. Das ist der wichtigste Grund, warum Firmen mit einer gut gepflegten WordPress-Website WooCommerce wählen.

Die Kosten entstehen im Betrieb. Gebraucht werden ein Hosting, das unter Last schnell bleibt, regelmässige Updates von WordPress, Theme und Plugins, Backups, ein Zahlungsanbieter und meistens mehrere kostenpflichtige Erweiterungen, etwa für Abonnemente, Produktfilter oder Buchhaltungsanbindungen. Jede Erweiterung ist zusätzlicher Code, der aktuell gehalten werden muss. Ein WooCommerce-Shop ohne klare Zuständigkeit für Updates wird mit der Zeit langsam und angreifbar. Für TWINT, Postfinance Card oder Kauf auf Rechnung braucht es das Plugin eines Schweizer Zahlungsanbieters, der diese Verfahren unterstützt.

Ein typischer Fall: Ein Fachgeschäft betreibt seit Jahren eine WordPress-Website mit Ratgeberartikeln, die gut bei Google gefunden werden, und möchte nun dreissig Produkte online verkaufen. Hier ist WooCommerce oft die naheliegende Wahl, weil die bestehenden Inhalte, Adressen und Rankings erhalten bleiben und die Produktseiten direkt aus den Ratgebern verlinkt werden können. Anders liegt der Fall bei einem neuen Shop ohne bestehende Website und ohne Person, die sich um Updates kümmert: Dort ist ein gemietetes System wie Shopify meist die ruhigere Lösung.

Die ehrliche Abgrenzung: WooCommerce ist nicht «gratis Shopify». Es ist ein flexibles Werkzeug mit voller Kontrolle über Code und Daten, das dafür Pflege verlangt. Wer diese Pflege einkauft, landet bei laufenden Kosten, die mit einem Shopify-Tarif vergleichbar sind; wer sie nicht einkauft, trägt das Risiko selbst. Was die Wartung einer WordPress-Installation pro Jahr kostet, rechnet der Artikel WordPress-Wartung: Kosten pro Jahr durch. Den Systemvergleich für Schweizer Shops zeigt die Seite E-Commerce Agentur.

Weiterführende Seite

Shopify

Häufige Fragen zu WooCommerce

Das Plugin selbst ist kostenlos und quelloffen. Bezahlt werden Hosting, Wartung und Updates, ein Zahlungsanbieter mit seinen Transaktionsgebühren und in der Regel mehrere kostenpflichtige Erweiterungen. Die Gesamtkosten entstehen also im Betrieb, nicht bei der Lizenz.

Keines ist grundsätzlich besser. WooCommerce passt, wenn bereits eine gepflegte WordPress-Website besteht, Inhalte und Shop eng zusammenhängen und jemand die Wartung verantwortet. Shopify passt, wenn ein Shop ohne eigene Technikverantwortung stabil laufen soll und das Sortiment dem Standard entspricht. Die Entscheidung hängt an Zuständigkeiten, nicht an Funktionslisten.

Nicht von Haus aus. TWINT wird über das Plugin eines Zahlungsanbieters eingebunden, der TWINT im Angebot hat. Vor der Wahl lohnt sich der Blick auf die Gebühren pro Transaktion, die unterstützten Verfahren (Karten, TWINT, Postfinance, Rechnung) und darauf, wie gut das Plugin gepflegt wird.

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