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TF-IDF (WDF*IDF).

TF-IDF (Term Frequency – Inverse Document Frequency) ist eine Kennzahl aus dem Information Retrieval, die misst, wie wichtig ein Begriff für ein einzelnes Dokument im Vergleich zu einer ganzen Dokumentensammlung ist. Im deutschsprachigen SEO wird meist die Variante WDF*IDF verwendet, um Texte mit den Begriffen der bestrankten Seiten zu vergleichen.

Illustration zu «TF-IDF (WDF*IDF)»: Auswertung «WDF*IDF · «badumbau»» mit Verlaufskurve WDF*IDF · «badumbau»Letzte 90 Tage18 Begriffedusche0,42fliesen0,37kosten0,31barrierefrei0,18

TF-IDF (WDF*IDF) — ausführlich erklärt

TF-IDF setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Die Term Frequency (TF) zählt, wie oft ein Begriff in einem Dokument vorkommt. Die Inverse Document Frequency (IDF) gewichtet diesen Wert danach, wie selten der Begriff in der gesamten Sammlung ist. Ein Wort wie «und» kommt überall vor und erhält deshalb kaum Gewicht. Ein Wort wie «Abnahmegarantie» ist selten und wird stark gewichtet, wenn es in einem Dokument häufig vorkommt. Das Produkt der beiden Werte zeigt, welche Begriffe ein Dokument besonders kennzeichnen.

Das Verfahren stammt aus den 1970er-Jahren und war lange eine Grundlage von Suchsystemen. Im deutschsprachigen SEO wurde um 2012 die Variante WDF*IDF bekannt. WDF (Within Document Frequency) dämpft die reine Häufigkeit logarithmisch, damit lange Texte und Wiederholungen nicht übermässig zählen. SEO-Tools berechnen WDF*IDF für die bestrankten Seiten zu einem Suchbegriff und zeigen, welche Begriffe dort typischerweise vorkommen und im eigenen Text fehlen.

Der Nutzen liegt in der Themenabdeckung. Ein Text über Umzugsreinigung, in dem Begriffe wie «Abnahme», «Verwaltung», «Backofen» oder «Fenster» fehlen, deckt das Thema vermutlich unvollständig ab. Eine WDF*IDF-Analyse macht solche Lücken sichtbar. Google hat aber nie bestätigt, TF-IDF als Rankingfaktor zu nutzen, und moderne Suchsysteme arbeiten mit Sprachmodellen und Vektor-Embeddings, die Bedeutung weit besser erfassen als Wortzählungen.

Heute ist WDF*IDF deshalb ein Hilfsmittel für die Recherche, kein Optimierungsziel. Wer Texte so lange umschreibt, bis die Kurven eines Tools übereinstimmen, produziert leicht austauschbare Inhalte, die dasselbe sagen wie alle anderen. Sinnvoller ist es, die Analyse als Checkliste zu verwenden und den Text dann mit eigenem Wissen, Beispielen und Erfahrungen zu füllen.

Die Formel in vereinfachter Form

TF-IDF = Häufigkeit des Begriffs im Dokument × log(Anzahl aller Dokumente / Anzahl der Dokumente, die den Begriff enthalten). Je häufiger ein Begriff im Dokument und je seltener er in der Sammlung vorkommt, desto höher der Wert.

WDF ersetzt die einfache Häufigkeit durch log2(Häufigkeit + 1) / log2(Gesamtzahl Wörter). Dadurch wächst der Wert bei vielen Wiederholungen nur noch langsam, was Keyword-Stuffing weniger belohnt.

Beispiel: Lückenanalyse für eine Leistungsseite

Ein Treuhandbüro will seine Seite «Buchhaltung für KMU» verbessern. Die WDF*IDF-Analyse der zehn bestrankten Seiten zeigt, dass dort Begriffe wie «Mehrwertsteuer», «Jahresabschluss», «Lohnbuchhaltung», «Bexio» und «Belege» regelmässig vorkommen, auf der eigenen Seite aber fehlen. Die Lücken sind inhaltlich: Die Seite erklärt nicht, welche Leistungen enthalten sind und wie Belege übermittelt werden.

Das Büro ergänzt Abschnitte zu genau diesen Fragen, mit eigenen Abläufen statt allgemeiner Formulierungen. Die Analyse hat die Lücken gezeigt, den Text schreibt das Fachwissen. Solche Analysen nutzen wir als Teil der Onpage-Arbeit und in der SEO-Analyse.

Weiterführende Seite

Semantische Suche

Häufige Fragen zu TF-IDF (WDF*IDF)

Das hat Google nie bestätigt. Moderne Suchsysteme verstehen Sprache über Sprachmodelle und Embeddings, nicht über Wortzählungen. TF-IDF ist ein nützliches Hilfsmittel, um Themenlücken zu finden, aber kein Ziel, auf das man Texte optimieren sollte.

WDF*IDF ist eine im deutschsprachigen SEO verbreitete Variante. WDF dämpft die Häufigkeit eines Begriffs logarithmisch und setzt sie ins Verhältnis zur Textlänge, damit Wiederholungen weniger stark zählen.

Mehrere SEO-Content-Tools bieten solche Analysen an. Sie vergleichen die Begriffe auf den bestrankten Seiten mit Ihrem Text. Die Ergebnisse sollten als Hinweise auf fehlende Themen gelesen werden, nicht als Vorgabe für Wortzahlen.

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