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RPA (Robotic Process Automation).

RPA (Robotic Process Automation) ist Software, die wiederkehrende, regelbasierte Büroarbeit am Bildschirm automatisch erledigt — sie klickt, kopiert, tippt und liest Daten zwischen Programmen, so wie ein Mensch es tun würde. Die «Roboter» sind reine Software, keine physischen Maschinen.

Illustration zu «RPA (Robotic Process Automation)»: Ablauf in 4 Schritten: E-Mail mit PDF → Bot liest aus → Erfasst im ERP → Meldet Ergebnis E-Mail mit PDF01Bot liest aus02Erfasst im ERP03Meldet Ergebnis04

RPA (Robotic Process Automation) — ausführlich erklärt

RPA setzt dort an, wo Systeme nicht miteinander sprechen. Ein typischer Fall: Bestellungen kommen per E-Mail als PDF, werden von Hand ins ERP getippt, dann wird eine Bestätigung aus dem ERP zurückgeschickt. Ein RPA-Bot kann diese Schritte übernehmen, indem er die Benutzeroberflächen bedient — er öffnet die E-Mail, liest die Daten, füllt die Maske aus und klickt auf Speichern.

Der Vorteil ist, dass bestehende Systeme nicht verändert werden müssen. Das macht RPA attraktiv für ältere Software ohne Schnittstelle. Der Nachteil ist die Zerbrechlichkeit: Ändert sich ein Feld, eine Schaltfläche oder ein Layout, bricht der Bot ab. RPA ist deshalb oft eine Übergangslösung. Wo eine Schnittstelle (API) existiert, ist die direkte Anbindung stabiler, schneller und günstiger im Unterhalt.

Klassische RPA-Bots arbeiten streng regelbasiert und scheitern an Ausnahmen, etwa einem anders aufgebauten Lieferschein. Hier verändert KI die Disziplin: Sprach- und Bildmodelle können unstrukturierte Dokumente lesen, Absichten in E-Mails erkennen und Ausnahmen einordnen. Aus RPA wird dann eine Kombination aus fester Automatisierung und KI-Entscheidungen, oft als intelligente Automatisierung oder Agenten-Workflow bezeichnet.

Bekannte RPA-Plattformen sind UiPath, Microsoft Power Automate und Automation Anywhere. Für KMU ist die Frage meist nicht, welches Werkzeug, sondern ob sich der Aufwand lohnt: Häufigkeit, Dauer und Fehleranfälligkeit einer Aufgabe entscheiden. Eine Aufgabe, die einmal im Monat zehn Minuten dauert, ist kein Fall für RPA.

Beispiel: Lieferscheine ins ERP übertragen

Angenommen, ein Sanitärgrosshändler erhält täglich rund 80 Lieferscheine von verschiedenen Lieferanten als PDF. Eine Mitarbeiterin tippt Artikelnummern, Mengen und Preise ins ERP. Eine Automatisierung liest die PDFs mit einem KI-Modell aus, prüft die Artikelnummern gegen den Stamm und trägt die Daten über die Schnittstelle des ERP ein. Abweichungen landen in einer Prüfliste.

Wo das ERP keine Schnittstelle hat, übernimmt ein RPA-Bot die Eingabe über die Oberfläche. Welche Lösung im Einzelfall stabiler ist, klären wir im Rahmen der KI-Automatisierung für KMU. Eine benannte RPA-Referenz haben wir nicht; für massgeschneiderte Lösungen siehe Individualsoftware Schweiz.

Weiterführende Seite

KI-Automatisierung für KMU

Häufige Fragen zu RPA (Robotic Process Automation)

RPA führt festgelegte Schritte aus, ohne zu verstehen, was es tut. KI kann Inhalte interpretieren, etwa ein Dokument lesen oder eine Absicht erkennen. In modernen Lösungen werden beide kombiniert: KI versteht, RPA oder eine Schnittstelle führt aus.

Wenn eine Aufgabe häufig vorkommt, klaren Regeln folgt, zwischen Systemen ohne Schnittstelle stattfindet und sich die Oberflächen selten ändern. Gibt es eine Schnittstelle, ist eine direkte Integration fast immer die bessere Lösung.

Grosse RPA-Plattformen sind auf Konzerne ausgelegt. Für KMU reichen oft einfachere Werkzeuge wie Power Automate oder eine kleine, massgeschneiderte Integration. Entscheidend ist, ob die gesparte Zeit die Kosten für Aufbau und Unterhalt deckt.

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