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Paginierung.
Paginierung ist die Aufteilung einer langen Liste von Inhalten, etwa Produkte, Blogartikel oder Referenzen, auf mehrere nummerierte Seiten. Für SEO ist entscheidend, dass alle Folgeseiten über normale Links erreichbar und indexierbar bleiben, damit Suchmaschinen auch die Inhalte auf Seite 2, 3 und weiter finden.
Paginierung — ausführlich erklärt
Sobald eine Kategorie in einem Onlineshop, ein Blog oder eine Referenzliste mehr Einträge hat, als auf eine Seite passen, wird sie aufgeteilt: Seite 1 zeigt die ersten zwanzig Produkte, Seite 2 die nächsten zwanzig und so weiter. Für Besucher ist das selbstverständlich. Für Suchmaschinen stellt sich die Frage, wie sie die Einträge auf den hinteren Seiten finden und wie die einzelnen Seiten zueinander stehen.
Früher empfahl Google die Auszeichnung mit rel=«next» und rel=«prev». 2019 gab Google bekannt, diese Angaben schon länger nicht mehr zu nutzen. Heute behandelt Google jede paginierte Seite als eigene Seite. Daraus ergeben sich einfache Regeln: Jede Seite bekommt eine eigene URL (etwa ?page=2 oder /seite/2), verweist mit einem selbstreferenzierenden Canonical-Tag auf sich selbst und ist über normale HTML-Links erreichbar.
Ein häufiger Fehler ist, alle Folgeseiten per Canonical auf Seite 1 zu verweisen. Damit teilt man Google mit, dass Seite 2 ein Duplikat von Seite 1 ist, obwohl sie andere Inhalte zeigt; die Produkte auf den Folgeseiten werden dadurch schlechter gefunden. Ebenso problematisch ist es, Folgeseiten auf noindex zu setzen und gleichzeitig zu erwarten, dass Google den Links darauf dauerhaft folgt.
Endlos-Scrollen und «Mehr laden»-Knöpfe sind für Besucher bequem, für Crawler aber oft eine Sackgasse, weil Suchmaschinen nicht scrollen oder klicken. Wer solche Muster nutzt, sollte im Hintergrund zusätzlich paginierte URLs mit normalen Links anbieten, damit alle Inhalte erreichbar bleiben.
Paginierung richtig umsetzen
Jede Seite hat eine eindeutige, crawlbare URL. Die Seiten sind untereinander mit normalen Links verbunden (vor, zurück, Seitenzahlen). Jede Seite hat einen eigenen Canonical auf sich selbst. Seite 1 ist nicht doppelt unter zwei Adressen erreichbar (etwa /blog und /blog?page=1). Titel der Folgeseiten dürfen sich durch den Zusatz «Seite 2» unterscheiden.
Wichtig ist ausserdem die Frage, ob die einzelnen Einträge auch auf anderen Wegen erreichbar sind: über Unterkategorien, interne Links aus Artikeln oder die XML-Sitemap. Je weniger ein Produkt nur über Seite 9 einer Liste erreichbar ist, desto besser.
Beispiel: Ein Onlineshop mit 600 Produkten
Ein Schweizer Onlineshop für Wohnaccessoires zeigt in der Kategorie «Leuchten» 600 Produkte mit Endlos-Scrollen. Die Search Console zeigt, dass nur rund ein Drittel der Produktseiten indexiert ist. Der Grund: Crawler sehen nur die ersten 24 Produkte, weil der Rest erst per JavaScript nachgeladen wird.
Die Lösung kombiniert beides: Endlos-Scrollen für Besucher und im HTML paginierte Links (/leuchten?page=2 usw.) für Crawler, dazu Unterkategorien wie «Stehleuchten» und «Pendelleuchten», die die Tiefe der Listen verringern. Solche Strukturen planen wir in der E-Commerce-Agentur und bei Shopify-Shops.
Weiterführende Seite
Crawl BudgetHäufige Fragen zu Paginierung
Nein. Google hat 2019 bekannt gegeben, diese Angaben nicht mehr als Signal zu verwenden. Andere Suchmaschinen können sie weiterhin lesen, schaden tut die Auszeichnung nicht.
Nein. Jede paginierte Seite zeigt andere Inhalte und sollte einen Canonical auf sich selbst haben. Ein Canonical auf Seite 1 kann dazu führen, dass Einträge auf den Folgeseiten schlechter gefunden werden.
Nicht grundsätzlich, aber Crawler scrollen nicht. Wer Endlos-Scrollen nutzt, sollte zusätzlich paginierte URLs mit normalen Links anbieten, damit alle Inhalte erreichbar sind.
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