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Growth Hacking.
Growth Hacking ist ein Vorgehen, bei dem ein Team mit vielen kleinen, schnellen und messbaren Experimenten herausfindet, was Wachstum bringt, quer durch Produkt, Marketing und Vertrieb. Der Begriff stammt aus der Startup-Szene und steht für Tempo, Daten und kreative Lösungen mit wenig Budget.
Growth Hacking — ausführlich erklärt
Den Begriff prägte der Marketer Sean Ellis um 2010. Er suchte für Startups jemanden, dessen einzige Aufgabe Wachstum war, nicht Markenpflege oder Kampagnen. Die Methode dahinter: Ideen sammeln, nach erwarteter Wirkung und Aufwand priorisieren, als kleines Experiment mit klarer Messgrösse umsetzen, auswerten und das Erfolgreiche ausbauen. Dann die nächste Idee.
Typische Experimente betreffen nicht nur Werbung. Oft liegt der Hebel im Produkt oder auf der Website: ein kürzeres Anmeldeformular, ein anderer Text auf dem Hauptknopf, ein Empfehlungsprogramm, ein kostenloses Werkzeug, das Interessenten anzieht. Viele Experimente sind A/B-Tests, bei denen zwei Varianten gegeneinander laufen. Entscheidend ist, dass vorher feststeht, woran Erfolg gemessen wird.
Ein Beispiel: Ein Onlineshop für Kaffee testet drei Ideen in einem Monat. Erstens Gratisversand ab CHF 50 statt ab CHF 80. Zweitens ein Abo-Angebot direkt auf der Produktseite. Drittens eine Mail an Kunden, deren letzte Bestellung sechs Wochen zurückliegt. Die Mail bringt den grössten Effekt bei kleinstem Aufwand und wird automatisiert, die anderen beiden werden verworfen oder angepasst. (Anschauungsbeispiel.)
Grenzen hat die Methode dort, wo Daten fehlen. Mit wenigen Besuchen pro Woche dauert jeder Test zu lange, um aussagekräftig zu sein. Ausserdem verführt der Name zu Abkürzungen, die rechtlich oder ethisch heikel sind, etwa gekaufte Adresslisten oder irreführende Verknappung. Für KMU ist der nützliche Kern einfach: kleine Schritte, klare Messung, das Funktionierende ausbauen. Grundlage jedes Experiments ist eine Messung, der man trauen kann: ein sauberes Conversion-Tracking.
Weiterführende Seite
Conversion-Rate-OptimierungHäufige Fragen zu Growth Hacking
Klassisches Marketing plant Kampagnen und Markenauftritt. Growth Hacking testet laufend kleine Änderungen an Produkt, Website, Preis und Kommunikation und misst jeweils den Effekt auf Wachstum. Es ist eher eine Arbeitsweise als ein Kanal.
Der Kern schon: kleine Experimente mit klarer Messgrösse. Wichtig ist genug Datenmenge. Bei wenigen Besuchen pro Woche sind grössere, deutlich verschiedene Änderungen sinnvoller als Feinheiten wie eine andere Knopffarbe.
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