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Künstliche Intelligenz (KI).
Künstliche Intelligenz, kurz KI und auf Englisch AI (Artificial Intelligence), bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben lösen, für die bisher menschliches Denken nötig war: Sprache verstehen und erzeugen, Bilder erkennen, Muster in Daten finden und Entscheidungen vorbereiten.
Künstliche Intelligenz (KI) — ausführlich erklärt
Der Begriff ist fast 70 Jahre alt und wurde 1956 auf einer Konferenz in Dartmouth geprägt. Lange meinte er vor allem regelbasierte Systeme, die Fachleute von Hand programmierten. Der heutige Schub kommt aus dem maschinellen Lernen: Statt Regeln vorzugeben, lernt ein System aus sehr vielen Beispielen, welche Muster zusammengehören. Eine besondere Form davon sind grosse Sprachmodelle wie GPT, Claude oder Gemini, die aus riesigen Textmengen gelernt haben, Sprache zu verstehen und zu erzeugen.
Im Alltag lassen sich drei Arten unterscheiden. Erkennende KI ordnet ein, etwa Spam im Postfach, Gesichter auf Fotos oder Betrugsmuster bei Zahlungen. Vorhersagende KI schätzt, was wahrscheinlich passiert, zum Beispiel Nachfrage oder Ausfallrisiken. Und generative KI erzeugt Neues: Texte, Bilder, Code oder Zusammenfassungen. Die öffentliche Diskussion seit 2022 dreht sich fast ausschliesslich um die generative KI, weil sie zum ersten Mal für jeden ohne Fachkenntnisse nutzbar wurde.
Wichtig für den Einsatz in Unternehmen: KI versteht nicht im menschlichen Sinn. Ein Sprachmodell berechnet, welche Antwort auf eine Eingabe am wahrscheinlichsten passt. Das funktioniert erstaunlich gut, führt aber auch zu sogenannten Halluzinationen, also überzeugend formulierten, falschen Aussagen. KI eignet sich deshalb hervorragend für Entwürfe, Zusammenfassungen, Klassifizierung und die Arbeit mit eigenen Dokumenten, sie braucht aber bei allem, was rechtlich, finanziell oder gegenüber Kunden verbindlich ist, eine menschliche Prüfung.
Für Schweizer KMU liegt der grösste Nutzen meist nicht in spektakulären Projekten, sondern in wiederkehrender Arbeit: Anfragen vorsortieren, Offerten aus Textbausteinen vorbereiten, Dokumente auslesen, interne Fragen anhand der eigenen Unterlagen beantworten. Datenschutz gehört von Anfang an dazu, denn sobald Personendaten in ein KI-Werkzeug fliessen, gilt das revidierte Datenschutzgesetz.
Weiterführend
Wie Sprachmodelle funktionieren, erklärt der Glossarbegriff LLM (Large Language Model); warum sie Fehler erfinden, steht unter Halluzination.
Wo KI in Ihrem Betrieb tatsächlich Arbeit abnimmt, klären wir in der KI-Beratung. Einen Überblick über typische Einsätze bietet die Seite KI für KMU.
Weiterführende Seite
KI-Beratung SchweizHäufige Fragen zu Künstliche Intelligenz (KI)
AI ist die englische Abkürzung für Artificial Intelligence, auf Deutsch künstliche Intelligenz (KI). Beide Begriffe meinen dasselbe.
Ja. ChatGPT basiert auf einem grossen Sprachmodell, einer Form der generativen künstlichen Intelligenz. Es erzeugt Text, indem es berechnet, welche Fortsetzung zu einer Eingabe am besten passt.
Am besten bei klar umrissenen, wiederkehrenden Aufgaben mit menschlicher Kontrolle: Anfragen sortieren, Texte entwerfen, Dokumente auslesen, Wissen aus eigenen Unterlagen abrufbar machen. Wichtig sind ein klarer Anwendungsfall, saubere Daten und eine Regel, wer das Ergebnis prüft.
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Künstliche Intelligenz (KI) in der Praxis
Wie der Begriff im Alltag von Schweizer KMU auftaucht — vertieft in Artikeln aus dem DLM Magazin.