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KI & Trendsca. 10 Min. Lesezeit01. September 2026(Aktualisiert: 01. September 2026)Daniel Müller

ChatGPT Ads in der Schweiz: Was seit dem Start vom 24. August 2026 gilt.

Seit dem 24. August 2026 zeigt ChatGPT in der Schweiz Werbung — aber ohne personalisierte Ausspielung. Was genau gestartet ist, welche Signale die Auslieferung steuern, was für Schweizer KMU daraus folgt und welche Zahlen zu diesem Kanal schlicht noch nicht existieren. Stand: 1. September 2026.

Kalenderraster mit einem hervorgehobenen Tag, verbunden mit einer Chat-Karte — Sinnbild für den Start von ChatGPT Ads in der Schweiz am 24. August 2026

Seit Montag, dem 24. August 2026, zeigt ChatGPT auch in der Schweiz Werbung. Die Anzeigen erscheinen unterhalb der Antwort, sind mit «Sponsored» gekennzeichnet und werden ausschliesslich Nutzerinnen und Nutzern der Tarife Free und Go ausgespielt. Der entscheidende Unterschied zum US-Markt: In der Schweiz und im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum läuft der Kanal ohne personalisierte Ausspielung — die Auswahl einer Anzeige stützt sich auf die laufende Gesprächssituation, nicht auf die Person.

Stand dieses Artikels: 1. September 2026. Der Kanal ist in der Schweiz acht Tage alt und verändert sich derzeit im Wochentakt. Wir halten hier fest, was zu diesem Datum belegt ist, kennzeichnen ausdrücklich, was nur den US-Markt betrifft, und benennen die Punkte, zu denen es schlicht keine belastbaren Schweizer Daten gibt.

Was am 24. August 2026 genau gestartet ist

31 Märkte, ein gemeinsamer Starttermin

OpenAI hatte die Ausweitung am 18. August 2026 angekündigt und sie am 24. August vollzogen. Live gingen 31 europäische Märkte gleichzeitig: die 27 EU-Staaten plus Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Die Schweiz ist damit kein nachgelagerter Sonderfall, sondern einer der Startmärkte — sie wird von OpenAI regulatorisch zusammen mit dem EWR behandelt.

Das ist der Punkt, an dem viele deutschsprachige Übersichtsartikel inzwischen veraltet sind: Bis Mitte August war die korrekte Antwort auf die Frage «Kann ich in der Schweiz ChatGPT AdsChatGPT Ads sind bezahlte Anzeigen, die OpenAI unterhalb einer Chat-Antwort einblendet — durch eine Trennlinie abgesetzt und mit «Sponsored» gekennzeichnet,…Mehr erfahren → buchen?» ein klares Nein. Seit dem 24. August ist sie es nicht mehr — wobei der Einkauf zum Start noch über das OpenAI-Ads-Solutions-Team und über Partneragenturen lief und nicht über einen offenen Zugang. Wie sich das seither entwickelt hat, steht weiter unten.

Wer die Anzeigen überhaupt sieht

Werbung sehen ausschliesslich Nutzerinnen und Nutzer der Tarife Free und Go. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei. Bemerkenswert daran: Go ist ein kostenpflichtiger Tarif. «Werbefrei» und «zahlend» sind bei ChatGPT also nicht dasselbe — auch ein Teil der zahlenden Nutzerschaft sieht Anzeigen.

Zusätzlich gilt: Konten, die als unter 18 erkannt werden, sind von der Auslieferung ausgenommen. Temporäre Chats zeigen ebenfalls keine Werbung. Und OpenAI bietet eine werbefreie Variante des Gratis-Tarifs an, die dafür reduzierte Tageslimits und einen eingeschränkten Werkzeugzugang hat.

Wo die Anzeige steht und wie sie aussieht

Die Anzeige steht unterhalb der Chat-Antwort, optisch durch eine graue Trennlinie abgesetzt und als «Sponsored» gekennzeichnet. Sie steht nicht im Antworttext. Laut OpenAI beeinflussen Anzeigen die inhaltliche Antwort nicht; Anzeigenauswahl und Antwortgenerierung laufen getrennt voneinander.

Zum Aufbau des Creatives selbst halten wir uns bewusst zurück. Die kursierenden Angaben zu Zeichenlängen für Titel und Beschreibungstext widersprechen sich je nach Quelle deutlich, und eine offizielle, von uns einsehbare Spezifikation existiert nicht. Übereinstimmend berichtet wird lediglich, dass das Anzeigenbild quadratisch ist — eine verbindliche Pixelvorgabe dazu ist nicht veröffentlicht. Wer die verlässlichen Werte braucht, liest sie im Ads Manager selbst ab, nicht in einem Blogartikel.

Der Schweizer Sonderfall: keine personalisierte Ausspielung

Das ist der wichtigste Abschnitt dieses Artikels, und er wird in der Berichterstattung regelmässig übergangen. Personalisierte Werbung ist im EWR und in der Schweiz zum Start nicht verfügbar. Das ist keine Feinheit der Einstellungen, sondern eine andere Mechanik als im US-Markt.

Welche Signale die Auslieferung tatsächlich steuern

Für die Auswahl einer Anzeige werden zum Start nur Signale aus der laufenden Sitzung und grobe Rahmendaten genutzt:

  • Das Thema der aktuellen Unterhaltung — worüber im Chat gerade gesprochen wird.
  • Der ungefähre Standort — geografisch steuerbar sind Land, Region und DMA. Feinere geografische Zielsteuerung ist nicht dokumentiert.
  • Der Gerätetyp.
  • Die Tageszeit.
  • Die Sprache.

Was ausdrücklich nicht genutzt wird

Frühere Chats, gespeicherte Erinnerungen (Memory) und die bisherige Anzeigen-Historie fliessen in Europa und der Schweiz zum Start ausdrücklich nicht in die Anzeigenauswahl ein. Es gibt also kein aufgebautes Profil, auf das eine Kampagne zugreifen könnte — weder ein Interessenprofil noch ein Verhaltensprofil, auch nicht in abgeschwächter Form.

Ebenso klar geregelt ist die Gegenrichtung: Werbetreibende erhalten keine Gesprächsinhalte. Sie sehen aggregierte Kennzahlen wie Impressionen und Klicks. Chats, Chatverlauf, Erinnerungen, Name, E-Mail-Adresse, genauer Standort und IP-Adresse werden nicht weitergegeben. Nutzerinnen und Nutzer können in den Einstellungen unter «Ads controls» einsehen, welche Anzeigen sie gesehen haben und welche Themen zur Relevanzbestimmung herangezogen wurden — und diese Daten löschen.

Warum das so ist

Der Grund ist regulatorisch, nicht technisch. Personalisierte Werbung wäre in Europa eine Verarbeitung personenbezogener Daten, die nach DSGVO eine Einwilligung voraussetzt. OpenAI hat sich für einen Consent-First-Weg entschieden und startet ohne Personalisierung, statt sie ohne Einwilligung auszurollen. Eine Nachreichung der Personalisierung mit ausdrücklicher Einwilligung wurde angekündigt — ohne Zeitplan. Es gibt kein Datum, kein Quartal und keine Zusage, dass die Schweiz dabei in derselben Phase bedient wird wie der EWR.

Ein Hinweis zur Einordnung: Die in Fachmedien verbreitete Zuordnung «kontextuelle Anzeigen stützen sich auf das berechtigte Interesse, personalisierte auf eine Einwilligung» stammt aus Presseberichten, nicht aus einer von uns eingesehenen Primärquelle von OpenAI. Wir geben sie als Presseangabe wieder und nicht als Rechtsauskunft. Und: Dass die Schweiz zusammen mit dem EWR behandelt wird, ist belegt — eine eigene Begründung mit Bezug auf das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz hat OpenAI nicht veröffentlicht.

Was daraus praktisch folgt

Die Steuerung läuft über die Gesprächssituation, nicht über die Person. Wer aus Meta oder Google gewohnt ist, Zielgruppen zu bauen und Segmente wiederzuverwenden, findet hier nichts davon vor. Es gibt keine Custom Audiences, auf die man sich in der Schweiz verlassen könnte — Custom Audiences und Produkt-Feeds sind zwar in der Ads-API dokumentiert, aber sie beruhen auf Nutzerdaten, die im EWR und in der Schweiz zum Start gerade nicht zur Anzeigenauswahl herangezogen werden. Bis das ausdrücklich bestätigt ist, sollte man sie hier nicht als verfügbar einplanen.

Fachmedien bewerten die Lage so, dass in Europa das Creative und die hinterlegten Kontextsignale die gesamte Zielsteuerung tragen und sich auf US-Verhaltensdaten trainierte Kampagnenstrukturen nicht sauber übertragen lassen. Das ist eine Einschätzung, keine Herstellerangabe — inhaltlich passt sie allerdings genau zu dem, was OpenAI selbst zum Signalumfang sagt.

Wie gebucht wird — vom Ads-Team zum Self-Service

Zum europäischen Start am 24. August war der Einkauf nicht offen. Gebucht wurde über das OpenAI-Ads-Solutions-Team, über Agenturpartner wie Publicis, WPP, Omnicom, Havas und Dentsu sowie über Technologiepartner. Ein Self-Service-Zugang war angekündigt.

Am 31. August 2026 hat OpenAI diesen Self-Service-Ads-Manager als Beta für die 31 europäischen Märkte geöffnet — für Werbetreibende in freigegebenen Kategorien, deren Anzeigen die Richtlinienprüfung bestehen, und ausdrücklich auch für kleine Unternehmen. Ob die Schweiz namentlich in der Länderliste dieses Self-Service steht, ist zum Redaktionsschluss dieses Artikels noch nicht abschliessend geklärt: Der belastbare Bericht spricht von «31 europäischen Märkten», die namentliche Nennung der Schweiz stammt bislang nur aus schwächeren Sekundärquellen. Die Meldung ist einen Tag alt. Wir behandeln das erst als gesichert, wenn ein Schweizer Konto tatsächlich eröffnet und die Länderliste selbst geprüft wurde.

Drei Kampagnenziele

  • Reach — Abrechnung per CPM.
  • Clicks — Abrechnung per CPCCPC (Cost-per-Click) ist der Betrag, den ein Werbetreibender für jeden Klick auf seine Anzeige bezahlt. Er ist die zentrale Abrechnungsgrösse im…Mehr erfahren →.
  • Conversions (oCPCoCPC ist die Abrechnungs- und Optimierungsart hinter dem Kampagnenziel Conversions im OpenAI Ads Manager. Die Auslieferung wird auf ein Conversion-Ereignis hin…Mehr erfahren →) — die Auslieferung wird auf ein Conversion-Ereignis optimiert, abgerechnet wird aber weiterhin pro gültigem Klick, nicht pro Conversion. Das ist ein Missverständnis, das derzeit oft entsteht.

oCPC unterstützt momentan genau ein Standard-Conversion-Ereignis pro Kampagne. Eigene, selbst definierte Conversion-Ereignisse werden für oCPC nicht unterstützt. Wer mehrere Zielhandlungen sauber trennen will, muss das über die Kampagnenstruktur lösen.

Context Hints sind keine Keywords

Auf Ad-Group-Ebene hinterlegt man sogenannte Context HintsContext Hints sind Beschreibungen von Gesprächen, Themen und Bedürfnissen, für die ein beworbenes Angebot relevant ist. Sie werden im OpenAI Ads Manager auf…Mehr erfahren →: Beschreibungen von Gesprächen, Themen und Bedürfnissen, für die ein Angebot relevant ist. Sie sind ausdrücklich keine Exact-Match-Keywords, keine Zielgruppenregeln und keine Garantie, dass eine Anzeige bei bestimmten Wörtern erscheint. Sie sind ein Relevanzsignal, kein Schalter.

In die Relevanzbewertung fliessen daneben der Gesprächskontext, der Inhalt der Landingpage sowie Titel und Text der Anzeige ein. Die Platzierung ergibt sich aus Relevanz kombiniert mit dem Gebot. Praktisch heisst das: Die Landingpage ist hier kein nachgelagertes Detail, sondern Teil des Targetings. Wer eine dünne Seite hinter die Anzeige hängt, schwächt die Auslieferung selbst — eine Logik, die aus der Sichtbarkeit in KI-Antworten vertraut ist.

Messung: Pixel, Conversions API und ein fixes Fenster

Für die Messung gibt es zwei Wege, die sich kombinieren lassen: den OpenAI-Pixel (JavaScript im Browser) und die serverseitige Conversions API. Die Deduplizierung läuft über dieselbe Pixel-ID, denselben event_name und dieselbe Event-ID; das zuerst eingegangene Ereignis zählt.

Die Klickzuordnung erfolgt über einen von OpenAI vergebenen, undurchsichtigen Parameter namens oppref, der beim Klick an die Landingpage-URL angehängt wird. Der Pixel liest ihn automatisch aus. Bei der Conversions API muss man ihn selbst erfassen und mitsenden — das ist die Stelle, an der in der Praxis am häufigsten etwas schiefgeht.

Beim Attributionsfenster gilt: Das View-Through-Fenster ist fix auf einen Tag nach einer gültigen Impression gesetzt, das Click-Through-Fenster ist konfigurierbar. Überschneiden sich beide, hat die Klickzuordnung Vorrang. View-Through-Conversions erscheinen als eigene Kennzahl auf Kampagnenebene und sind nicht in der Conversion-Summe enthalten — wer das übersieht, zählt doppelt.

Wer heute schon ein sauber aufgesetztes serverseitiges Tracking betreibt, hat hier einen echten Vorteil: Die Denkweise ist dieselbe wie bei bestehendem Conversion-Tracking, nur mit einem neuen Parameter und einem anderen Attributionsfenster.

Was das für Schweizer KMU heute bedeutet

Nüchtern: Der Kanal ist jung und schlecht vermessen. Wie gross er in der Schweiz ist, lässt sich zum 1. September 2026 nicht sagen — OpenAI veröffentlicht dazu keine Zahlen. Er ist acht Tage alt, der Self-Service ist einen Tag alt und befindet sich in der Beta. Es gibt keine Schweizer Kampagnenhistorie, an der man sich orientieren könnte, und keine veröffentlichten Schweizer Preisdaten.

Wer heute einsteigt, kauft in erster Linie Lernkurve. Welche Reichweite dazukommt, lässt sich vorher nicht beziffern — dafür fehlen die Schweizer Daten. Das ist keine Abwertung — Lernkurve kann sehr wertvoll sein, wenn ein Unternehmen ohnehin Budget in bezahlte Kanäle steckt und bereit ist, einen definierten Betrag als Lehrgeld zu behandeln. Es ist aber etwas anderes als ein Kanal, von dem man Volumen erwartet. Wer sein Wachstum in den nächsten sechs Monaten planbar aus bezahlten Klicks holen muss, ist mit einer gepflegten Google-Ads-Struktur weiterhin besser bedient — dort existieren Nachfragedaten, Wettbewerbsdaten und eine belastbare Historie.

Interessant ist ChatGPT Ads vor allem dort, wo Angebote erklärungsbedürftig sind und in Gesprächen auftauchen, in denen jemand ein Problem beschreibt statt einen Suchbegriff einzutippen. Für KMU, die ohnehin bereits mit KI-Werkzeugen arbeiten, ist der organisatorische Aufwand überschaubar — das eigentliche Investment ist die Aufmerksamkeit in den ersten Wochen, nicht das Setup.

Was offen ist — und wo wir nichts behaupten

Es gehört zur Ehrlichkeit dieses Artikels, die Lücken zu benennen, statt sie mit plausibel klingenden Zahlen zu füllen:

  • Reichweite in der Schweiz: unbekannt. OpenAI veröffentlicht keine Schweizer Aufteilung nach Tarifen. Jede kursierende Nutzerzahl für die werbeexponierte Gruppe in der Schweiz ist hochgerechnet, nicht gemessen. Wir nennen deshalb keine.
  • Klickpreise: Für die Schweiz gibt es keine veröffentlichten CPC-, CPM- oder oCPC-Werte. Was zirkuliert, sind US-Zahlen aus dem Zeitraum Februar bis Mai 2026 — dort wird ein Start-Maximalgebot von 3 bis 5 US-Dollar für Klick-Kampagnen empfohlen, und die CPM-Preise sollen seit dem Pilot von rund 60 auf rund 25 US-Dollar gefallen sein. Das ist der US-Markt. In Franken umgerechnet wären diese Werte keine Information, sondern eine Erfindung.
  • Mindestbudget: Für die Schweiz ist keines veröffentlicht. Die einzige belegte Liste von Tagesminima nennt USD, GBP, CAD, AUD, NZD, JPY, KRW, BRL, MXN und INR — weder Franken noch Euro kommen darin vor. «Ab CHF X pro Tag» wäre also eine Zahl ohne Grundlage.
  • Branchenzulassungen: Die Werberichtlinien wurden zwischen März und August 2026 mehrfach geändert. Nach Fachberichten — nicht nach einer von uns eingesehenen Primärquelle — unterliegen Finanz-, Gesundheits- und Rechtsdienstleistungen ausserhalb der USA erheblichen Einschränkungen. Die Schweiz kommt in der zuletzt veröffentlichten Länderliste für freigegebene Gesundheitswerbung nicht vor; diese Liste stammt allerdings vom 12. August 2026 und damit von vor dem europäischen Start, sodass offen bleibt, ob das ein Ausschluss oder nur eine Nichterwähnung ist. Wer aus einer dieser Branchen kommt, prüft die aktuelle Richtlinie vor jeder Planung bei OpenAI selbst und verlässt sich nicht auf einen Artikel — auch nicht auf diesen.
  • Wirkung auf die organische Sichtbarkeit: Anzeigen und Antwortgenerierung sind laut OpenAI getrennt. Alles darüber hinaus — ob geschaltete Anzeigen die Zitierhäufigkeit in KI-Antworten beeinflussen — wäre Spekulation. Wir spekulieren hier nicht.
  • Grössenordnung des Geschäfts: OpenAI meldet global einen annualisierten Werbeumsatz von einer Milliarde US-Dollar und «Zehntausende» Werbetreibende. Das sind Selbstangaben, global, nicht unabhängig prüfbar — und aus ihnen lässt sich weder eine Schweizer Reichweite noch ein Schweizer Marktvolumen ableiten.

Wann ein Test sinnvoll ist — und wann man wartet

Eine nüchterne Entscheidungshilfe, ohne Dringlichkeitsrhetorik.

Ein Test ergibt jetzt Sinn, wenn das Unternehmen bereits bezahlte Kanäle betreibt und ein funktionierendes Conversion-Tracking hat; wenn ein klar begrenztes Testbudget als Lernkosten verbucht werden kann; wenn das Angebot in beschreibbaren Problemsituationen auftaucht und die passende Landingpage schon existiert; und wenn jemand die Zeit hat, in den ersten Wochen wöchentlich hineinzuschauen. Der Kanal ändert sich derzeit schneller, als ein Monatsreport ihn abbilden kann.

Warten ist die bessere Entscheidung, wenn das bezahlte Budget knapp ist und jeder Franken einen kalkulierbaren Rückfluss braucht; wenn das Tracking noch nicht sauber steht — dann ist die Reihenfolge erst Tracking, dann neuer Kanal; wenn das Unternehmen aus einer Branche mit unklarer Richtlinienlage kommt; oder wenn intern niemand die Betreuung übernehmen kann. Ein unbeaufsichtigter Test in einem Kanal ohne Benchmarks liefert keine verwertbaren Erkenntnisse, sondern nur eine Rechnung.

Wer unsicher ist, wo dieser Kanal im eigenen Marketing-Mix überhaupt stehen könnte, klärt das sinnvollerweise vor dem ersten Franken Media-Budget — das ist eine Frage der Kanalstrategie und nicht der Kampagneneinrichtung.

Wie wir damit umgehen

DLM Digital hat Zugang zum OpenAI Ads ManagerDer OpenAI Ads Manager ist die Oberfläche, in der Anzeigen für ChatGPT angelegt, gesteuert und ausgewertet werden. Er ordnet ein Konto in drei Ebenen:…Mehr erfahren →, richtet Konten ein und betreut laufende Kampagnen. Was wir nicht haben — und niemand in der Schweiz hat es zum 1. September 2026 — sind belastbare Schweizer Langzeitdaten zu diesem Kanal. Der Kanal ist acht Tage alt. Wenn Ihnen jemand heute Erfahrungswerte, Klickpreise oder Ergebnisse aus eigenen Schweizer ChatGPT-Ads-Mandaten vorlegt, ist die nützlichste Rückfrage, aus welchem Markt und aus welchem Zeitraum diese Zahlen stammen.

Was übertragbar ist, ist die angrenzende Erfahrung: strukturierte Kampagnenarbeit aus Google Ads, sauberes serverseitiges Conversion-Tracking und die Arbeit an Inhalten, die in KI-Antworten überhaupt erst als relevant erkannt werden. Die Relevanzbewertung stützt sich bei ChatGPT Ads auf den Gesprächskontext, den Inhalt der Landingpage sowie Titel und Text der Anzeige. Zwei dieser drei Faktoren liegen in der Hand des Werbetreibenden — und handwerklich gilt für sie dasselbe wie in klassischen Suchkampagnen.

Unsere Betreuung für ChatGPT Ads beginnt bei CHF 300 pro Monat. Das Media-Budget, das an OpenAI fliesst, ist darin nicht enthalten und wird immer separat abgerechnet.

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald sich die Faktenlage ändert — insbesondere zur Frage, ob die Schweiz namentlich in der Länderliste des Self-Service-Ads-Managers geführt wird, und zu allem, was die Personalisierung im EWR und in der Schweiz betrifft.

Weiterführend

Wie wir ChatGPT Ads aufsetzen, messen und betreuen, steht auf der Leistungsseite ChatGPT Ads Schweiz. Wer zuerst wissen will, ob sich das Budget gegenüber dem bestehenden Kanal lohnt, findet die Gegenüberstellung unter ChatGPT Ads oder Google Ads; die praktische Einrichtung beschreibt dieser Leitfaden. Die Begriffe dazu — ChatGPT Ads, Context Hints und OpenAI Ads Manager — stehen einzeln im Glossar.

DM

Daniel Müller

Senior Developer bei DLM Digital – 10+ Jahre Erfahrung in Webentwicklung, SEO und digitaler Strategie für Schweizer KMU

Zuletzt aktualisiert am 01. September 2026

Tags:ChatGPT AdsOpenAIPaid AdvertisingKI-SucheSchweiz
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Häufige Fragen: ChatGPT Ads in der Schweiz: Was seit dem Start vom 24. August 2026 gilt

Ja. ChatGPT Ads sind am 24. August 2026 in der Schweiz und 30 weiteren europäischen Märkten live gegangen — das sind die 27 EU-Staaten plus Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Zum Start lief der Einkauf über das OpenAI-Ads-Solutions-Team sowie über Agentur- und Technologiepartner; am 31. August 2026 hat OpenAI zusätzlich einen Self-Service-Ads-Manager als Beta für die 31 europäischen Märkte geöffnet. Ob die Schweiz in dessen Länderliste namentlich geführt wird, ist zum 1. September 2026 noch nicht abschliessend belegt. Ältere Artikel, die schreiben, ChatGPT Ads seien in der Schweiz nicht aktiv, beziehen sich auf den Stand vor dem 24. August 2026.

Nein. Personalisierte Werbung ist im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zum Start nicht verfügbar. Für die Anzeigenauswahl werden nur das Thema der laufenden Unterhaltung, der ungefähre Standort, der Gerätetyp, die Tageszeit und die Sprache genutzt. Frühere Chats, gespeicherte Erinnerungen und die Anzeigen-Historie fliessen ausdrücklich nicht ein. Eine Nachreichung mit ausdrücklicher Einwilligung wurde angekündigt, allerdings ohne Zeitplan.

Zum 1. September 2026 gibt es keine veröffentlichten Schweizer Preisdaten — weder CPC- noch CPM- noch oCPC-Werte — und kein belegtes Schweizer oder europäisches Mindestbudget. Die einzige belegte Liste von Tagesminima enthält weder Franken noch Euro. Kalkulierbar ist nur die Betreuung: Bei DLM Digital beginnt sie bei CHF 300 pro Monat, wobei das Media-Budget für OpenAI immer separat und zusätzlich anfällt.

Nein. Context Hints werden auf Ad-Group-Ebene hinterlegt und beschreiben Gespräche, Themen und Bedürfnisse, für die ein Angebot relevant ist. Sie sind ausdrücklich keine Exact-Match-Keywords, keine Zielgruppenregeln und keine Garantie, dass eine Anzeige bei bestimmten Wörtern erscheint. Sie sind ein Relevanzsignal. In die Relevanzbewertung fliessen zusätzlich der Gesprächskontext, der Inhalt der Landingpage sowie Titel und Text der Anzeige ein.

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