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Web Agentur.
Was eine Webagentur tatsächlich tut, welche Rollen in ihr stecken, wie sie abrechnet und was nach dem Livegang passiert — inklusive der Fälle, in denen ein Freelancer, ein Baukasten oder ein eigenes Team die bessere Wahl ist.
Umgesetzte Projekte ansehenEine Webagentur ist ein Dienstleister, der Websites und Web-Anwendungen konzipiert, gestaltet, entwickelt und anschliessend betreibt — und dafür Disziplinen bündelt, die sonst einzeln eingekauft werden müssten: Informationsarchitektur, Gestaltung, Frontend, Backend, Inhalte, Auffindbarkeit und technischer Betrieb. Der Unterschied zur Werbe- oder Digitalagentur liegt im Schwerpunkt: Die Webagentur baut und unterhält das Produkt, auf das alle anderen Massnahmen verweisen.
Diese Seite ist eine Erklärseite, keine Selbstdarstellung. Sie beschreibt, welche Arbeit in einem Webmandat wirklich anfällt, welche Rollen dahinterstecken, wie abgerechnet wird und wo die Kategorie an ihre Grenzen kommt. Wo DLM Digital in dieses Bild passt, steht am Ende in einem eigenen, klar abgegrenzten Abschnitt. Wer stattdessen Auswahlkriterien und Prüffragen sucht, findet beides ausführlich im Auswahl-Leitfaden für Digital-Agenturen in der Schweiz.
Was macht eine Web-Agentur konkret?
Eine Webagentur übernimmt sechs Arbeitspakete: Konzept und Struktur, Gestaltung, technische Umsetzung, Inhalte, Auffindbarkeit und Betrieb. Der sichtbare Teil — das Design — ist dabei der kleinste. Der grösste Teil der Arbeitszeit fliesst in Entscheidungen, die man der fertigen Seite später nicht ansieht: welche Inhalte überhaupt gebraucht werden, wie sie geordnet sind, was beim Klick passiert und was die Seite tut, wenn etwas schiefgeht.
- Konzept und Informationsarchitektur. Welche Seiten braucht es, wie heissen sie, wie hängen sie zusammen, was ist der Pfad vom ersten Besuch bis zur Anfrage. Hier entscheidet sich, ob eine Website später funktioniert.
- Gestaltung. Raster, Typografie, Farben, Zustände von Bedienelementen, Verhalten auf kleinen Bildschirmen. Nicht nur das Aussehen einer Startseite, sondern ein System, mit dem sich zwanzig weitere Seiten bauen lassen, ohne dass es auseinanderfällt.
- Technische Umsetzung. Frontend, Backend, Redaktionssystem, Formulare, Schnittstellen zu bestehenden Systemen, Ladezeit, Sicherheit. Das ist der Teil, der über Monate hinweg tragen muss.
- Inhalte. Texte, Bilder, Videos, Übersetzungen. Der Posten, der Projekte am häufigsten verzögert, weil er als Nebensache eingeplant und dann zur Hauptsache wird.
- Auffindbarkeit. Technisches SEO, saubere Überschriftenstruktur, strukturierte Daten, Weiterleitungen beim Relaunch. Wer das erst nach dem Livegang anfängt, bezahlt dieselbe Arbeit zweimal.
- Betrieb. Hosting, Updates, Sicherung, Überwachung, kleine Änderungen. Der Teil, den fast jede Offerte streift und fast jedes Projekt unterschätzt.
Nicht jede Agentur deckt alle sechs Pakete gleich tief ab, und keine Agentur muss das. Entscheidend ist, dass beim Angebot klar ist, welche Pakete enthalten sind, welche Sie selbst übernehmen und welche schlicht niemand übernimmt. Ein detailliertes Leistungsbild für den Bereich Gestaltung und Umsetzung steht auf unserer Seite Webdesign. Wie ein solches Vorhaben aus Auftraggebersicht abläuft — von der Anfrage bis zum Livegang, samt Mitwirkungspflichten und Rechten am Ergebnis — beschreibt die Seite Website erstellen lassen.
Welche Rollen stecken hinter einer Website?
Hinter einer professionell gebauten Website stehen typischerweise sieben Rollen — und in kleinen Agenturen füllt eine Person zwei oder drei davon. Das ist kein Mangel, sondern der Grund, warum kleine Teams schneller sind. Es ist aber der Punkt, an dem Sie nachfragen sollten, denn es entscheidet über Tempo und Tiefe Ihres Projekts.
- Projektleitung. Hält Termine, Umfang und Budget zusammen, übersetzt zwischen Ihnen und dem Team, sagt Nein zu Wünschen, die das Projekt kippen würden.
- Strategie und Konzept. Klärt Zielgruppe, Angebot und Nachfrage, bevor jemand gestaltet. Wird am häufigsten weggelassen und fehlt am schmerzhaftesten.
- UX und Interaktionsdesign. Struktur, Nutzerführung, Formulare, Bedienlogik. Arbeitet an dem, was Menschen tun, nicht an dem, was sie sehen.
- Visuelles Design. Markenauftritt auf dem Bildschirm, Bildsprache, Designsystem.
- Frontend-Entwicklung. Setzt Gestaltung in Code um, verantwortet Ladezeit, Darstellung auf allen Geräten und Bedienbarkeit mit Tastatur und Screenreader.
- Backend-Entwicklung. Datenmodell, Redaktionssystem, Schnittstellen, Formularverarbeitung, alles was hinter der Oberfläche rechnet.
- Sichtbarkeit und Messung. Technisches SEO, strukturierte Daten, Analytics und Conversion-Tracking. Ohne diese Rolle ist nach dem Livegang niemand in der Lage zu sagen, ob die neue Seite besser ist als die alte.
Die praktische Konsequenz: Fragen Sie nicht, wie viele Mitarbeitende eine Agentur hat, sondern welche dieser sieben Rollen an Ihrem Projekt tatsächlich beteiligt sind und wer sie ausfüllt. Ein Team von drei Personen, in dem alle sieben Rollen abgedeckt sind, liefert verlässlicher als ein Team von fünfzehn, in dem die Person aus dem Verkaufsgespräch nach der Unterschrift nicht mehr auftaucht. Wenn Sie prüfen wollen, wie eine Agentur die Messseite handhabt, hilft ein Blick auf das, was wir unter Conversion-Tracking als Mindeststandard beschreiben.
Webagentur, Freelancer, Baukasten oder eigenes Team?
Die vier Wege unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in der Frage, wer Verantwortung, Kapazität und Ausfallrisiko trägt. Diese Seite betrachtet sie deshalb aus der Betriebsperspektive: Wer arbeitet in drei Jahren noch an dieser Website, und was passiert, wenn diese Person ausfällt?
- Webagentur. Mehrere Rollen unter einem Vertrag, Vertretung geregelt, Wissen liegt im Team statt bei einer Person. Sie bezahlen Overhead und Koordination mit. Trägt, wenn Technik, Inhalte und Sichtbarkeit gleichzeitig gebraucht werden und intern niemand Zeit für die Steuerung hat.
- Freelancer. Direkter Draht zur arbeitenden Person, kein Overhead, oft der schnellere Weg für einen klar umrissenen Auftrag. Die Kehrseite ist strukturell und nicht persönlich: keine Vertretung bei Krankheit, Ferien oder Auftragswechsel, und die Bandbreite endet dort, wo eine zweite Disziplin gebraucht wird.
- Baukasten. Sie übernehmen sämtliche Rollen selbst und bezahlen dafür ein Abonnement statt eines Honorars. Das rechnet sich, solange die Website eine Visitenkarte ist und jemand im Haus regelmässig Zeit dafür hat. Sobald Auffindbarkeit, Schnittstellen oder eigene Abläufe dazukommen, wird der ersparte Betrag durch Eigenzeit mehr als aufgebraucht. Die inhaltliche Gegenüberstellung Baukasten gegen individuell gebaute Seite steht auf Webdesign für KMU.
- Eigenes Team. Sinnvoll, sobald der Bedarf dauerhaft mehr als ein halbes Pensum bindet oder das Geschäft so erklärungsbedürftig ist, dass externe Texte immer nachbearbeitet werden müssen. Rechnen Sie Lohn, Sozialleistungen, Werkzeuge, Einarbeitung und Führungsaufwand gegen das Honorar — und rechnen Sie damit, dass eine einzelne interne Person selten Technik, Gestaltung und Sichtbarkeit gleichzeitig auf gutem Niveau abdeckt.
In der Praxis sind Mischformen häufiger als Reinformen: eine interne Verantwortliche für Inhalte und Freigaben, eine Agentur für Technik und Sichtbarkeit, punktuell Freelancer für Fotografie oder Übersetzung. Welche Kriterien Sie beim Vergleich konkreter Anbieter anlegen und welche Fragen im Erstgespräch wirklich etwas verraten, steht im Auswahl-Leitfaden; dort finden Sie auch die ausführliche Gegenüberstellung von Agentur und Freelancer.
Webagentur, Werbeagentur, Digitalagentur — wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe sind nicht geschützt, und jede Agentur darf sich nennen, wie sie will — der Unterschied liegt darin, wo der fachliche Kern sitzt und was zugekauft wird. Diese Einordnung hilft nicht bei der Qualitätsbeurteilung, aber sie erklärt, warum dieselbe Anfrage bei drei Anbietern drei völlig verschiedene Offerten auslöst.
- Webagentur. Kern ist das digitale Produkt: Website, Shop, Web-App. Stärke in Struktur, Umsetzung und Betrieb. Kampagnen und klassische Werbemittel kommen, wenn überhaupt, obendrauf.
- Werbeagentur. Kern ist die Botschaft: Kampagne, Text, Bild, Kanalmix. Die Website entsteht dort oft als Kampagnenmittel — gestalterisch stark, technisch je nach Haus unterschiedlich tief.
- Digitalagentur. Sammelbegriff für alles Digitale, meist mit Schwerpunkt auf Performance-Marketing, Analytics und Kanalsteuerung. Wie viel eigene Entwicklung dahintersteckt, unterscheidet sich stark.
- Full-Service-Agentur. Verspricht alles unter einem Vertrag. Was das im Alltag bedeutet und woran Sie ein blosses Etikett erkennen, steht auf der Seite Full Service Agentur.
- Spezialagentur. Nur eine Disziplin, dafür tief: SEO, Google Ads, UX, Barrierefreiheit. Sinnvoll als Ergänzung, wenn eine Stelle im Bestand nachweislich klemmt.
Praktisch heisst das: Lesen Sie nicht die Selbstbezeichnung, sondern das Portfolio. Wenn eine Agentur zehn Kampagnen und zwei Websites zeigt, ist sie eine Werbeagentur, egal was auf der Startseite steht. Umgekehrt gilt dasselbe. Wer eine Agentur mit Standortbezug in der Stadt Zürich sucht, findet unsere entsprechende Seite unter Digitalagentur Zürich.
Woran erkennen Sie eine gute Webagentur?
An Dingen, die Sie in zwanzig Minuten selbst überprüfen können — nicht an Auszeichnungen und nicht an der Grösse. Die folgenden Prüfungen betreffen ausschliesslich das Handwerk am Web; die kaufmännischen Kriterien wie Stundentransparenz, Datenbesitz und Kündigungsfristen sind im Auswahl-Leitfaden weiter oben verlinkt und dort abgehandelt.
- Messen Sie eine ausgelieferte Seite. Lassen Sie sich zwei bis drei aktuelle Kundenprojekte nennen und prüfen Sie sie mit einem öffentlichen Ladezeit-Test auf dem Mobiltelefon. Eine Agentur, die Geschwindigkeit verspricht, muss sie an einem echten Projekt zeigen können — nicht an der eigenen Startseite.
- Fragen Sie nach dem Code. Wo liegt das Repository, bekommen Sie Zugriff, und was passiert damit bei Vertragsende? Wer keine klare Antwort hat, hat vermutlich keine saubere Versionierung.
- Prüfen Sie die Bedienbarkeit ohne Maus. Öffnen Sie ein Referenzprojekt und navigieren Sie es nur mit der Tabulatortaste. Sichtbare Fokusmarkierungen und eine sinnvolle Reihenfolge sind ein verlässlicher Hinweis auf handwerkliche Sorgfalt.
- Lassen Sie sich das Redaktionssystem zeigen. Nicht als Präsentation, sondern live: Wie ändert man einen Text, wie tauscht man ein Bild, wie legt man eine Seite an? Wenn das kompliziert wirkt, wird es nach dem Livegang niemand tun.
- Fragen Sie nach dem Relaunch-Plan. Wer eine bestehende Seite ablöst, braucht eine Weiterleitungsliste. Fehlt sie, verliert die neue Website mit dem Livegang einen Teil der bestehenden Auffindbarkeit — ein Fehler, der Monate kostet.
- Sprechen Sie über Barrierefreiheit. In der EU gelten über den European Accessibility Act seit dem 28. Juni 2025 verbindliche Anforderungen für viele digitale Angebote. In der Schweiz verpflichtet das Behindertengleichstellungsgesetz bislang vor allem die öffentliche Hand; eine Teilrevision, die auch private Anbieter einbeziehen soll, liegt im Parlament — Stand August 2026 ist sie nicht in Kraft. Eine Agentur, die den Unterschied zwischen geltendem Recht und geplanter Revision sauber benennt, arbeitet auch sonst präzise.
Was passiert nach dem Livegang?
Der Livegang ist der Anfang der Betriebskosten, nicht das Ende des Projekts. Eine Website ist Software: Sie hat Abhängigkeiten, die altern, Sicherheitslücken, die gefunden werden, und Inhalte, die veralten. Wer den Betrieb nicht plant, plant den nächsten Relaunch in drei Jahren.
Im laufenden Betrieb fallen vier Dinge regelmässig an. Erstens Technik: Aktualisierungen von System und Abhängigkeiten, Sicherungen, Wiederherstellungstests, Überwachung der Erreichbarkeit, Zertifikate. Zweitens Inhalte: neue Leistungen, veränderte Preise, aktuelle Projekte, Personalwechsel. Drittens Messung: jemand muss die Zahlen ansehen und daraus Änderungen ableiten, sonst ist das Tracking teurer Zierrat. Viertens kleine Weiterentwicklungen: ein zusätzliches Formularfeld, eine neue Landingpage, eine Anbindung.
Wie das organisiert wird, entscheidet über die Kosten. Ein Wartungsvertrag mit festem Umfang deckt Technik und Sicherheit ab und ist die günstigste Variante für Websites, die sich inhaltlich wenig ändern. Ein Stundenkontingent passt, wenn regelmässig kleine Änderungen anfallen, deren Umfang niemand vorhersagen kann. Ein Retainer lohnt sich erst, wenn neben dem Betrieb auch inhaltliche und werbliche Arbeit läuft — dann wird aus Wartung Betreuung. Wie eine solche laufende Zusammenarbeit auf der Sichtbarkeitsseite aussieht, beschreibt die Seite SEO-Betreuung.
Der teuerste Fehler ist die Variante «wir melden uns, wenn etwas ist». Websites melden sich nicht. Sie werden langsam, ihre Formulare hören unbemerkt auf zu versenden, ihre Inhalte veralten — und auffallen tut es meist erst, wenn die Anfragen ausbleiben. Ein halbstündiger Blick pro Monat auf Erreichbarkeit, Formulareingänge und die wichtigsten Zahlen verhindert die Mehrzahl dieser Fälle.
Wie rechnen Webagenturen ab?
Drei Modelle sind üblich: Fixpreis pro Projekt, Stundenkontingent und Monatsretainer — und sie beantworten unterschiedliche Fragen. Der Fixpreis beantwortet «Was kostet mich dieses eine Vorhaben?», das Kontingent «Wie viel Arbeit kann ich abrufen?», der Retainer «Wer kümmert sich dauerhaft?». Wer das falsche Modell wählt, streitet später über Nachträge statt über Ergebnisse.
Beim Fixpreis gilt: Er ist nur so gut wie das Pflichtenheft dahinter. Ein Festpreis ohne festgelegte Seitenanzahl, ohne definierte Sprachversionen und ohne Klarheit darüber, wer Texte und Bilder liefert, ist keine Sicherheit, sondern eine Verabredung zum Streit. Beim Stundenkontingent gilt: Verlangen Sie eine Abrechnung, aus der hervorgeht, wofür die Stunden gegangen sind, und legen Sie fest, ab welchem Betrag Sie vorab gefragt werden. Beim Retainer gilt: Es ist eine Kapazitätsbuchung. Zwei Angebote zum selben Monatspreis können sehr unterschiedliche Stundenzahlen enthalten.
Zur Einordnung von Stundensätzen: In der Deutschschweiz bewegen sie sich erfahrungsgemäss etwa zwischen CHF 100 und CHF 250, je nach Rolle und Seniorität. Das ist eine Markteinordnung aus der Praxis und keine erhobene Statistik — verwenden Sie sie als groben Massstab, nicht als Verhandlungsargument. Die konkreten Preisrahmen von DLM Digital stehen gesammelt auf Webdesign-Preise und SEO-Kosten; wer eine erste Grössenordnung für das eigene Vorhaben braucht, kommt mit dem Website-Kosten-Rechner in wenigen Minuten dorthin.
Wann eine Webagentur die falsche Wahl ist
Eine Webagentur ist die falsche Wahl, wenn das Vorhaben zu klein, zu unklar oder intern nicht getragen ist. Dieser Abschnitt steht bewusst auf der Seite einer Agentur, weil ein Mandat, das aus einem dieser Gründe startet, für beide Seiten teuer endet.
- Das Vorhaben ist zu klein. Eine einzelne Seite, ein Formular, ein Textwechsel: Dafür brauchen Sie keine Agentur mit Projektleitung, Konzept und Abnahmeschleifen. Ein Freelancer oder eine Stunde beim bestehenden Dienstleister ist schneller und günstiger.
- Das Ziel ist unklar. Wer nicht sagen kann, was auf der neuen Website geschäftlich passieren soll, bekommt von jedem Anbieter ein anderes Angebot. Klären Sie das Ziel zuerst — notfalls in einem kurzen, bezahlten Vorprojekt.
- Intern trägt niemand das Projekt. Jedes Webprojekt verlangt Freigaben, Fachauskünfte, Texte und Zugänge. Ohne eine Person, die zwei bis vier Stunden pro Monat dafür hat, scheitert es unabhängig von der Qualität der Agentur.
- Ein Systemwechsel steht an. Wenn in sechs Monaten ein neues Warenwirtschafts- oder Buchungssystem kommt, an das die Website angebunden werden soll, bauen Sie zweimal. Verschieben Sie den Start oder begrenzen Sie ihn auf das, was davon unabhängig ist.
- Die Nachfrage fehlt. Wenn Ihre Kundschaft ausschliesslich über persönliche Empfehlung kommt und für Ihre Leistung keine nennenswerte Suchnachfrage existiert, ist eine schnelle, ehrliche Visitenkarten-Website die richtige Antwort — nicht ein Projekt über zwanzig Seiten.
Der ehrlichste Test ist der billigste: Schreiben Sie in fünf Sätzen auf, was in zwölf Monaten anders sein soll. Wenn diese fünf Sätze nicht zustande kommen, ist das Ergebnis dieser Übung wertvoller als jede Offerte.
Wo DLM Digital in dieses Bild passt
DLM Digital ist eine kleine Webagentur mit eigenem Entwicklungsteam, ansässig an der Gustav-Maurer-Strasse 23 in 8702 Zollikon bei Zürich. Wir bauen und betreiben Websites, Online-Shops und Web-Anwendungen und arbeiten daneben an Auffindbarkeit — klassisches SEO, GEO und Google Ads. Kurze Wege statt Schichten: Wer im Erstgespräch sitzt, arbeitet danach am Projekt mit.
Belegbar ist das an umgesetzten Projekten, nicht an Auszeichnungen. Für JUCAN Massanzüge sind Website, Shopify-Store und Branding entstanden, für das Leo Ristorante im Zürcher Globus ein kompletter Auftritt, für Steuererklärung Zürich eine Web-Anwendung mit Login, Dokumenten-Upload und Terminbuchung. Dazu Nolte Küchen Zürich, Basilica Zürich, Racher Papeterie, Edelweiss Räumungen, Rohrsanova und Kanal One. Alle Projekte mit Ausgangslage und Umfang stehen unter Referenzen.
Ebenso ehrlich gehört dazu, was wir nicht sind: keine Werbeagentur mit Mediaplanung für Plakat, Radio und TV, kein Anbieter für native iOS- und Android-Apps, kein Haus mit eigener Rechtsabteilung für Datenschutzerklärungen und Verträge. Wenn ein Vorhaben dort liegt, sagen wir das im Erstgespräch — und empfehlen lieber ab, als ein Mandat anzunehmen, das wir nur halb tragen können. Was unter dem Begriff Full Service tatsächlich zusammenpasst und was nicht, steht auf der Seite Full Service Agentur.
Einmaliges Projekt oder laufende Betreuung?
| Projektauftrag | Laufende Betreuung | |
|---|---|---|
| Typischer Anlass | Neubau, Relaunch, neue Web-App | Betrieb, Weiterentwicklung, Sichtbarkeit |
| Preisform | Fixpreis nach Pflichtenheft | Monatlicher Betrag oder Stundenkontingent |
| Was Sie kaufen | Ein definiertes Ergebnis | Reservierte Arbeitszeit |
| Grösstes Risiko | Nachträge bei unklarem Umfang | Bezahlte Kapazität, die nicht abgerufen wird |
| Ende der Zusammenarbeit | Mit der Abnahme | Mit der Kündigungsfrist |
| Passt, wenn | Ziel und Umfang stehen fest | Laufend kleine Änderungen und Messung anfallen |
| Häufiger Fehler | Betrieb wird nicht mitgeplant | Niemand prüft, wofür die Stunden gehen |
Webagentur in Ihrer Region
Für die Region Zürich führen wir eigene Ortsseiten mit lokalem Bezug — hier die Übersicht.
Häufige Fragen zu Webagenturen
Eine Webagentur ist ein Dienstleister, der Websites und Web-Anwendungen konzipiert, gestaltet, technisch umsetzt und anschliessend betreibt. Sie bündelt dafür Disziplinen, die ein Unternehmen sonst einzeln einkaufen müsste: Informationsarchitektur, Gestaltung, Frontend- und Backend-Entwicklung, Redaktion, Suchmaschinen-Sichtbarkeit sowie Hosting und Wartung. Der Unterschied zur Werbeagentur liegt im Schwerpunkt: Die Werbeagentur denkt in Kampagnen und Kommunikation, die Webagentur baut und betreibt das digitale Produkt, auf das jede Kampagne verweist.
Die Werbeagentur arbeitet an Botschaft, Kampagne und Kanalmix, oft über Print, Plakat, Radio und Social Media hinweg. Die Webagentur arbeitet am Produkt selbst: Struktur, Gestaltung, Code, Ladezeit, Auffindbarkeit und Betrieb der Website. In der Praxis überschneiden sich beide, weil eine Kampagne ohne funktionierende Zielseite verpufft und eine Website ohne klare Botschaft niemanden überzeugt. Wer beides aus einer Hand will, sucht eine Full-Service-Agentur — mit den Vorbehalten, die dort gelten.
Üblich sind drei Modelle. Der Projektauftrag zu einem Fixpreis ist der Standard beim Neubau einer Website: Umfang und Preis stehen vorher fest, Änderungen laufen über Nachträge. Das Stundenkontingent eignet sich für Weiterentwicklung ohne festes Ziel, weil nur die tatsächlich geleistete Arbeit anfällt. Der Monatsretainer ist eine Kapazitätsbuchung für laufende Betreuung. Marktübliche Stundensätze in der Deutschschweiz liegen erfahrungsgemäss etwa zwischen CHF 100 und CHF 250, abhängig von Rolle und Seniorität — das ist eine Markteinordnung, keine Statistik.
Für die eigentliche Arbeit nicht. Konzept, Gestaltung, Entwicklung und Betrieb laufen ohnehin über geteilte Dokumente, Repositories und Videotermine. Nähe hilft bei zwei Dingen: bei intensiven Workshops zu Beginn und bei allem, was vor Ort entsteht — Fotos der eigenen Räume, Produktaufnahmen, Gespräche mit dem Team. Wenn Ihre Kundschaft regional ist, zählt zusätzlich, dass die Agentur den lokalen Markt kennt. DLM Digital arbeitet aus dem Studio in Zollikon und ist in Zollikon, Küsnacht, Zürich und den angrenzenden Gemeinden vor Ort; die übrige Schweiz betreuen wir remote.
Sie sollten auf Ihren Namen laufen — als Inhaberin der Domain und als Vertragspartnerin des Hosters. Das ist der häufigste stille Fehler in Webprojekten: Die Agentur registriert Domain und Hosting auf sich selbst, und beim Wechsel wird aus einer Formsache eine Verhandlung. Dasselbe gilt für Google Analytics, die Search Console und das Google-Unternehmensprofil. Lassen Sie sich Administratorrechte auf allen Konten geben, bevor das Projekt startet, nicht wenn es endet.
Teilweise. Kleine Agenturen sind stark, wenn Entscheidungswege kurz sein müssen und die Arbeit an der Website selbst liegt — Neubau, Relaunch, Web-App, laufende Weiterentwicklung. Sie stossen an Grenzen, wenn ein Projekt viele Rollen gleichzeitig über Monate bindet, wenn ein Ausschreibungsverfahren mit formalen Nachweisen verlangt wird oder wenn mehrere Sprachversionen und Abteilungen parallel koordiniert werden müssen. Die ehrliche Prüffrage lautet nicht «Können Sie das?», sondern «Wie viele parallele Mandate laufen bei Ihnen und wer arbeitet in welchen Wochen an meinem?».
Dann geht es selten um Neubau, sondern um Diagnose und Weiterentwicklung. Typische Aufträge sind: Ladezeit und Core Web Vitals verbessern, Struktur und interne Verlinkung neu ordnen, Inhalte auf tatsächliche Suchnachfrage ausrichten, Tracking sauber aufsetzen, veraltete Systeme ablösen oder einzelne Funktionen ergänzen. Das ist oft die wirtschaftlichere Variante: Ein gezielter Eingriff an drei Stellen kostet einen Bruchteil eines Relaunchs und wirkt schneller, weil die bestehende Domain ihre Historie behält.
Unsicher, ob eine Agentur der richtige Weg ist?
Schildern Sie uns Ihr Vorhaben in ein paar Sätzen. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob es ein Fall für eine Agentur, für einen Freelancer oder für gar nichts ist — und was es ungefähr kosten würde.
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