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Digital Business

Was macht eine Digital-Marketing-Agentur – und wann brauchen KMU eine?

«Digital Marketing» klingt nach allem und nichts. Dahinter stehen konkrete Aufgaben: Website, Suchmaschinen, Werbung, Inhalte, E-Mail und Messung. Dieser Beitrag erklärt, was eine Digital-Marketing-Agentur tatsächlich macht, wie eine Online-Marketing-Beratung davor aussieht und wann ein Schweizer KMU eine Agentur braucht und wann nicht.

Daniel Müller9 Min. Lesezeit
Was macht eine Digital-Marketing-Agentur – und wann brauchen KMU eine?

Eine Digital-Marketing-Agentur plant und betreut die Online-Kanäle, über die ein Unternehmen neue Kundinnen und Kunden gewinnt: Website und Landingpages, Suchmaschinenoptimierung, Sichtbarkeit in KI-Suchen, bezahlte Werbung in Google, Meta oder LinkedIn, Inhalte, E-Mail-MarketingE-Mail-Marketing ist der Versand von Werbe- und Informations-E-Mails an Menschen, die eingewilligt haben, etwa Newsletter, Angebote, Begrüssungsserien oder…Mehr erfahren → und die Messung, welcher Kanal wie viele Anfragen bringt. Ein KMU braucht eine solche Agentur dann, wenn klar ist, welche Kanäle wirken sollen, intern aber Zeit oder Fachwissen für die laufende Umsetzung fehlt. Ist das noch unklar, steht am Anfang besser eine Online-Marketing-Beratung.

Der Begriff Online-Marketing umfasst viel. Dieser Beitrag ordnet, was hinter den einzelnen Aufgaben steckt, wie eine Beratung vor der Agentur aussieht und wie du entscheidest, ob du eine Agentur brauchst.

Die Aufgaben einer Digital-Marketing-Agentur

1. Website und Landingpages

Die Website ist das Ziel fast aller anderen Kanäle. Eine Agentur prüft, ob sie Anfragen auslösen kann: klare Leistungen, Preise oder Preisrahmen, Einzugsgebiet, einfache Kontaktwege, schnelle Ladezeit auf dem Smartphone. Für Kampagnen entstehen oft eigene Landingpages. Warum die Website mehr Vertriebskanal als Visitenkarte ist, beschreibt der Beitrag Website als Vertriebskanal.

2. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEOSEO (Search Engine Optimization) ist die Gesamtheit aller Massnahmen, um eine Website in den organischen (unbezahlten) Suchergebnissen von Google & Co. besser…Mehr erfahren → sorgt dafür, dass die Website bei Google für relevante Begriffe gefunden wird, organisch und ohne Klickkosten. Dazu gehören Technik, Inhalte, lokale Sichtbarkeit und laufende Messung. Wie eine SEO-Betreuung aufgebaut ist, steht auf unserer Seite SEO-Betreuung.

3. Sichtbarkeit in KI-Suchen (GEO)

Immer mehr Menschen stellen Fragen an ChatGPT, PerplexityPerplexity ist eine KI-Suchmaschine, die Fragen in natürlicher Sprache mit einer ausformulierten Antwort beantwortet und dazu nummerierte Quellenangaben mit…Mehr erfahren → oder die KI-Zusammenfassung von Google. Ob ein Unternehmen dort genannt wird, ist eine eigene Disziplin: Generative Engine Optimization. Was sich dadurch für klassische Rankings ändert, beschreibt der Beitrag KI-SEO: was sich für Rankings ändert.

4. Bezahlte Werbung

Suchmaschinenwerbung in Google und Microsoft Ads, Werbung in Facebook und Instagram, LinkedIn AdsLinkedIn Ads sind bezahlte Anzeigen auf LinkedIn, die über den Campaign Manager geschaltet werden. Ihr Vorteil ist das berufliche Targeting: Zielgruppen lassen…Mehr erfahren → für B2B, Shopping-Anzeigen für Shops. Werbung bringt schneller Sichtbarkeit als SEO, kostet aber für jeden Klick. Worauf man bei der Auswahl einer Agentur für Google AdsGoogle Ads ist die Werbeplattform von Google. Unternehmen schalten damit Anzeigen in der Google-Suche, auf YouTube, im Display-Netzwerk, in Gmail und in Google…Mehr erfahren → achtet, zeigt die Checkliste zur Google-Ads-Agentur.

5. Inhalte

Ratgeber, Referenzen, Fallbeispiele, Videos, Bilder. Gute Inhalte tragen SEO, KI-Sichtbarkeit, Social Media und E-Mail gleichzeitig. Siehe Content-Marketing.

6. E-Mail und Automatisierung

Newsletter, Begrüssungsstrecken, Erinnerungen, Reaktivierung bestehender Kunden. Für viele KMU der günstigste Kanal, weil die Empfänger das Unternehmen schon kennen. Voraussetzung ist eine Liste von Kontakten, die dem Empfang zugestimmt haben.

7. Messung

Die vielleicht wichtigste und am häufigsten vernachlässigte Aufgabe: messen, welcher Kanal wie viele Anfragen bringt und was eine Anfrage kostet. Ohne Conversion-Tracking lässt sich weder eine Kampagne noch eine Agentur beurteilen. Welche Ziele ein KMU dafür messen sollte, beschreibt der Beitrag Conversion-Tracking: welche Ziele KMU messen sollten.

Nicht jede Agentur macht alles

Viele Agenturen nennen sich «Full Service», sind aber in zwei oder drei Bereichen wirklich stark und geben den Rest weiter. Das ist kein Problem, wenn es offen gesagt wird. Frag konkret, welche Aufgaben das eigene Team umsetzt. Was eine Full-Service-Agentur leisten kann und wo ihre Grenzen liegen, beschreibt unsere Seite Full-Service-Agentur.

Digital-Marketing-Beratung: der Schritt davor

Viele KMU wissen, dass sie online mehr Anfragen wollen, aber nicht, über welchen Kanal. Hier setzt eine Online-Marketing-Beratung an. Sie setzt nicht um, sondern klärt.

Typischer Ablauf

  1. Erstgespräch: Ziele, Angebot, Zielgruppe, Einzugsgebiet, Budget, bisherige Erfahrungen. Wie entstehen heute Aufträge?
  2. Bestandsaufnahme: Website, Search Console, Web-Analyse, Werbekonten, Unternehmensprofil, Social-Media-Kanäle. Was ist vorhanden, was fehlt, was wird gemessen?
  3. Nachfrage und Wettbewerb: Wie viele Menschen suchen in deinem Gebiet nach deiner Leistung? Wer steht heute vorne? Eine erste Einschätzung der Suchnachfrage liefert unser SEO-Rechner.
  4. Kanalbewertung: Welche Kanäle passen zu Ziel und Budget, welche nicht?
  5. Plan: eine priorisierte Liste, was zuerst, was später, was gar nicht. Mit groben Aufwänden und klaren Messgrössen.

Was am Ende vorliegen sollte

  • ein Ziel mit Messgrösse, zum Beispiel «Anfragen über das Offertformular»,
  • eine Reihenfolge der Kanäle mit Begründung,
  • eine Aussage, welche Kanäle sich für dieses Budget nicht lohnen,
  • die Klärung, was intern, was extern und was gar nicht umgesetzt wird,
  • ein Messkonzept, damit nach drei Monaten klar ist, ob der Plan funktioniert.

Wie man daraus einen Jahresplan auf einer Seite macht, zeigt der Beitrag Marketingplan für KMU. Unsere eigene Digital-Marketing-Beratung folgt diesem Ablauf.

Wann ein KMU eine Agentur braucht

Eine Agentur ist sinnvoll, wenn

  • klar ist, welche Kanäle Anfragen bringen sollen,
  • die Website Anfragen auslösen kann,
  • intern niemand regelmässig Zeit für Kampagnen, Inhalte und Auswertung hat,
  • das Budget gross genug ist, dass die Betreuung nicht den Grossteil der Kosten ausmacht,
  • Fachwissen fehlt, etwa für Tracking, technisches SEOTechnisches SEO sorgt dafür, dass Suchmaschinen eine Website problemlos crawlen, rendern, verstehen und indexieren können. Dazu gehören Ladezeit, saubere…Mehr erfahren → oder Werbekonten.

Eine Agentur ist (noch) nicht sinnvoll, wenn

  • das Angebot oder die Zielgruppe unklar ist,
  • die Website keine Anfragen auslösen kann,
  • niemand intern Rückfragen beantwortet und Inhalte freigibt,
  • kein Budget für mindestens einige Monate vorhanden ist.

Ob Agentur, Freelancer oder eigene Mitarbeitende die bessere Wahl sind, vergleicht der Beitrag Agentur, Freelancer oder Inhouse ausführlich.

So beurteilst du eine Digital-Marketing-Agentur

  • Fragt sie nach deinem Geschäft? Nach Marge, Abschlussquote, Saison, Kapazität? Oder kommt sie direkt mit Paketen?
  • Sagt sie, was sie nicht macht? Und welche Kanäle sie für dein Budget nicht empfiehlt?
  • Gehören Konten und Daten dir? Website, Search Console, Analytics, Werbekonten sollten auf deine Firma laufen.
  • Wie misst sie Erfolg? Anfragen und Kosten pro Anfrage, nicht nur Reichweite und Klicks.
  • Wie sehen ihre Berichte aus? Kurz, mit Vergleichszeiträumen, erledigten Arbeiten und Plan. Ein Beispiel für den Aufbau steht im Beitrag SEO-Report: was ein Monatsbericht enthalten muss.
  • Gibt es echte Referenzen? Mit Link zur Live-Website und einer ehrlichen Beschreibung, was die Agentur gemacht hat.
  • Wie sind Laufzeit und Kündigung geregelt?

Unsere Kriterien für die Agenturwahl im Allgemeinen stehen auf der Seite Digital-Agentur finden.

Was du in welchem Zeitraum erwarten kannst

Die Kanäle wirken unterschiedlich schnell. Eine grobe Orientierung, ohne Versprechen:

KanalErste messbare SignaleWas dann zählt
Google Ads und andere Werbungab den ersten TagenKosten pro Anfrage nach einigen Wochen
Unternehmensprofil und Local SEOLocal SEO ist die Optimierung für Suchanfragen mit Ortsbezug, etwa «Elektriker Uster» oder «Zahnarzt in der Nähe». Ziel ist, im Local Pack mit Karte, in Google…Mehr erfahren →oft innerhalb weniger WochenAnrufe, Routenanfragen, Sichtbarkeit im Local PackDer Local Pack (auch: Map Pack oder Google 3-Pack) ist der Block in der Google-Suche, der drei lokale Unternehmen mit Karte anzeigt — bei Suchanfragen mit…Mehr erfahren →
SEO für bestehende Seitenmeist nach einigen WochenKlicks und Positionen über Monate
SEO für neue Themen und Inhalteeher nach Monatenwachsende Zahl von Begriffen auf Seite eins
E-Mail an bestehende Kontakteab dem ersten VersandAntworten, Buchungen, Wiederkäufe

Eine Agentur, die bei SEO Ergebnisse nach zwei Wochen verspricht oder bei Werbung erst nach einem halben Jahr etwas messen will, sollte das begründen können.

Beispiel: Beratung vor der Agentur

Konstruiertes Beispiel, kein Kundenfall. Eine Schreinerei im Zürcher Unterland möchte mehr Aufträge für Einbauküchen. Bisher kommen Anfragen über Empfehlungen und eine ältere Website. Instagram wird gelegentlich bespielt.

Die Beratung ergibt:

  • In der Region gibt es messbare Suchnachfrage nach Küchenbau und Küchenrenovation, aber die Website hat dafür keine eigene Seite.
  • Das Unternehmensprofil ist unvollständig, Bewertungen fehlen fast ganz.
  • Für Google Ads wäre das Budget knapp, solange keine Zielseite existiert und nicht gemessen wird.
  • Instagram bringt Sichtbarkeit bei bestehenden Kunden, aber kaum neue Anfragen. Weiter wie bisher, ohne zusätzliches Budget.

Plan: zuerst eine Leistungsseite für Küchen mit Referenzbildern und Preisrahmen, Unternehmensprofil vervollständigen, Bewertungen gezielt einholen, Formular und Anruf-Klicks messen. Nach drei Monaten prüfen, ob eine kleine Suchkampagne sinnvoll ist. Ob danach eine Agentur nötig ist, entscheidet die Schreinerei auf Basis der gemessenen Anfragen.

Was wir übernehmen

DLM Digital arbeitet als Digital-Agentur für Schweizer KMU mit Schwerpunkt auf Websites, SEO, KI-Sichtbarkeit und Werbung. Unsere verbindlichen Einstiegspreise: Local SEO ab CHF 300 pro Monat, Full-Service-SEO ab CHF 400 pro Monat, GEO ab CHF 300 pro Monat, Google-Ads-Betreuung ab CHF 300 pro Monat bei einem Werbebudget bis CHF 1'500 pro Monat (das Werbebudget geht direkt an Google). Websites gibt es ab CHF 3'000. Einen Überblick gibt die Seite Digital-Agentur Zürich. Wenn du zuerst Klarheit über die Kanäle brauchst, beginne mit der Digital-Marketing-Beratung.

Fazit

Eine Digital-Marketing-Agentur übernimmt die laufende Arbeit an den Kanälen, die Anfragen bringen: Website, Suche, KI-Sichtbarkeit, Werbung, Inhalte, E-Mail und Messung. Sie lohnt sich, wenn der Plan steht und intern die Zeit für die Umsetzung fehlt. Steht der Plan noch nicht, ist eine Online-Marketing-Beratung der bessere erste Schritt, und deren wichtigstes Ergebnis ist oft die Liste dessen, was du nicht machen musst.

Häufige Fragen

Was macht eine Digital-Marketing-Agentur?+

Eine Digital-Marketing-Agentur plant und betreut die Online-Kanäle, über die ein Unternehmen Kundinnen und Kunden gewinnt. Typische Aufgaben sind Website und Landingpages, Suchmaschinenoptimierung, Sichtbarkeit in KI-Suchen, bezahlte Werbung in Google, Meta oder LinkedIn, Inhalte, E-Mail-Marketing und die Messung, welche Kanäle Anfragen bringen. Nicht jede Agentur deckt alles ab; viele spezialisieren sich auf einzelne Bereiche.

Was ist der Unterschied zwischen Digital-Marketing-Beratung und Agentur?+

Eine Beratung klärt, welche Kanäle für Ziel und Budget sinnvoll sind, in welcher Reihenfolge man vorgeht und wie Erfolg gemessen wird. Das Ergebnis ist ein Plan. Eine Agentur setzt diesen Plan laufend um: Kampagnen, Inhalte, Optimierungen, Berichte. Viele KMU beginnen mit einer Beratung und entscheiden danach, was sie intern, mit einer Agentur oder gar nicht umsetzen.

Wann braucht ein KMU eine Digital-Marketing-Agentur?+

Wenn klar ist, welche Kanäle Anfragen bringen sollen, aber intern die Zeit oder das Fachwissen für die laufende Umsetzung fehlt. Weniger sinnvoll ist eine Agentur, wenn das Angebot noch unklar ist, die Website keine Anfragen auslösen kann oder das Budget so klein ist, dass die Betreuung einen grossen Teil der Gesamtkosten ausmacht.

Wie läuft eine Online-Marketing-Beratung ab?+

Typisch sind ein Erstgespräch zu Zielen, Zielgruppe und Budget, eine Bestandsaufnahme der Website, Suchsichtbarkeit, Werbekonten und Messung, danach eine Auswertung der Nachfrage und der Konkurrenz und am Ende ein priorisierter Plan: was zuerst, was später, was gar nicht. Gute Beratungen nennen auch, welche Kanäle sich für das Budget nicht lohnen.

Über den Autor

Daniel Müller

Senior Developer & SEO-Stratege

Daniel Müller ist Senior Developer und SEO-Stratege bei DLM Digital in Zürich. Mit über 10 Jahren Erfahrung in Webentwicklung, SEO, GEO/AEO und KI-Integration begleitet er Schweizer KMU bei der digitalen Transformation. Im DLM Magazin schreibt er über KI, Vibe Coding und moderne Suchmaschinen-Sichtbarkeit.

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