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Share of Local Voice (SoLV).

Share of Local Voice misst, an wie vielen Messpunkten eines geografischen Rasters ein Unternehmen für ein Keyword in den lokalen Top 3 erscheint. Der Wert ersetzt die einzelne Ranking-Position durch ein flächiges Bild der lokalen Sichtbarkeit.

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Share of Local Voice (SoLV) — ausführlich erklärt

Lokale Rankings sind ortsabhängig. Dieselbe Suche nach einer Agentur in Zürich liefert am Bellevue ein anderes Ergebnis als in Oerlikon oder in Zollikon, weil Google die Entfernung des Suchenden einbezieht. Eine einzelne Positionsangabe ist deshalb für lokale Suche fast wertlos. Share of Local Voice löst das, indem über das Einzugsgebiet ein Raster von Messpunkten gelegt wird, etwa sieben mal sieben Punkte. An jedem Punkt wird geprüft, ob das Unternehmen in den lokalen Top 3 erscheint. Der Anteil der Treffer ergibt den SoLV.

Der Wert ist konkret interpretierbar. Erscheint ein Betrieb an 30 von 49 Punkten in den Top 3, liegt der SoLV bei rund 61 Prozent. Wichtiger als die Zahl ist die Karte dahinter: Sie zeigt, wo die Sichtbarkeit abbricht. Typisch ist ein starker Kern rund um den eigenen Standort und ein schneller Abfall nach aussen. Genau dieser Verlauf lässt sich mit Massnahmen verschieben, während er in einer einzelnen Positionsangabe gar nicht sichtbar wäre. Der Begriff stammt ursprünglich vom Anbieter Local Falcon und hat sich seither als Gattungsbegriff etabliert.

Für die Beratung ist SoLV vor allem eine Ehrlichkeitskennzahl. Ein Betrieb an der Gustav-Maurer-Strasse in Zollikon wird im Umkreis von wenigen Kilometern flächig gefunden, in Winterthur praktisch nicht. Das ist keine Schwäche der Optimierung, sondern die Distanzkomponente des lokalen Algorithmus. Statt unerfüllbare Versprechen für weit entfernte Orte zu geben, zeigt die Rasterkarte, wo Wachstum realistisch ist: an den Rändern des bestehenden Kerns, in direkten Nachbargemeinden und entlang der tatsächlichen Kundenwege.

Ein Anwendungsfall: Ein Betrieb wollte seinen lokalen Radius vergrössern und plante dafür weitere Ortsseiten. Die Rasterauswertung zeigte, dass er im eigenen Gemeindegebiet bereits stark war, an drei Punkten in der Nachbargemeinde aber vollständig fehlte. Wirksam war dann nicht eine neue Seite, sondern die Aufnahme der Nachbargemeinde in das Dienstleistungsgebiet des Google Business Profils, kombiniert mit Bewertungen von Kunden aus genau diesem Gebiet. Der SoLV stieg, ohne dass eine einzige Seite dazugekommen wäre.

Weiterführende Seite

Local Pack

Häufige Fragen zu Share of Local Voice (SoLV)

Das hängt vom Einzugsgebiet ab. Für einen stadtbezogenen Dienstleister sind Raster über wenige Kilometer mit engem Punktabstand sinnvoll, für einen regional tätigen Betrieb grössere Raster mit weiterem Abstand. Üblich sind quadratische Raster mit fünf mal fünf bis neun mal neun Punkten. Wichtig ist vor allem, das Raster über die Zeit nicht mehr zu verändern, weil sonst die Vergleichbarkeit zwischen den Messungen verloren geht.

Für lokale Suchanfragen weitgehend ja, für den Rest nicht. Bei Suchen mit Ortsbezug bildet ein einzelner Rankingwert die Realität schlecht ab, weil das Ergebnis mit jedem Standort wechselt. Für nicht-lokale, informationsgetriebene Suchanfragen bleibt klassisches Rank Tracking sinnvoll. In der Praxis führt man beides parallel: SoLV für den lokalen Kern, klassisches Tracking für Ratgeber- und Leistungsseiten mit überregionaler Nachfrage.

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