Markensuche (Brand Search).
Eine Markensuche ist eine Suchanfrage, die den Namen eines Unternehmens, einer Marke oder eines Produkts enthält, zum Beispiel «Muster AG Öffnungszeiten» statt «Sanitär Zürich». Markensuchen zeigen, wie viele Menschen ein Unternehmen bereits kennen und gezielt suchen. Sie sind deshalb eine der ehrlichsten Kennzahlen für Bekanntheit und für die indirekte Wirkung von Werbung, PR und KI-Erwähnungen.
Markensuche (Brand Search) — ausführlich erklärt
Suchanfragen lassen sich grob in zwei Gruppen teilen. Generische Suchen beschreiben ein Bedürfnis: «Webdesign Winterthur», «Heizung ersetzen Kosten», «Treuhand für Startups». Markensuchen enthalten dagegen einen Namen: den Firmennamen, eine Produktbezeichnung, manchmal auch den Namen der Inhaberin oder eine bekannte Falschschreibung. Wer «Muster AG Telefonnummer» eingibt, hat sich bereits entschieden, mit wem er sprechen möchte. Er sucht nicht mehr nach einem Anbieter, sondern nach dem Weg zu einem bestimmten.
Für die Auswertung ist diese Trennung zentral. Klicks aus Markensuchen sind fast immer stark, weil die eigene Website für den eigenen Namen in der Regel weit oben steht. Mischt man sie mit generischen Suchen, wirkt die organische Sichtbarkeit besser, als sie ist. Ein ehrlicher Blick in die Google Search Console filtert die Suchanfragen deshalb nach dem Markennamen und seinen Schreibvarianten und betrachtet beide Gruppen getrennt: Wie entwickeln sich die Markensuchen, und wie entwickelt sich die Sichtbarkeit für Suchen ohne Namen?
Markensuchen sind ausserdem der Ort, an dem indirekte Wirkungen sichtbar werden. Wer ein Plakat sieht, in einem Podcast erwähnt wird oder in einer Antwort von ChatGPT als Empfehlung auftaucht, klickt selten direkt. Viele Menschen merken sich den Namen und suchen ihn später. Gerade bei KI-Antworten ist das der übliche Weg: Die Erwähnung entsteht in der Antwort, der Besuch kommt über eine spätere Markensuche oder einen Direktaufruf. Steigen die Markensuchen, während sich sonst wenig geändert hat, ist das ein Hinweis auf wachsende Bekanntheit, ein Beweis für eine bestimmte Ursache ist es aber nicht.
Auch bezahlte Werbung muss Markensuchen sauber behandeln. In Google Ads lässt sich auf den eigenen Namen bieten, was Konkurrenzanzeigen über dem eigenen Ergebnis verhindern kann, aber Klicks kostet, die oft ohnehin organisch gekommen wären. Wer Marken- und generische Kampagnen nicht trennt, sieht in der Gesamtauswertung eine Rendite, die vor allem aus Menschen besteht, die das Unternehmen schon kannten. Sinnvoll ist eine eigene Markenkampagne mit eigenem Budget und eigenen Zielen, während generische Kampagnen den Markennamen über negative Keywords ausschliessen.
Markensuchen richtig messen
Die einfachste Quelle ist die Search Console: Im Leistungsbericht lässt sich nach Suchanfragen filtern, die den Markennamen enthalten, und ebenso nach allen, die ihn nicht enthalten. Wichtig sind dabei Schreibvarianten, Abkürzungen und Tippfehler, denn Menschen schreiben Firmennamen selten exakt so, wie sie im Handelsregister stehen. Eine kurze Liste mit fünf bis zehn Varianten reicht meist, um beide Gruppen sauber zu trennen.
Als Ergänzung zeigt Google Trends, ob das Interesse an einem Namen über die Zeit wächst, allerdings nur bei genügend Suchvolumen. In der eigenen Webanalyse lassen sich Direktaufrufe und Markensuchen zusammen betrachten, weil beide meist dasselbe bedeuten: Die Person kannte das Unternehmen schon. Wie wir solche Auswertungen in eine laufende Betreuung einbauen, beschreibt unsere SEO-Betreuung; für die Trennung in Anzeigenkampagnen siehe Google Ads Agentur Zürich.
Beispiel: Eine Treuhandfirma prüft ihre Sichtbarkeit
Ein typischer Fall, als Beispiel konstruiert: Eine Treuhandfirma in Zug freut sich über steigende Klicks aus der Google-Suche. Die Trennung nach Markensuche zeigt ein anderes Bild. Fast alle Klicks stammen aus Suchen nach dem Firmennamen, für «Treuhand Zug» oder «Buchhaltung für Startups» erscheint die Website kaum. Die Bekanntheit wächst also, die Sichtbarkeit bei neuen Interessenten nicht.
Daraus folgen zwei getrennte Aufgaben. Für die generischen Suchen braucht es eigene Leistungsseiten mit klarer Suchintention, wie wir sie bei der Suchmaschinenoptimierung in Zürich aufbauen. Für die Markensuchen reicht es, dass Google-Unternehmensprofil, Kontaktseite und Sitelinks die häufigsten Anschlussfragen beantworten: Telefonnummer, Adresse, Öffnungszeiten, Kundenportal.
Weiterführende Seite
Brand MentionHäufige Fragen zu Markensuche (Brand Search)
Eine Markensuche enthält den Namen eines Unternehmens oder Produkts, eine generische Suche beschreibt nur ein Bedürfnis. «Muster AG Kontakt» ist eine Markensuche, «Elektriker Zürich» eine generische. Für die Bewertung von SEO zählt vor allem die generische Sichtbarkeit, weil dort neue Kundinnen und Kunden entstehen.
Das hängt davon ab, ob Mitbewerber auf Ihren Namen bieten. Ohne Konkurrenzanzeigen holt das organische Ergebnis die meisten Klicks ohnehin. Stehen fremde Anzeigen über Ihrem Namen, kann eine kleine Markenkampagne sinnvoll sein. In jedem Fall gehört sie in eine eigene Kampagne mit eigener Auswertung.
Wer in einer KI-Antwort einen Firmennamen liest, klickt oft nicht sofort, sondern sucht den Namen später bei Google. Steigende Markensuchen können deshalb ein Hinweis auf mehr Erwähnungen in KI-Systemen sein. Ein sicherer Beleg sind sie nicht, dafür braucht es ein eigenes Monitoring der Antworten.
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