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Cost per Lead (CPL).

Cost per Lead (CPL) sind die durchschnittlichen Kosten, bis ein Kontakt entsteht: eingesetzte Kosten geteilt durch die Anzahl gewonnener Leads. Die Zahl ist nur so belastbar wie die Definition von «Lead» dahinter und nur zusammen mit der Abschlussquote und dem Auftragswert zu beurteilen — ein tiefer CPL kann teurer sein als ein hoher.

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Cost per Lead (CPL) — ausführlich erklärt

Die Formel ist unstrittig, der Zähler nicht. Zählt man nur die Mediakosten, oder auch Agenturhonorar, Produktion der Werbemittel, Werkzeugkosten und Arbeitszeit im eigenen Haus? Je nach Antwort unterscheidet sich derselbe CPL um ein Vielfaches. Ebenso wenig fest ist der Nenner: Ist jedes abgeschickte Formular ein Lead, oder nur eine geprüfte Anfrage mit Kontaktdaten und erkennbarem Bedarf? Wer CPL-Werte vergleicht — zwischen Kanälen, Zeiträumen oder Anbietern —, muss zuerst beide Definitionen abgleichen. Ohne das vergleicht man Rechenwege, nicht Leistungen.

Der CPL allein sagt wenig über Wirtschaftlichkeit. Entscheidend ist die Kette bis zum Auftrag. Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten, gerundeten Zahlen zur Veranschaulichung der Mechanik: Kanal A liefert Leads zu CHF 40, von denen jeder zwanzigste zum Auftrag wird — das ergibt CHF 800 pro Auftrag. Kanal B liefert Leads zu CHF 120, von denen jeder vierte abschliesst — das ergibt CHF 480 pro Auftrag. Der teurere Lead ist hier der günstigere Kunde. Wer nur den CPL steuert, optimiert systematisch in Richtung des schlechteren Geschäfts, weil billige Kontakte immer leichter zu erzeugen sind als passende.

In der Praxis heisst das: Der CPL wird immer zusammen mit drei weiteren Grössen ausgewiesen — Anteil der Leads, die überhaupt bearbeitbar sind, Abschlussquote und durchschnittlicher Auftragswert. Erst daraus ergeben sich Kosten pro Kunde und die Frage, ob sich der Kanal trägt. Nützlich ist zusätzlich der Blick auf den Deckungsbeitrag statt auf den Umsatz, gerade bei Dienstleistungen mit hohem Zeitanteil. Zur Einordnung eines Klickkanals gehört ausserdem der CPC: Steigt der Klickpreis, steigt der CPL auch dann, wenn die Website unverändert gut konvertiert.

Ein Wort zu Vergleichswerten. Branchen-Benchmarks für den CPL kursieren reichlich, sind aber wegen der unterschiedlichen Lead-Definitionen und Kostenabgrenzungen kaum übertragbar; sie stammen zudem meist aus anderen Märkten als der Schweiz. Wer eine solche Zahl verwendet, sollte Quelle, Erhebungsjahr, Markt und Lead-Definition mitnennen. Und wer einen CPL zugesichert bekommt, sollte hellhörig werden: Ein Anbieter kann diese Kennzahl über die Definition des Leads selbst steuern. Verlangen Sie deshalb immer die Kette bis zum Auftrag — auch von uns.

Weiterführende Seite

Lead Generation

Häufige Fragen zu Cost per Lead (CPL)

Mindestens die Mediakosten des betrachteten Kanals im betrachteten Zeitraum. Aussagekräftiger wird die Zahl, wenn auch Honorare, Produktionskosten für Werbemittel, Werkzeugkosten und interne Arbeitszeit einfliessen. Entscheidend ist weniger, welche Variante gewählt wird, als dass sie schriftlich festgehalten und über die Zeit beibehalten wird. Ein Wechsel der Abgrenzung mitten in der Auswertung erzeugt Verbesserungen, die es nie gab.

Nein. Ein tiefer CPL entsteht besonders leicht, wenn die Hürde für einen Lead niedrig ist — ein Formular mit zwei Feldern, ein Gewinnspiel, ein kostenloser Download. Solche Kontakte sind billig und selten kaufbereit. Umgekehrt erzeugt eine qualifizierende Frage im Formular weniger und teurere Leads, aber oft mehr Aufträge. Beurteilt wird deshalb nicht der CPL, sondern die Kosten pro gewonnenem Kunden.

Der CPL misst die Kosten bis zum Kontakt, die Kundenakquisekosten (CAC) die Kosten bis zum zahlenden Kunden. Zwischen beiden liegen die Abschlussquote und der Aufwand im Vertrieb. Der CAC ist die betriebswirtschaftlich relevante Grösse, weil er sich direkt mit Auftragswert und Deckungsbeitrag vergleichen lässt. Der CPL bleibt trotzdem nützlich — als früher Indikator, der Veränderungen im Kanal sichtbar macht, bevor sie im Umsatz ankommen.

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