Google Ads Kosten in der Schweiz: gemessene Klickpreise nach Branche
Was kostet ein Klick auf Google in der Schweiz wirklich? Wir haben am 10. Oktober 2026 die Google-Ads-Daten für 19 typische KMU-Suchbegriffe abgefragt, von «coiffeur zürich» bis «zahnarzt zürich». Dazu eine Budget-Rechnung, die ohne erfundene Erfolgsquoten auskommt.

Was kostet Google Ads in der Schweiz? Die ehrliche Antwort: Die Plattform selbst kostet nichts, ihr bezahlt pro Klick, und dieser Klickpreis hängt fast vollständig vom Suchbegriff ab. In unserer Abfrage vom 10. Oktober 2026 kostete ein Klick auf «elektriker zürich» im Schnitt USD 1.57, auf «zahnarzt zürich» USD 21.44 und auf «website erstellen» USD 22.39. Wer die Kosten für das eigene Geschäft abschätzen will, braucht deshalb die Werte der eigenen Begriffe, nicht einen Landesdurchschnitt.
Dieser Beitrag zeigt die gemessenen Werte für 19 typische Suchbegriffe von Schweizer KMU, erklärt, wie man sie liest, und rechnet ein Budget durch, ohne eine Erfolgsquote zu erfinden. Wer zuerst die Grundlagen von Kampagnenstruktur und Gebotsstrategien sucht, findet sie im Google-Ads-Guide für KMU in der Schweiz.
Woher die Zahlen stammen
Alle Werte in diesem Artikel stammen aus einer Abfrage der Google-Ads-Keyword-Daten über die Schnittstelle von DataForSEO, Standort Schweiz, Sprache Deutsch, abgerufen am 10.10.2026. Drei Felder sind relevant:
- Suchvolumen: durchschnittliche monatliche Suchen der letzten zwölf Monate, so wie Google sie im Keyword-Planer ausgibt, also gerundet in Stufen (40, 70, 90, 140 …).
- CPC: der durchschnittliche Klickpreis, den Werbetreibende für den Begriff bezahlt haben. Eine Definition steht im Glossar unter CPC.
- Gebot für Positionen oben auf der Seite, tief bis hoch: die Spanne, die Werbetreibende für den oberen Anzeigenbereich geboten haben. Das tiefe Ende entspricht etwa dem 20. Perzentil, das hohe dem 80. Perzentil der Gebote.
USD, nicht Franken
DataForSEO liefert die Google-Ads-Werte in USD aus. Wir zeigen sie unverändert und rechnen nicht um. Für die Grössenordnung genügt das. Wer ein verbindliches Budget planen will, öffnet den Keyword-Planer im eigenen Google-Ads-Konto, der in der Kontowährung rechnet.Eine zweite Vorsicht betrifft das Suchvolumen. In mehreren Zeitreihen dieser Abfrage gibt es im September 2025 einen Ausreisser nach oben. Bei «google ads kosten» etwa: 320 Suchen im September 2025, aber nur 40 pro Monat von Juni bis August 2026. Der Jahresschnitt von 90 überzeichnet deshalb die aktuelle Nachfrage. Wir nennen bei den Volumen-Aussagen in diesem Text auch die letzten Monate.
Gemessene Klickpreise nach Branche
Die Tabelle ist nach dem durchschnittlichen Klickpreis sortiert. Die Begriffe sind so gewählt, wie Kundinnen und Kunden tatsächlich suchen: meist Leistung plus Ort.
| Suchbegriff | Suchen/Monat (Ø 12 Mt.) | CPC Ø (USD) | Gebot oben, tief–hoch (USD) |
|---|---|---|---|
| elektriker zürich | 720 | 1.57 | 1.99–6.33 |
| coiffeur zürich | 5'400 | 2.22 | 0.80–3.54 |
| gerüstbau | 1'600 | 3.59 | 1.48–5.62 |
| personalvermittlung zürich | 390 | 3.75 | 1.23–4.56 |
| dachdecker | 2'400 | 4.03 | 1.49–6.21 |
| reinigungsfirma zürich | 1'300 | 4.45 | 2.23–9.03 |
| malergeschäft zürich | 260 | 5.82 | 2.31–7.89 |
| treuhand zürich | 1'600 | 7.99 | 3.59–11.21 |
| anwalt zürich | 590 | 9.21 | 1.60–8.97 |
| steuerberatung | 2'400 | 9.60 | 3.09–9.02 |
| küchenbau | 390 | 12.30 | 3.29–12.38 |
| kaltakquise | 390 | 14.43 | 3.51–20.62 |
| google ads kosten | 90 | 14.57 | 3.78–146.30 |
| fahrschule zürich | 1'300 | 16.02 | 4.01–18.52 |
| sanitär notfall | 390 | 17.83 | 4.05–17.78 |
| umzugsfirma zürich | 4'400 | 19.25 | 9.69–30.90 |
| zahnarzt zürich | 3'600 | 21.44 | 9.89–19.28 |
| website erstellen | 2'400 | 22.39 | 6.13–20.23 |
| google ads kampagne | 70 | 56.33 | 6.19–418.03 |
Quelle: Google-Ads-Keyword-Daten via DataForSEO, Schweiz, Deutsch, abgerufen am 10.10.2026. Werte in USD.
Was die Tabelle zeigt
Hohes Volumen heisst nicht hohe Preise. «coiffeur zürich» wird mit rund 5'400 Suchen im Monat am häufigsten gesucht und gehört trotzdem zu den günstigsten Begriffen. Der Grund liegt im Wert eines Kunden: Ein Haarschnitt bringt weniger Umsatz als ein Umzug oder eine Zahnbehandlung, also bieten die Werbetreibenden weniger.
Notfälle und grosse Aufträge sind teuer. «sanitär notfall», «umzugsfirma zürich» und «zahnarzt zürich» liegen zwischen USD 17 und 22. Hier steht hinter einem Klick oft ein Auftrag von mehreren hundert bis tausend Franken, und viele Anbieter konkurrieren um wenige Plätze.
Der Durchschnitt und die Spanne können sich widersprechen. Bei «elektriker zürich» liegt der durchschnittliche CPC mit USD 1.57 unter dem tiefen Ende der Gebotsspanne von USD 1.99. Das ist kein Rechenfehler: Der CPC beschreibt, was in der Vergangenheit tatsächlich bezahlt wurde, über alle Positionen hinweg. Die Gebotsspanne beschreibt, was für den oberen Bereich der Seite geboten wird. Wer oben stehen will, plant mit der Spanne.
Begriffe mit wenigen Suchen haben wilde Ränder. «google ads kampagne» hat rund 70 Suchen im Monat und ein hohes Gebot von über USD 400. Ein einzelner Werbetreibender mit grosszügigem Budget reicht, um diesen Wert zu erzeugen. Für die Planung ist er bedeutungslos.
Was den Klickpreis bestimmt
Google versteigert jeden Anzeigenplatz einzeln, bei jeder Suche neu. Der Preis, den ihr bezahlt, hängt an drei Dingen:
- Wie viele andere auf denselben Begriff bieten und wie hoch. Das ist der Teil, den ihr nicht steuern könnt.
- Euer eigenes Gebot oder die Gebotsstrategie, die ihr Google überlasst.
- Die Qualität eurer Anzeige aus Sicht von Google: erwartete Klickrate, Relevanz der Anzeige für die Suche und Erfahrung auf der Zielseite. Google fasst das im Qualitätsfaktor auf einer Skala von 1 bis 10 zusammen.
Der dritte Punkt wird unterschätzt. Eine Anzeige, die genau zur Suche passt und auf eine Seite führt, die genau diese Frage beantwortet, gewinnt Auktionen mit tieferem Gebot. Eine allgemeine Startseite als Ziel für alle Anzeigen ist der häufigste Grund, warum KMU für denselben Begriff mehr bezahlen als die Konkurrenz.
Negative Keywords zuerst
Bevor ihr am Gebot dreht, prüft den Suchbegriffsbericht. Klicks auf «gerüstbau lehre», «elektriker lohn» oder «coiffeur ausbildung» bezahlt ihr voll und bekommen nie einen Auftrag. Solche Begriffe gehören als negative Keywords ausgeschlossen.Budget rechnen, ohne eine Quote zu erfinden
Viele Budget-Rechner im Netz setzen eine Conversion-Rate von «durchschnittlich 3 bis 5 Prozent» ein und rechnen daraus einen Return on Ad Spend aus. Für eure Website gibt es diese Zahl aber erst, wenn ihr sie gemessen habt. Wir rechnen deshalb in zwei Schritten.
Schritt 1: Wie viele Klicks braucht ihr für eine Aussage?
Ein Test mit 30 Klicks sagt nichts. Ob eine Kampagne funktioniert, seht ihr erst, wenn genug Besuche auf der Zielseite gelandet sind, dass Anfragen oder ihr Ausbleiben kein Zufall mehr sind. Als Arbeitsgrösse für einen ersten Monat nehmen wir 200 bis 300 Klicks auf die wichtigsten Begriffe. Das ist eine Planungsannahme, keine statistische Regel.
Schritt 2: Was kosten diese Klicks?
Beispiel Malergeschäft in Zürich. Der Hauptbegriff «malergeschäft zürich» hatte am 10.10.2026 einen durchschnittlichen CPC von USD 5.82 und eine Gebotsspanne von USD 2.31 bis 7.89. Mit 250 Klicks zum Durchschnittspreis kommt ihr auf rund USD 1'455 im Monat. Das ist die Grössenordnung, die ihr für einen aussagekräftigen ersten Monat einplanen müsst.
Mit nur rund 260 Suchen im Monat für den Hauptbegriff (zuletzt 110 bis 170 pro Monat zwischen Juni und August) reicht dieser eine Begriff allerdings nicht. Ihr braucht verwandte Suchen wie «maler zürich», «wohnung streichen lassen» oder Quartiersnamen, die ihr im Keyword-Planer prüft.
Schritt 3: Die Anfragequote kommt aus eurer Messung
Erst jetzt kommt die Quote ins Spiel, und zwar als Variable. So sieht dieselbe Rechnung mit drei Annahmen aus:
| Angenommene Anfragequote | Anfragen aus 250 Klicks | Kosten pro Anfrage bei USD 5.82 CPC |
|---|---|---|
| 2 % | 5 | rund USD 291 |
| 5 % | rund 12 | rund USD 116 |
| 8 % | 20 | rund USD 73 |
Die Quoten sind Rechenannahmen zur Illustration, keine gemessenen Werte.
Welche Zeile für euch gilt, zeigt erst die eigene Messung. Dafür muss das Conversion-Tracking sauber laufen, sonst optimiert Google auf Klicks statt auf Anfragen. Wie das mit dem Google Tag Manager funktioniert, steht in Conversion-Tracking mit dem Google Tag Manager. Sobald ihr die Kosten pro Anfrage kennt, vergleicht ihr sie mit dem Wert eines Auftrags. Ein Begriff im Glossar dazu: CPL, Cost per Lead.
Wie Google das Budget verteilt
Ihr gebt in Google Ads ein Tagesbudget ein. Laut Google-Hilfe darf Google an einzelnen Tagen bis zum Doppelten davon ausgeben, um gute Tage zu nutzen, verrechnet über einen Monat aber höchstens das 30.4-Fache des durchschnittlichen Tagesbudgets. Wer CHF 1'500 im Monat ausgeben will, setzt also rund CHF 49 pro Tag und muss sich nicht wundern, wenn an einem Montag CHF 90 verbraucht werden.
Fünf Hebel, die die Kosten pro Anfrage senken
- Eine Landingpage pro Leistung. Wer «sanitär notfall» sucht, will eine Telefonnummer und eine Reaktionszeit sehen, keine Firmengeschichte. Passende Zielseiten verbessern den Qualitätsfaktor und die Quote zugleich.
- Ortsbezug sauber setzen. Zeigt Anzeigen nur dort, wo ihr wirklich arbeitet, und prüft, ob Google «Personen an diesem Ort» oder «Personen mit Interesse an diesem Ort» verwendet.
- Werbezeiten an die Erreichbarkeit koppeln. Ein Klick um 22 Uhr, der zu einem Anruf auf eine nicht besetzte Leitung führt, ist bezahlt und verloren.
- Suchbegriffsbericht wöchentlich lesen und negative Keywords nachführen, besonders in den ersten sechs Wochen.
- Anfragen schnell beantworten. Die beste Kampagne verliert, wenn eine Anfrage erst am nächsten Tag gesehen wird. Bei unserem Kunden Han Kitchen kommt deshalb jede Reservation sofort als Push-Nachricht aufs Handy, und der Gast wird mit einem Tipp per WhatsApp bestätigt. Das Prinzip gilt für jeden Betrieb, der über Anzeigen Anfragen sammelt.
Google Ads oder SEO?
Die Tabelle beantwortet auch eine strategische Frage. Bei Begriffen mit hohem Klickpreis und stabiler Nachfrage, etwa «umzugsfirma zürich» mit rund 4'400 Suchen im Monat und USD 19.25 pro Klick, wird jede Position, die ihr organisch erreicht, schnell wertvoll, weil ihr diese Klicks nicht mehr kaufen müsst. Bei günstigen Begriffen mit wenig Konkurrenz kann Google Ads dagegen auf Dauer die einfachere Lösung sein. Wie man diese Abwägung für Schweizer KMU durchrechnet, beschreibt Google Ads vs. SEO in der Schweiz. In der Praxis läuft beides oft parallel: Anzeigen liefern sofort Daten darüber, welche Begriffe Anfragen bringen, und SEO baut über Monate die Positionen auf, die diese Klicks später gratis bringen.
Was eine Betreuung kostet und was nicht
Das Werbebudget fliesst direkt an Google. Dazu kommt, falls ihr nicht selbst optimiert, ein Honorar für die Betreuung. Was wir dafür verlangen und ab welchem Werbebudget sich eine Betreuung überhaupt rechnet, steht offen auf der Seite Google Ads Agentur Schweiz. Woran ihr erkennt, ob die Person, die euer Konto betreut, gute Arbeit macht, beschreibt Google-Ads-Spezialist. Rankings, Klickpreise oder eine bestimmte Zahl an Anfragen versprechen wir dort nicht, weil niemand die Auktion kontrolliert.
Fazit
Google Ads kostet in der Schweiz so viel, wie eure Suchbegriffe kosten. In unserer Messung vom 10.10.2026 lagen die Klickpreise für typische KMU-Begriffe zwischen rund USD 1.50 für den Elektriker in Zürich und über USD 20 für Zahnarzt, Umzug und Website. Rechnet euer Budget rückwärts aus dem Klickpreis und der Klickzahl, die ihr für eine Aussage braucht, und setzt die Anfragequote erst ein, wenn ihr sie gemessen habt. Wer die Grundlagen der Kampagnenstruktur sucht, beginnt beim Google-Ads-Guide für KMU.
Häufige Fragen
Was kostet Google Ads in der Schweiz pro Klick?+
Das hängt vom Suchbegriff ab, nicht vom Land allein. In unserer Abfrage der Google-Ads-Daten über DataForSEO vom 10.10.2026 (Schweiz, Deutsch) lag der durchschnittliche Klickpreis bei «elektriker zürich» bei USD 1.57, bei «coiffeur zürich» bei USD 2.22, bei «treuhand zürich» bei USD 7.99, bei «umzugsfirma zürich» bei USD 19.25 und bei «zahnarzt zürich» bei USD 21.44. Die Spanne innerhalb einer Stadt beträgt also mehr als Faktor zehn.
Wie viel Budget braucht ein KMU für Google Ads?+
So viel, dass pro Monat genug Klicks zusammenkommen, um überhaupt etwas zu lernen. Rechnet rückwärts: Klickpreis eures Hauptbegriffs mal die Klickzahl, die ihr für eine Aussage braucht. Bei einem Klickpreis um USD 6 kosten 250 Klicks rund 1'500. Wie viele Anfragen daraus werden, hängt an eurer Seite und eurem Angebot; eine allgemeingültige Quote gibt es nicht.
Kann Google mehr als mein Tagesbudget ausgeben?+
Ja, an einzelnen Tagen. Google darf laut eigener Hilfe an einem Tag bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, verrechnet über den Monat aber höchstens das 30.4-Fache des Tagesbudgets. Plant deshalb mit dem Monatswert, nicht mit dem Tageswert.
Sind diese Klickpreise in Franken?+
Nein. DataForSEO liefert die Google-Ads-Werte in USD aus, und wir zeigen sie unverändert. Für die Grössenordnung reicht das. Für eine verbindliche Budgetplanung öffnet ihr den Keyword-Planer in eurem eigenen Google-Ads-Konto, der die Gebote in der Kontowährung zeigt.
Warum schwanken die Werte so stark zwischen Tiefst- und Höchstgebot?+
Die Gebotsspanne für Positionen oben auf der Seite zeigt, was Werbetreibende in der Vergangenheit für den oberen Bereich der Ergebnisseite bezahlt haben, vom tiefen bis zum hohen Ende. Bei Begriffen mit wenigen Suchen, etwa «google ads kampagne» mit rund 70 Suchen im Monat, reicht ein einziger aggressiver Bieter, um das obere Ende auf über USD 400 zu ziehen. Solche Ausreisser sagen wenig über euren Alltag aus.
Über den Autor
Daniel MüllerSenior Developer & SEO-Stratege
Daniel Müller ist Senior Developer und SEO-Stratege bei DLM Digital in Zürich. Mit über 10 Jahren Erfahrung in Webentwicklung, SEO, GEO/AEO und KI-Integration begleitet er Schweizer KMU bei der digitalen Transformation. Im DLM Magazin schreibt er über KI, Vibe Coding und moderne Suchmaschinen-Sichtbarkeit.


