Skip to main content

Kontakt

Was interessiert Sie?

LinkedIn im Schweizer B2B · Kanalentscheid vor Kampagne

LinkedIn Marketing Agentur Schweiz.

Wofür LinkedIn im Schweizer B2B taugt und wofür nicht: die Formate, die Marktpreise pro Klick und pro Lead, die Rechnung dahinter — und der Punkt, ab dem sich bezahlte Kampagnen tragen. Ohne Erfolgsversprechen und ohne erfundene Fallzahlen.

Kanäle und Budget durchrechnen

Eine LinkedIn-Marketing-Agentur plant, produziert und misst Inhalte und Werbung im beruflichen Netzwerk LinkedIn: organisch über persönliche Profile und die Unternehmensseite, bezahlt über Sponsored Content, Lead-Gen-Formulare und Textanzeigen. Ob sich das für ein Schweizer Unternehmen rechnet, entscheidet eine einzige Grösse — was Ihnen ein qualifizierter Kontakt wert ist. International publizierte Benchmarks für 2026 nennen 75 bis 150 US-Dollar pro Lead. Wer daraus keinen Auftrag im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich machen kann, verliert auf LinkedIn Geld.

Diese Seite ist deshalb kein Verkaufstext für ein LinkedIn-Paket, sondern eine Rechnung. Sie zeigt, welche Formate es gibt, was Klick, Einblendung und Lead im Markt kosten, ab welchem Auftragswert sich das trägt — und warum für die meisten kleinen Schweizer Dienstleister Google Ads oder Suchmaschinenoptimierung für KMU pro eingesetztem Franken mehr bringen. Am Ende steht offen, was DLM Digital auf diesem Kanal belegen kann und was nicht.

Was macht eine LinkedIn-Marketing-Agentur konkret?

Eine LinkedIn-Agentur arbeitet an vier Stellen: an der Zielgruppendefinition, am Inhalt, an der Ausspielung und an der Messung. Alles andere — Follower-Zahlen, Interaktionen, Reichweiten-Screenshots — ist Beiwerk, das im besten Fall auf eine dieser vier Stellen einzahlt und im schlechtesten Fall davon ablenkt.

Die Zielgruppendefinition ist der eigentliche Grund, warum es LinkedIn überhaupt gibt. Kein anderer Werbekanal lässt sich so direkt nach Funktion, Hierarchiestufe, Unternehmensgrösse, Branche und Firmennamen eingrenzen. Wenn Ihr Angebot ausschliesslich für Finanzverantwortliche in Industriebetrieben mit über 200 Mitarbeitenden taugt, können Sie genau diese Menschen ansprechen — und niemanden sonst. Das ist der Wert, für den die hohen Klickpreise bezahlt werden.

Beim Inhalt trennen sich die Anbieter. Die Formate sind schnell aufgezählt: gesponserte Beiträge im Feed als Einzelbild, Video, Karussell oder Dokument, Textanzeigen am Seitenrand, Formulare, die sich direkt in der Plattform ausfüllen lassen, sowie die Möglichkeit, Beiträge einzelner Mitarbeitender als Anzeige zu verstärken. Schwierig ist nicht die Auswahl, sondern der Text: In einem beruflichen Umfeld funktionieren Werbeversprechen schlecht und konkrete Erfahrung gut.

Die Ausspielung umfasst Gebotsstrategie, Budgetverteilung, Frequenzbegrenzung und Ausschlusslisten — Handwerk, das den Preis pro Lead um ein Vielfaches bewegt. Und die Messung entscheidet, ob nach drei Monaten eine Entscheidung möglich ist oder nur eine Meinung. Wie diese Messung technisch aussieht, beschreiben wir auf der Seite zum Conversion Tracking; ohne sie ist jede LinkedIn-Auswertung eine Erzählung.

Was kostet LinkedIn-Werbung — und was kostet dort ein Lead?

LinkedIn ist der teuerste der grossen Werbekanäle, und das ist kein Zufall, sondern der Preis für die genaue Zielgruppensteuerung. Die folgenden Zahlen stammen aus international publizierten Benchmark-Auswertungen für 2026. Sie sind Marktangaben, keine Messwerte aus Schweizer Konten von DLM Digital — für die Schweiz existieren keine öffentlich geprüften Vergleichswerte.

  • Mindestwerte der Plattform: 10 US-Dollar Tagesbudget je Kampagne, Mindestgebot 2 US-Dollar pro Klick beziehungsweise pro tausend Einblendungen.
  • Klickpreis: 5.50 bis 8.50 US-Dollar im Durchschnitt, 9 bis 14 US-Dollar in Technologie- und Finanzzielgruppen.
  • Tausenderkontaktpreis: 30 bis 50 US-Dollar. Breite B2B-Zielgruppen liegen bei 20 bis 38, eng geschnittene bei 38 bis 65, sehr eng geschnittene bei 65 bis 120.
  • Klickrate: 0.35 bis 0.70 Prozent, je nach Format.
  • Kosten pro Lead: 75 bis 150 US-Dollar. Über plattforminterne Formulare 50 bis 130, nach Angebotstyp gestaffelt: ein herunterladbares Dokument um 45, eine Webinar-Anmeldung um 55, eine Demo-Anfrage um 115, ein direkter Kontaktwunsch an den Vertrieb um 150.

Rechenbeispiel eins. Sie geben 7'000 US-Dollar aus und erhalten bei 7 Dollar Klickpreis 1'000 Klicks. Wenn Ihre Landingpage 2.5 Prozent davon in eine Anfrage verwandelt, sind das 25 Leads — 280 Dollar pro Lead. Schliesst Ihr Vertrieb jeden fünften ab, kostet ein Neukunde rund 1'400 Dollar an reinem Mediabudget, bevor Produktion und Betreuung dazukommen.

Rechenbeispiel zwei. Mit einem plattforminternen Formular fällt der Weg über die Website weg. Bei 40 Dollar Tausenderkontaktpreis und 0.5 Prozent Klickrate kosten 1'000 Einblendungen 40 Dollar und bringen 5 Klicks. Füllen 12 Prozent davon das Formular aus, ergibt das rechnerisch 67 Dollar pro Lead — deutlich günstiger. Der Haken ist die Qualität: Wer ein Formular ausfüllt, in dem alle Felder bereits vorausgefüllt sind, hat oft nur das Dokument gewollt und nicht Sie.

Wie teuer dieses Themenfeld insgesamt ist, zeigt schon die gewöhnliche Google-Suche. In unserer eigenen Keyword-Erhebung vom August 2026 liegt der Klickpreis für den Suchbegriff «linkedin marketing agentur» in der Schweiz bei CHF 45.72 — der höchste Wert der gesamten Erhebung, bei nur 13 Suchanfragen pro Monat. Ein kleiner, sehr teurer Markt.

Organisch oder bezahlt: was auf LinkedIn wirklich Reichweite bringt?

Organische Beiträge kosten kein Mediabudget, dafür Arbeitszeit von Menschen, die diese Zeit meist nicht haben — und sie wirken erst nach Monaten. Bezahlte Kampagnen wirken sofort, hören aber in dem Moment auf zu wirken, in dem das Budget endet. Beides gleichzeitig zu betreiben ist die teuerste, aber auch die einzige Variante, die aus einem Kanal ein System macht.

Der wichtigste Unterschied im Netzwerk: Beiträge persönlicher Profile werden erkennbar weiter verteilt als Beiträge von Unternehmensseiten. Menschen folgen Menschen, Kommentare entstehen an Personen, und ein Firmenlogo löst selten eine Antwort aus. Wer LinkedIn organisch nutzen will, muss deshalb die Geschäftsleitung oder die Fachleute selbst schreiben lassen. Ein Redaktionsteam kann vorbereiten, zuarbeiten und redigieren — den Namen unter dem Beitrag kann es nicht ersetzen.

Der realistische Einsatz für einen organischen Aufbau liegt bei zwei bis drei Beiträgen pro Woche über mindestens zwölf Monate, dazu das tägliche Beantworten von Kommentaren. Das sind, ehrlich gerechnet, mehrere Stunden pro Woche einer teuren internen Person. Wer diese Stunden nicht hat, sollte den Kanal nicht halbherzig bespielen: Eine Unternehmensseite mit vier Beiträgen im Jahr schadet dem Eindruck mehr, als sie nützt.

Bezahlt lässt sich beides verbinden, indem gute Beiträge einzelner Mitarbeitender als Anzeige verstärkt werden. Das behält die persönliche Absenderschaft und kauft Reichweite dazu — in der Praxis das wirksamste Format, weil es weder wie Werbung klingt noch auf Zufallsreichweite angewiesen ist. Voraussetzung ist allerdings, dass es überhaupt gute Beiträge gibt. Ohne Substanz verstärkt Budget nur die Leere.

Ab welchem Auftragswert rechnet sich LinkedIn?

Die Faustregel: Bezahltes LinkedIn trägt sich, wenn der Deckungsbeitrag eines gewonnenen Kunden mindestens das Zehnfache Ihrer Kosten pro Neukunde beträgt. Bei den oben genannten Marktzahlen heisst das in der Grössenordnung: ab etwa CHF 15'000 Deckungsbeitrag je Abschluss, oder bei wiederkehrenden Verträgen ab einem Jahreswert in ähnlicher Höhe.

Rechnen Sie es an Ihrem eigenen Geschäft nach, bevor Sie ein Angebot einholen. Drei Zahlen genügen: Was ist ein Neukunde im ersten Jahr wert (Deckungsbeitrag, nicht Umsatz)? Wie viele Anfragen braucht Ihr Vertrieb erfahrungsgemäss für einen Abschluss? Und wie viel Zeit steckt zwischen erster Anfrage und Unterschrift? Multiplizieren Sie die Zahl der nötigen Anfragen mit 100 Franken, und Sie haben eine belastbare Untergrenze für die Akquisitionskosten pro Kunde.

Der dritte Punkt wird regelmässig unterschätzt. Bei Kaufprozessen mit sechs bis zwölf Monaten Dauer und drei bis fünf beteiligten Personen bedeutet ein Kampagnenstart im Januar, dass die erste Umsatzwirkung frühestens im Herbst sichtbar wird — sofern die Zuordnung überhaupt noch gelingt. Wer nach acht Wochen abrechnet, wird LinkedIn immer für gescheitert erklären, und zwar unabhängig davon, ob es funktioniert hat.

Für Unternehmen, bei denen diese Rechnung nicht aufgeht, gibt es zwei günstigere Wege: bezahlte Suche, wenn es Suchnachfrage nach Ihrer Leistung gibt, und organische Sichtbarkeit, wenn Sie Zeit statt Budget haben. Welcher der beiden zuerst dran ist, hängt an Ihrem Markt; der Vergleich der beiden Kanäle steht ausführlich in unserem Beitrag Google Ads oder SEO für Schweizer Unternehmen.

Wann LinkedIn-Marketing die falsche Wahl ist

Für die Mehrheit der kleinen Schweizer Dienstleister ist bezahlte LinkedIn-Werbung schlicht zu teuer, und das sagen wir vor dem Angebot und nicht im dritten Monat. Diese sechs Fälle sprechen dagegen — bei drei oder mehr Treffern raten wir ab.

  • Ihr Angebot richtet sich an Privatpersonen. Restaurants, Praxen, Handwerk, Handel, lokale Dienstleistungen: Die Menschen sind zwar auf LinkedIn, aber nicht in dieser Rolle. Sie zahlen den B2B-Aufschlag ohne den B2B-Nutzen.
  • Ihr durchschnittlicher Auftrag liegt unter CHF 5'000. Dann frisst ein einziger gewonnener Kunde einen erheblichen Teil des Monatsbudgets, und der Kanal wird nie profitabel.
  • Es gibt bereits Suchnachfrage nach Ihrer Leistung. Wenn Menschen aktiv nach dem suchen, was Sie anbieten, ist die bezahlte Suche günstiger und schneller. LinkedIn ist der Kanal für Angebote, nach denen niemand sucht, weil sie neu oder erklärungsbedürftig sind.
  • Sie haben kein Werbebudget von mindestens CHF 3'000 für einen ersten Testlauf. Kleinere Beträge liefern zu wenige Leads, um überhaupt etwas zu entscheiden — und die Entscheidung fällt dann trotzdem, nur auf schlechter Grundlage.
  • Niemand im Haus kann fachlich schreiben. LinkedIn belohnt Erfahrung und Konkretheit. Wer nur Produktversprechen zu senden hat, wird auch mit Budget nicht gelesen.
  • Es gibt keinen Vertriebsprozess. Leads, die niemand innerhalb von 24 Stunden anruft, sind verlorenes Geld. Der Kanal ist nicht das Problem, wenn die Anfragen im Postfach liegen bleiben.

Welcher Kanal in Ihrem Fall zuerst dran ist, lässt sich in einem Gespräch klären, bevor irgendwo ein Konto eröffnet wird. Genau das ist der Inhalt unserer Digital-Marketing-Beratung: die Reihenfolge festlegen, statt alle Kanäle gleichzeitig anzufangen.

Was bei Schweizer LinkedIn-Kampagnen technisch und rechtlich zu beachten ist

Zwei Punkte betreffen Schweizer Werbetreibende besonders: die Verfügbarkeit der Nachrichtenformate und die Einwilligung beim Messen. Beide entscheiden über die Planbarkeit eines Budgets, und beide werden in Angeboten selten erwähnt.

Nachrichtenformate. Nach einem Entscheid des Europäischen Gerichtshofs gilt Werbung im Posteingang als Direktmarketing und verlangt eine ausdrückliche Einwilligung. LinkedIn hat daraufhin die Ansteuerung von Mitgliedern in der EU und im EWR für gesponserte Nachrichten und Konversationsanzeigen eingestellt. Die Schweiz gehört weder zur EU noch zum EWR, weshalb Kampagnen auf Schweizer Mitglieder nach heutigem Stand weiterhin möglich sind. Sobald Sie aber Deutschland oder Österreich ins Zielgebiet nehmen, fällt das Format für diesen Teil weg. Prüfen Sie den aktuellen Stand im Kampagnenmanager, bevor Sie ein Budget darauf aufbauen — die Regeln haben sich in diesem Bereich mehrfach geändert.

Messung und Einwilligung. Das LinkedIn Insight Tag ist ein Drittanbieter-Skript und braucht dieselbe Behandlung wie andere Werbe-Tags: Auslösen erst nach Zustimmung, saubere Einbindung in Ihr Einwilligungsbanner, dokumentierte Zwecke. Für Schweizer Unternehmen gilt das revidierte Datenschutzgesetz, für Besucherinnen und Besucher aus der EU zusätzlich die Datenschutz-Grundverordnung. Praktisch heisst das: Ein Teil der Conversions wird nicht gemessen, weil die Zustimmung fehlt — planen Sie diese Lücke ein, statt sich am Monatsende über fehlende Zahlen zu wundern.

Dazu kommt der Umgang mit Kontaktdaten aus plattforminternen Formularen. Diese Daten landen zuerst bei LinkedIn und müssen aktiv abgeholt oder an ein System übergeben werden. Wer das nicht automatisiert, hat Leads, die tagelang niemand sieht — der häufigste und teuerste Fehler in kleinen Konten.

Welche Belege Sie von einer LinkedIn-Agentur verlangen sollten — auch von uns

Wir führen keine veröffentlichte LinkedIn-Referenz. Unsere dokumentierten Projekte betreffen Websites, einen Onlineshop, Web-Apps, Branding und Suchmaschinenoptimierung — nachzulesen unter Referenzen. Auf diesem Kanal können wir Ihnen also keine Fallzahl zeigen, und wir erfinden auch keine. Das ist der Grund, warum diese Seite eine Rechnung enthält und keine Erfolgsgeschichte.

Genau deshalb gehört hierher, was Sie von jedem Anbieter verlangen sollten, bevor Sie unterschreiben — von uns eingeschlossen:

  • Einsicht in ein echtes Kampagnenkonto, nicht in eine Präsentation. Zwei bis drei Bildschirmfreigaben mit Zahlen zu Ausgaben, Leads und Kosten pro Lead sagen mehr als jede Fallstudie.
  • Kosten pro Lead nach Angebotstyp, getrennt nach Dokument-Download, Webinar und Kontaktwunsch. Ein Durchschnitt über alle Typen verdeckt genau das, was Sie wissen wollen.
  • Den Anteil qualifizierter Leads, beurteilt vom Vertrieb des Kunden, nicht von der Agentur. Die Zahl, die zählt, ist nicht «wie viele Formulare», sondern «wie viele Gespräche».
  • Wer die Inhalte schreibt und wie viel Zeit dafür bei Ihnen anfällt. Fehlt diese Angabe im Angebot, taucht sie später als Mehraufwand auf.
  • Eigentum am Werbekonto und an den Daten. Das LinkedIn-Werbekonto muss Ihrem Unternehmen gehören. Zielgruppenlisten, Anzeigen und Auswertungen bleiben bei Ihnen, wenn die Zusammenarbeit endet.
  • Eine Kündigungsfrist, die zum Kaufprozess passt. Zwölfmonatsverträge bei einem Kanal, dessen Wirkung nach drei Monaten beurteilbar ist, sind ein Anbieter-, kein Kundeninteresse.

Dieselbe Prüflogik gilt für Digitalpartner allgemein; wir haben sie in acht Kriterien zusammengefasst unter Digital-Agentur in der Schweiz finden.

Was DLM Digital an einem LinkedIn-Vorhaben tatsächlich übernimmt

Wir übernehmen die Teile, die wir belegen können — und benennen den Teil, für den Sie besser jemanden mit Kampagnenhistorie holen. Das ist keine Bescheidenheit, sondern die Konsequenz aus dem vorigen Abschnitt.

Belegbar ist bei uns die Infrastruktur um eine Kampagne herum. Dazu gehört das Ziel der Kampagne: eine Landingpage, die genau eine Handlung anbietet und schnell lädt, statt Besucherinnen und Besucher auf die Startseite zu schicken. Dazu gehört der Messaufbau mit Insight Tag, Einwilligungssteuerung, Kampagnenkennzeichnung und einer Auswertung, die Kosten pro Lead statt Interaktionen zeigt. Und dazu gehört der Kanalentscheid selbst — die Frage, ob LinkedIn für Ihr Angebot überhaupt der erste Kanal ist oder erst der dritte.

Nicht belegbar ist die laufende Kampagnenführung auf LinkedIn im grossen Stil. Wenn Sie ein Konto mit fünfstelligem Monatsbudget besetzen wollen, verlangen Sie Referenzen in dieser Grössenordnung, und zwar von jedem Anbieter. Wir betreuen kleinere Testläufe im beschriebenen Rahmen, aber wir verkaufen Ihnen keine Erfahrung, die wir nicht öffentlich zeigen können.

Der ehrliche Schluss dieser Seite ist deshalb derselbe wie ihr Anfang: Für die meisten kleinen und mittleren Schweizer Dienstleister ist bezahltes LinkedIn nicht der Kanal mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Ertrag. Rechnen Sie zuerst durch, was ein Kunde wert ist. Wenn die Zahl stimmt, ist LinkedIn ein starkes Werkzeug. Wenn nicht, sparen Sie sich das Budget und stecken es in Sichtbarkeit dort, wo bereits gesucht wird.

LinkedIn Ads und Google Ads im direkten Vergleich

LinkedIn AdsGoogle Ads (Suchnetzwerk)
AuslöserUnterbrechung: Sie sprechen jemanden an, der gerade nichts suchtAbsicht: Jemand sucht in diesem Moment aktiv nach einer Lösung
ZielgruppensteuerungPosition, Hierarchie, Branche, Firmengrösse, einzelne FirmenSuchbegriff, Standort, Gerät, Tageszeit
Klickpreis (Marktangabe 2026)5.50 bis 8.50 US-Dollar, in Technologie und Finanz 9 bis 14Stark themenabhängig, im Schweizer Agenturumfeld CHF 7 bis 46
Kosten pro Lead (Marktangabe)75 bis 150 US-DollarIn der Regel deutlich tiefer, weil die Kaufabsicht bereits besteht
Sinnvolles Mindestbudget für einen TestRund CHF 3'000 Mediabudget für etwa 30 LeadsTestläufe ab wenigen hundert Franken pro Monat möglich
Erste belastbare DatenNach zwei bis drei MonatenNach zwei bis vier Wochen
StärkeErreicht Menschen, die nach Ihrer Leistung gar nicht suchen würdenHolt vorhandene Nachfrage ab, günstig und schnell messbar
SchwächeTeuer, langsam, verlangt eigene Inhalte und einen VertriebsprozessWirkt nur, wenn es überhaupt Suchvolumen für Ihr Angebot gibt

Häufige Fragen zu LinkedIn-Marketing in der Schweiz

LinkedIn verlangt technisch ein Mindest-Tagesbudget von 10 US-Dollar je Kampagne und ein Mindestgebot von 2 US-Dollar pro Klick oder pro tausend Einblendungen. Praktisch relevant sind andere Zahlen: International publizierte Benchmarks für 2026 nennen 5.50 bis 8.50 US-Dollar pro Klick, 30 bis 50 US-Dollar pro tausend Einblendungen und 75 bis 150 US-Dollar pro Lead. In Technologie- und Finanzzielgruppen liegen die Klickpreise mit 9 bis 14 US-Dollar deutlich höher. Für die Schweiz existieren keine öffentlich geprüften Vergleichswerte; rechnen Sie mit derselben Grössenordnung in Franken, eher am oberen Rand, weil die erreichbaren Zielgruppen klein sind. Dazu kommen Produktion und Betreuung, die im Budget separat auftauchen müssen.

In den meisten Fällen nicht. Bei einem Lead-Preis in der Grössenordnung von 100 Franken und einer Abschlussquote von 20 Prozent kostet ein gewonnener Kunde rund 500 Franken an reinem Mediabudget — plus Produktion und Betreuung. Wer mit diesem Kunden 2'000 Franken Umsatz und vielleicht 600 Franken Deckungsbeitrag macht, verliert Geld. Die Rechnung dreht sich erst ab Auftragswerten im mittleren fünfstelligen Bereich oder bei wiederkehrenden Verträgen. Für kleine Schweizer Dienstleister mit lokalem Einzugsgebiet ist bezahlte Suche fast immer günstiger, weil dort jemand bereits nach der Leistung sucht, statt beim Scrollen unterbrochen zu werden.

Damit sich aus einem Test überhaupt etwas ablesen lässt, brauchen Sie rund 30 Leads — darunter ist jede Aussage über Lead-Qualität, Kosten und Abschlussquote Zufall. Bei 100 Franken pro Lead sind das etwa 3'000 Franken reines Mediabudget, sinnvollerweise über zwei bis drei Monate verteilt, dazu Anzeigenproduktion, Landingpage und Betreuung. Praktiker empfehlen 25 US-Dollar Tagesbudget je Kampagne als Untergrenze für die Ausspielung. Wer mit 500 Franken pro Monat startet, kauft sich mehrere Monate lang Zahlen, die nichts beweisen — und schliesst am Ende auf Basis von acht Kontakten auf den ganzen Kanal.

Das hängt davon ab, ob Ihr Problem Nachfrage oder Bekanntheit ist. Google Ads erreicht Menschen in dem Moment, in dem sie aktiv nach einer Lösung suchen — die Kaufabsicht ist bereits da, deshalb ist die Abschlussquote höher und der Lead in der Regel günstiger. LinkedIn erreicht Menschen nach Position, Firmengrösse und Branche, auch wenn sie gerade gar nichts suchen. Das ist genau dann der einzige Weg, wenn für Ihre Leistung niemand sucht, weil sie neu oder erklärungsbedürftig ist. Existiert dagegen Suchnachfrage, ist die bezahlte Suche der günstigere Einstieg, und LinkedIn wird erst später als zweiter Kanal interessant.

Für viele kleine Unternehmen ist das der realistischere Weg, aber er ist nicht gratis — er kostet Zeit statt Geld. Beiträge von persönlichen Profilen werden im Netzwerk deutlich besser verteilt als Beiträge von Unternehmensseiten, weil Menschen Menschen folgen. Das heisst: Die Geschäftsleitung oder die Fachleute müssen selbst schreiben, regelmässig und über Monate. Zwei bis drei Beiträge pro Woche über ein Jahr sind ein realistischer Einsatz, und die ersten Anfragen kommen selten vor dem sechsten Monat. Wer diese Zeit nicht hat, sollte den Kanal nicht halbherzig bespielen, sondern gar nicht.

Nein. Unsere veröffentlichten Projekte betreffen Websites, Onlineshops, Web-Apps, Branding und Suchmaschinenoptimierung — kein einziges davon ist ein LinkedIn-Mandat. Wir sagen das lieber hier, als es in einem Erstgespräch zu umschiffen. Wenn Sie eine Agentur suchen, die seit Jahren sechsstellige LinkedIn-Budgets führt, sind wir nicht die richtige Adresse; fragen Sie einen Spezialisten und lassen Sie sich Kampagnenkonten zeigen, nicht Folien. Was wir belegbar können, ist die Infrastruktur um eine Kampagne herum: Landingpage, Messaufbau, Auswertung und die nüchterne Frage, ob dieser Kanal für Sie überhaupt der richtige ist.

Nicht an Klicks, Reichweite oder Interaktionen — die sagen über Aufträge nichts aus. Messbar sind vier Dinge: die Kosten pro Lead, der Anteil der Leads, den Ihr Vertrieb als qualifiziert einstuft, die Abschlussquote dieser qualifizierten Leads und der Deckungsbeitrag der daraus entstandenen Aufträge. Dafür braucht es das LinkedIn Insight Tag auf der Website, eine saubere Kampagnenkennzeichnung in den Links und einen Ort, an dem der Vertrieb festhält, woher ein Kontakt kam. Fehlt eines dieser drei Teile, entsteht am Monatsende ein Bericht, der schön aussieht und nichts entscheidet.

Bevor Sie ein LinkedIn-Budget freigeben: rechnen Sie es durch

Sagen Sie uns, was ein Neukunde bei Ihnen wert ist und wie viele Anfragen Ihr Vertrieb für einen Abschluss braucht. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob LinkedIn dafür der richtige Kanal ist — oder welcher es stattdessen wäre.

Kanäle und Budget durchrechnen