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Responsive Search Ads (RSA).

Responsive Search Ads sind das Standardformat für Textanzeigen in der Google-Suche: Man hinterlegt bis zu 15 Anzeigentitel und bis zu 4 Beschreibungen, und Google kombiniert daraus je Suchanfrage automatisch die Version, die am ehesten Erfolg verspricht. Seit 2022 lassen sich keine erweiterten Textanzeigen mehr neu erstellen, RSA sind damit der Normalfall.

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Responsive Search Ads (RSA) — ausführlich erklärt

Eine Responsive Search Ad besteht aus Bausteinen. Anzeigentitel dürfen je 30 Zeichen lang sein, Beschreibungen je 90 Zeichen. Google zeigt pro Ausspielung in der Regel bis zu drei Titel und bis zu zwei Beschreibungen, zusammengesetzt aus den hinterlegten Varianten. Welche Kombination erscheint, entscheidet ein System, das Suchanfrage, Gerät, Ort und bisherige Leistung berücksichtigt. Ergänzt wird die Anzeige durch Assets wie Sitelinks, Zusatzinformationen oder Anrufoptionen.

Der Vorteil liegt in der Abdeckung. Statt zwei oder drei feste Anzeigen gegeneinander zu testen, liefert man Material, aus dem viele Varianten entstehen. Das hilft vor allem bei breiteren Keyword-Optionen, wo sehr unterschiedliche Suchanfragen auf dieselbe Anzeigengruppe treffen. Der Nachteil ist weniger Kontrolle: Nicht jede Kombination ergibt automatisch Sinn. Titel müssen deshalb so geschrieben sein, dass sie in jeder Reihenfolge funktionieren und sich nicht wiederholen.

Wer bestimmte Aussagen zwingend an einer Stelle braucht, kann Titel oder Beschreibungen anpinnen, also festlegen, dass zum Beispiel der Markenname immer an Position 1 steht. Pinning schränkt die Kombinationen ein und senkt oft die von Google angezeigte Anzeigeneffektivität. Sinnvoll ist es für rechtlich nötige Hinweise oder unverzichtbare Kernaussagen, nicht als Standard. Die Anzeigeneffektivität (Ad Strength) ist dabei eine Einschätzung zur Vielfalt und Relevanz der Bausteine, keine Messung des Erfolgs; ausschlaggebend bleiben Klickrate, Conversions und Qualitätsfaktor.

Gute RSA beginnen mit der Frage, was Suchende wissen wollen. Ein Titel greift das Keyword auf, einer nennt den Nutzen, einer ein konkretes Unterscheidungsmerkmal (Region, Reaktionszeit, Spezialisierung), einer eine Handlungsaufforderung. Preise gehören nur in die Anzeige, wenn sie auf der Zielseite genauso stehen. Und die Zielseite muss halten, was die Anzeige verspricht, sonst verbrennt man Budget auf Klicks ohne Anfrage. Wie Anzeigen und Zielseiten zusammenspielen, ist Kern der Google-Ads-Betreuung.

Checkliste für eine solide Responsive Search Ad

Mindestens acht bis zehn verschiedene Titel statt fünf Varianten desselben Satzes. Das Hauptkeyword in zwei bis drei Titeln, aber nicht in allen. Mindestens ein Titel mit Ortsbezug, wenn lokal geworben wird. Beschreibungen mit vollständigen Sätzen, die Ablauf, Nutzen und nächsten Schritt erklären. Pinning nur, wo es wirklich nötig ist. Keine Versprechen, die die Zielseite nicht einlöst.

Nach einigen Wochen zeigt der Asset-Bericht, welche Bausteine häufig ausgespielt werden. Schwache Titel ersetzt man schrittweise, nicht alle gleichzeitig, damit die Leistung vergleichbar bleibt. Für Seiten, die Anzeigen-Klicks in Anfragen verwandeln, siehe Conversion-Rate-Optimierung und Website erstellen lassen.

Beispiel: Eine Zahnarztpraxis in Winterthur

Ein typisierter Fall: Eine Praxis wirbt für Dentalhygiene. Ihre bisherige Anzeige enthielt fünf fast identische Titel mit «Dentalhygiene Winterthur». Neu stehen Titel wie «Dentalhygiene in Winterthur», «Termine auch am Abend», «Online-Termin in 2 Minuten», «Nahe Bahnhof Winterthur» und «Sanft und gründlich» zur Auswahl, dazu zwei Beschreibungen zu Ablauf und Terminbuchung. Gepinnt ist nichts.

Google kann nun je nach Anfrage den passenden Aspekt hervorheben: Wer «dentalhygiene abend» sucht, sieht den Hinweis auf Abendtermine. Ob die Klickrate steigt, zeigt erst der Vergleich über mehrere Wochen; versprechen lässt sich das vorab nicht.

Weiterführende Seite

Google Ads

Häufige Fragen zu Responsive Search Ads (RSA)

Möglich sind bis zu 15 Titel und 4 Beschreibungen. Sinnvoll sind mindestens acht bis zehn wirklich unterschiedliche Titel und alle vier Beschreibungen. Wichtiger als die Anzahl ist die Vielfalt: Varianten desselben Satzes bringen dem System kaum zusätzliche Möglichkeiten.

Die Anzeigeneffektivität (Ad Strength) bewertet, wie vielfältig und relevant die Bausteine einer Anzeige sind. Sie ist ein Hinweis zur Qualität der Eingaben, aber keine Erfolgsmessung. Eine Anzeige mit mittlerer Bewertung kann besser konvertieren als eine mit ausgezeichneter. Massgebend sind Klicks, Conversions und Kosten.

Erweiterte Textanzeigen lassen sich seit Juni 2022 nicht mehr neu erstellen oder bearbeiten. Bestehende alte Anzeigen können noch laufen, werden aber nicht mehr gepflegt. Für neue Kampagnen sind Responsive Search Ads das Standardformat in der Google-Suche.

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